GanzSein
Veröffentlicht am 28. Januar 2009, von GanzSein

Gottes Wille - oder wie man erkennt was man nicht sieht

Jeder kennt diese Ratgeber , in denen man hinten bei seinen Symptomen nachschlagen kann und vorne sieht wie gefährlich erkrankt man nun ist. Auch beliebt sind Lebensratgeber , die einem erklären , wie die Welt aussieht , wie man sie durch ein einziges Lebensmotto in den Griff bekommt und wie schön, klug, erfolgreich und finanziell abgesichert man dann sein wird. Für den Willen Gottes haben wir da leider keinen solchen leichten Ratgeber, bei dem man nur nachschlagen muss , und schon hat man das Patentrezept bei der Hand. Viel mehr ist es so, dass sich ganz viele Menschen damit herumquälen Gottes Willen zu erkennen . Dabei ist es meistens gar nicht so schwer wie man meinen könnte. Gott kennt unsere Schwächen ja und hat sich uns einiges in die Hand gegeben , damit wir seinen Willen erkennen können. Dabei möchte ich zwei Dinge unterscheiden : Zum einen haben wir unsere ganz alltäglichen Problemchen und Fragen, bei denen sich meist sehr leicht Gottes Wille erkennen lässt. Zum anderen haben wir alle aber hin und wieder Fragen, Gedanken, bei denen wir mehr Nachdenken müssen, bei denen es ein Für und Wider gibt, wo eine schnelle Antwort nicht möglich ist. Die Fragen nach einer Aufgabe , nach Berufung, sind zum Beispiel solche Fragen . Doch auch diese Fragen müssen nicht unbeantwortet oder als Lebensfrage hängen bleiben .

Der freie Wille

Zum einen hat Gott uns unseren freien Willen geschenkt.Das heißt: Es gibt nicht für jede Situation, für jeden Moment die einzig richtige biblisch-göttliche Lösung , keinen Zauberspruch, den man nur oft genug aufsagen müsste , um Gottes Willen per Eilbrief mitgeteilt zu bekommen. Unser freier Wille bringt die Verantwortung mit sich, in vielen Situationen einfach selber entscheiden zu müssen/dürfen.Sicher entstehen dadurch auch Fehler , aber was wäre ein Vater , der seine Kinder am Gängelband hält, nur damit keine Fehler entstehen ? Nichts anderes als ein Despot. Gott will aus uns keine Marionetten machen , sondern wir sind seine geliebten Kinder , die durchaus in der Lage sind, auch selber zu entscheiden.

Der Verstand

Aber zu unserem Willen gab Gott jedem seine eigene Menge Verstand. Der kann uns in den meisten Fällen schon sagen, ob etwas gut oder richtig ist. Wer eine wichtige Prüfung vor sich hat, der muss Gott nicht erst fragen, ob es denn richtig ist dafür zu lernen .Und die Mutter, die sieht, das ihr Kind auf die Straße läuft , zieht ihr Kind auch wieder zurück, ohne Gott zu fragen , ob es denn sein Wille ist, das zu tun. Viele Dinge erledigen sich also quasi schon von selbst , ohne , dass wir lange darüber beten müssten. Es liegt auch in unserer Hand , unseren Verstand mit neuer Nahrung zu füttern , sprich zu lernen. Denn nur wer seinen Kopf auch inwendig pflegt, kann ihn auch benutzen .

Die Bibel

Sicher die Bibel ist ein relatov dickes Buch, mit vielen Seiten und einige davon sind spannender als die andere ( nicht jeder kann direkt etwas mit den Namens- und Abstammungsregistern der Chroniken etwas anfangen ;-) ) Aber auch hier finden sich klare Regeln und Richtlinien für unseren Alltag. Mit Hilfe einer Konkordanz und ein wenig Zeit kann man sich die passenden Bibelstellen schon selber heraus suchen. Aber um die Bibel zu verstehen , ist es nun einmal auch notwendig sie zu lesen. Es nützt niemandem, wenn man nur das Sonntagsevangelium hört und danach die ganze Woche keinen einzigen Vers der Bibel mehr sieht . Nur wer seine Bibel kennt kann sie auch benutzen. Wie will man erfahren, was Gott denkt, was er möchte , wenn man ihm nicht zu hört ?

Die 10 Gebote / die 5 Kirchengebote

Wir müssen nicht erst um eine göttliche Eingebung bitten, wenn es um die Frage geht, ob wir den Telekommitarbeiter , der uns in der Warteschleife hängen lässt, nun ermorden sollen oder nicht. Auch wenn die Versuchung zwischenzeitlich wachsen sollte : Die Frage stellt sich nicht, weil die Antwort schon längst gegeben wurde. Oder musste sich jemand schon einmal fragen, ob es richtig ist, über seine Nachbarn zu lästern ? Nein, denn die Antwort steht schon lange fest. Wer auf eine göttliche Eingebung wartet , ob er nun zur Messe gehen soll oder nicht , wird lange warten - die Antwort steht schon fest . Die zehn Gebote und die fünf Kirchengebote sind die wohl klarsten Regelungen die wir kenne und sie sind ebenfalls zur Anwendung gedacht. Was Gott von uns möchte ist hier eben auch ganz klar .

Gebet

Mit Gebet meine ich nicht das Tischgebet , oder ein eiliges Vater Unser vor dem Schlafen . Sondern das wirkliche Fragen und Hören. Das mag nicht der schnellste Weg sein, auf dem man eine Antwort bekommen kann , aber er ist sicher.

Gewissen

Auch unser Gewissen ist ein guter Ratgeber. Wir müssen es nur zulassen . Jemand sagte einmal , dass viele Menschen ein kurzes Gedächnis nur mit einam reinen Gewissen verwechseln würden. So sollte das natürlich nicht sein .

Rat von Freunden, Verwandten, geistlicher Begleitung

Wer seine Fragen mit anderen bespricht hat auch hier eine gute Entscheidungshilfe . Denn nicht selten haben Dritte ein wesentlich klareres Bild . Sie haben einen anderen Blickwinkel und können so neue Aspekte, andere Erfahrungen und auch Hilfe im Gebet mit einbringen . Vorrausetzung dafür sind Konfliktfähigkeit und Offenheit, denn nicht selten können im gespräch auch neue Wege erkannt werden.

Los und Vlies

Das Los ziehen ( bekannt zum Beispiel aus Apostelgeschichte 1,26 Und sie warfen das Los über sie, und das Los fiel auf Matthias, und er wurde zu den elf Aposteln hinzugezählt.) und das Vlies auslegen ( bekannt durch Richter 6 ) sind zwei "Entscheidungshilfen " die vollkommen ungenau sind und weniger zu empfehlen . Aber im großen udn Ganzen gesehen natürlich auch ihre Berechtigung haben .

 

Das sind einige Entscheidungshilfen , aber was ist notwendig um eine Antwort zu erhalten ?

Offenheit

Nicht jede Antwort gefällt uns , nicht jede Antwort ist uns gleich lieb . Viel mehr ist sie oft eine Herausforderung und eine Last. Wer nur eine bestimmte Antwort hören will und sich so eigentlich verschließt, wird meist vergeblich warten.

Bereitschaft

Wenn Gott , wodurch auch immer, zu uns spricht , müssen wir bereit sein . Manchmal kann sogar die Vorbereitung auf eine Aufgabe länger dauern , als die Aufgabe ansich !

Opferbereitschaft

Wer nicht bereit ist Opfer zu bringen , kann keine Aufgaben bekommen , denn jede Berufung bedeutet auch Opfer . Sei es Zeit, finanzielle Sicherheit, oder persönliche Freiheit. Wer nicht bereit ist zu geben , wird auch nicht empfangen können.

Gehorsam

Gott ist hier kein Philosoph, der alles erst diskutieren will. Die Fischer wurden gerufen und sie gingen ! Jesaja sprach : "Hier bin ich , sende mich !" , Josef folgte den Weisungen und diskutierte nicht erst noch mit den Engeln, Maria fragte nicht nach Vertragskonditionen als der Heilige Geist kam ! Wenn wir wie Samuel sagen wollen "1Sam 3, 10: Rede, denn dein Knecht hört." , dann erfordert das Gehorsam keine Diskussionen .

Gästebuch
Anfaenger schrieb am 28. Januar 2009
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Selbstverständlich für "den" Anfänger! Bescheidenheit gehört noch nicht zu seinen Tugenden!


Anfaenger
GanzSein schrieb am 28. Januar 2009
0 Bewertungen

Für Anfänger allgemein, oder für "den"  Anfänger :-P


Quote:
Original von: "Anfaenger

Was, es gibt keine Ratgeber! Von wegen! Lies einmal mein Büchlein "Heiligkeit für Anfänger"!


 


GanzSein
Anfaenger schrieb am 28. Januar 2009
0 Bewertungen

Was, es gibt keine Ratgeber! Von wegen! Lies einmal mein Büchlein "Heiligkeit für Anfänger"!


Anfaenger