Chiara
Veröffentlicht am 25. Oktober 2010, von Chiara
Die a.o. (ausserordentliche) Form und der Novus Ordo. Sie geben viel zu diskutieren. Vielfach, ja sogar meistens werden Gläubige durch ihre Stellungnahmen pro und contra in zwei Lager geteilt. Ich glaube nicht, dass dies sinnvoll ist. Es gibt sie, weil unsere Kirche in Bewegung ist. Die starken und raschen sozialen Veränderungen verlangten nach einer Brücke. Man erkannte, dass die Menschen immer mehr von der Kirche abdrifteten. Diese Brücke wurde durch das V2 gebaut. Dass sich die Menschen trotz der Erleichterungen des V2 von der Kirche wegbewegten, ist nicht nur dem innerkirchlichen Geschehen zuzuschreiben, sondern hat mit unseren Lebensumständen zu tun, wie Industriealisierung – Bildung – Selbstverwirklichung – Werteverschiebung.

Als Jesus noch auf Erden lehrte, da wendete er sich Seinem Volk zu, den Juden. Er lehrte sie nach ihrem Verständnis und in der Art, wie es Lehrer damals taten. Er legte ihnen die Schrift aus und redete so zu ihnen, dass sie ihn verstehen konnten.

Jesus ging auch zu Nichtjuden, um ihnen das Heil zu verkünden. Zu ihnen sprach er anders als zu den Juden, denn die Heiden kannten die Schriften und Lehren des Alten Bundes nicht. Sie verehrten Naturgötter und hätten eine Prophezeiung aus dem Alten Testament gar nicht oder nur bedingt verstanden. Jesus hat die Menschen dort abgeholt, wo sie waren, damit sie ihn verstehen konnten.
Kommen wir nun zurück zum einen römischen Ritus in zwei Formen. Es ist schade, wenn darüber gestritten wird, welcher besser oder schlechter ist. Am Beispiel Jesus erkennen wir, dass solche Zwistigkeiten unnötig sind. Er passte die äussere Form dem Fassungsvermögen seiner Zuhörer an, aber er lehrte letztlich allen dasselbe.

Aehnlich verhält es sich mit den beiden Formen des röm. Ritus: Jesus schenkt sich uns in beiden Formen vollkommen, ganz und gar. Da gibt es keine Abstriche! Der Unterschied entsteht in der persönlichen Disposition. Wie richte ich mich aus? Die Liturgie des ausserordentlichen Ritus ist keine Liturgie für Ungeübte. Man muss in sie hineinwachsen und sich langsam in ihr zurechtfinden. Wer das nicht möchte, kann wählen. Dann wählt er eine Liturgie, in der man sich schneller zu Hause fühlt und leichter mitfeiern kann. Jeder wählt die Form, wo er sich Jesus näher fühlt. Und Jesus macht da keinen Unterschied, wo der Betende/Suchende gerade steht oder welchen Status er hat. So wie er aus der grossen Menschenmenge einen Zöllner vom Baum zu sich rief, einen reumütigen Sünder im Tempel dem selbstgerechten Pharisäer vorzog, eine Sünderin vor der Todesstrafe rettete und einen Christenverfolger zum Apostel machte. Sobald der Mensch Jesus sein Herz zuwendet, gibt der Heiland Antwort.
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love_shalom schrieb am 28. Oktober 2010
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Lieber Wolfgang,

ich habe gesagt: wenn "über die Liturgie gestritten wird" - es geht also um das streiten darüber und dieses hat schon viel Durcheinander und böses gebracht.
Mit Liebe und Demut im Herzen wird ganz anders darüber geredet und gehandelt! Mit Stolz im Herzen und negativen Gedanken wird es nie gelingen...

Übrigens, wer Jesus liebt, macht es sich nie einfach!
love_shalom
love_shalom schrieb am 26. Oktober 2010
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So ist es Chiara - das Herz ist entscheidend herz und nur darauf schaut Jesus, Er richtet uns genau danach!

Wenn über die Liturgie "gestritten" wird, dann liegt es an mangelnder Demut und Liebe, die beiden wichtigsten Tugenden, um den Platz im Himmel einzunehmen.
love_shalom
Bernice schrieb am 25. Oktober 2010
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Bin ganz deiner Meinung! Danke für diesen Beitrag... Blumen
Bernice