GanzSein
Veröffentlicht am 21. März 2010, von GanzSein
Hier sind wir mal wieder mitten im Chaos . Die misshandelten Männer, Frauen und Kinder reden endlich laut - was ich gut und richtig finde . Wem Gewalt - egal ob körperlich , geistig oder seelisch angetan wurde , der soll sich laut wehren dürfen . Nur , was soll das ganze Palaver drum herum ? Wir sind Kirche schreit nach einer Aufhebung der Zölibats , als wäre es das Allheilmittel gegen Pädophilie und Sadismus . Die Politiker diverser Parteien schreien nach rechtsstaatlicher Verfolgung und der grobe Rest der Gesellschaft gibt sich entweder ausschweifender Entpörung oder beredtem Schweigen hin . Ich muss zugeben : Mir reicht es langsam . Da ist vielen Menschen so viel Leid angetan worde und anstatt konkrete Hilfe anzubieten , wird nur geschrieen und gezetert. Was die netten Leute von "Wir sind Kirche" anscheinend noch nicht begriffen haben : Pädophilie kommt leider! in den besten Familien vor . Ehe ansich schützt nicht vor Sadismus . Wenn dem so wäre bräuchte man Kinderschänder ja nicht mehr einsperren und therapieren , sondern schlicht und ergreifend eine Frau an die Seite geben, an der sie sich `abreagieren` können . Da das aber niemand ernstlich vorschlagen würde , ist eine neuerliche Kritik am Zölibat weder sinnvoll noch hilfreich , sondern zeigt eher die Kurzsichtigkeit und Engstirnigkeit, die sich sonst hinter einem ach so weltoffenen Äußeren verbirgt. Unsere Politiker schießen sich auf die Verfolgung der Täter durch den Staat an - öh , ja , nur ist das a) schon seit vielen, vielen Jahren möglich und b) bekämpft es das Grundproblem ebenfalls nicht.
Was auch gern übersehen wird, ist die Tatsache , dass ebenso Frauen (wenn auch in wesentlich geringerer Zahl) sich an Kindern vergehen , sie sexuell missbrauchen oder sie quälen , um ihren eigenen Sadismus zu befriedigen. Die Dunkelziffer an Missbrauchsfällen ist sicherlich noch höher als ohne hin schon geschätzt.Es ist also (gut ich wiederhole mich) sinnlos MIssbrauch nur auf Geschlechter , Berufe oder sozialen Schichten zuschieben.
Fälle wie die der körperlichen Züchtiung in Schulen (also Schläge etc) lassen sich heute leicht und sicher mit Grund verdammen - nur wird zu schnell vergessen , dass sie lange Zeit als normales Mittel der Wahl galten . Hier also ebenfalls noch einmal "drauf zu schlagen" ist sinnlos .
Wo liegt aber nun das Problem ? Ganz genau wird man das erst dann sagen können , wenn wir anfangen , den Beruf des Priesters wieder als das zu sehen , zu begreifen und dahin zu führen, was er eigentlich sein sollte : Ein Priester . Heute sind Priester dazu abgestellt, Gemeinden zu verwalten , Abwanderungen zu verhindern und ansich etwas schlecht bezahlte Manager einer Gemeinde . Aber wenn ein Priester , der eine Gemeinde in den Glauben führen soll selbst kein Glaubensleben hat, dann sind dem Bösen Tür und Tor geöffnet. Wundern wir uns doch nicht, dass wir Priester haben , die kein lebendiges Glaubensleben haben , wenn wir sie nur noch als bessere Gemeindeverwalter sehen wollen . Doch dazu bedarf es auch unserer Hilfe und unseres Gebets.
Beten wir für die Priester , dass Gott sie wieder neu mit seiner Liebe und seinem Geist füllen mag!
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Bernice schrieb am 22. März 2010
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...so ist es Hildegard!
Bernice
schrieb am 21. März 2010
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Wir dürfen auch nicht vergessen,daß der Staat durch die Sexualunterricht in der Schule,die Kinder mißbraucht.Ich vergesse nie wie meine Tochter Dienstags nach ihrer 1.HL.Kommuion Sexuall -Unterricht hatte.Sie hatte am Tag ihrer 1.Kommuion dem Lieben Heiland versprochen rein und heilig in die Ehe oder ins Kloster zugehen,egal was der Heiland will,und dann dies.Als ich mich bei Ihrer Lehrerin beschwerte und ihr sagte,daß ich die Anna-Maria aus dem SU. raus nehme weil wir das vor GOTT unserem Gewissen nicht verantworten können ,sagte Sie mir,das können Sie.Aber ab nächste Woche nicht mehr,dann ist es Pflichtfach,weil wir dann in Sozialkunde durchnehmen und da muß sie rein.Die Anna-Maria wurde so krank,weil ihre SEELE so sehr verletzt wurde,daß sie regelmäßig bei der Eucharistiche Anbetung zusammen brach.Aber das intressierte die Lehrerin nicht.Auch meine Freundin beschwerte sich bei dieser Lehrerin ,weil ihr 9.jähriger Sohn mit bei seiner 8.jährige Cousine es direkt aus probierte,darauf lachte Sie und meinte ,das gehört ja mal dazu und es kann nichts passieren,(keine ungewollte Kinder).Wir alle hatten uns bei ihr noch mal beim Elternabend beschwert,aber ohne Erfolg.Das war 1994.

Die Medien und Fernsehen klage ich an,egal welche Filme oder Sender,sie haben nur ein Thema.(Verführung)
Und wenn ich sehe wie Jugendliche ohne jedes Schamgefühl herrumlaufen.Auch die Messdienerinnen ,gehen in die Sakristei oben alles Frei.Priester sind auch nur Menschen,wer schützt diese Priester,wenn ein Priester sich beschwert,kriegt ER von diesen zuhören,wenn Sie uns noch einmal stören können sie sich gleich andere Messdiener suchen.Die haben keine Achtung mehr,die sind so Frech und beleidigten,es ist furchtbar.(Habe es selbst miterlebt.
waeltwait schrieb am 21. März 2010
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Stefan du schreibst:

Natürlich müssen die Täter, egal wer sie sind, bestraft werden Mag sein, aber wichtiger ist, daß die Opfer geschützt werden. Man kann solche Fälle nicht verhindern, aber man kann junge Menschen vor erneuten Übergriffen solcher Priester schützen indem man sie zumindest beruflich nicht mehr an die Kinder ranläßt. Die viel schlimmere Schuld haben die auf sich geladen, die geschwiegen haben und diese Priester wieder durch bloße Versetzung auf sie Kinder und Jugendlichen losgelassen haben.
Du schreibst weiter sehr richtig wie ich meine:

Wir dürfen aber niemals vergessen das die Opfer Namen und Gesichter haben, die völlig vergessen werden.
Es herrscht in dieser Gesellschft eine total falsche Einstellung in bezug auf Täter und Opfer. Täter werden bestaft evt. und allenfalls-- die Opfer interessieren keinen. Von Schutz ist nie die Rede.
waeltwait
Stefan schrieb am 21. März 2010
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Hallo,
ich finde deinen Beitrag sehr gut.
Mir kommt es auch so vor als ob wir das Problem Sicherheitshalber einmal garnicht angehen wollen und viel lieber die Kirche Stein um Stein zerlegen.
Das Problem ist ein gesellschaftliches das es in allen Institutionen gibt. Natürlich müssen die Täter, egal wer sie sind, bestraft werden. Eine gewisse Schuld an der ganzen Chaos haben jedoch die kirchlichen Behörden schon, durch ihr jahrelanges schweigen und " unter den Tisch kehren ". Wir dürfen aber niemals vergessen das die Opfer Namen und Gesichter haben, die völlig vergessen werden. Hauptsache die Anzahl wird ständig größer und man kann weiter ohne sich jegliche Gedanken zu machen über die Kirche herfallen.
Stefan