Jan
Veröffentlicht am 25. Februar 2011, von Jan
In einem Interview mit der Südostschweiz am Sonntag macht unser Diözesanbischof Vitus Huonder wichtige Kernaussagen zu Themen, die letzte Woche öffentlich kommentiert wurden. Das ganze Interview wäre nachzulesen auf der Homepage:

http://www.bistum-chur.ch/SO_2011-02-20.pdf

Hier als Ausschnitt die Kernaussagen zum Priesterseminar sowie dem ausserordentlichen Ritus:


Warum beharren Sie auf der Möglichkeit, am Seminar in Chur Priester auszubilden, die nur den alten Ritus zelebrieren? Anscheinend besteht dafür gar kein Bedürfnis.

Zunächst möchte ich ein Missverständnis klarstellen. Jemand, der sich auf die sogenannte ausserordentliche Form spezialisieren will, kann nicht am Priesterseminar St. Luzi in Chur ausgebildet werden. Dafür braucht es eine spezielle Institution. Die ausserordentliche Form wurde
in unserem Bistum zudem immer zelebriert, von auswärtigen und eigenen Priestern. Ich möchte daher die Möglichkeit schaffen, dass wir im Rahmen der Notwendigkeiten im Bistum eigene Priester für diese Aufgabe ausbilden können.

Die Notwendigkeit hält sich doch wohl sehr in Grenzen.

Natürlich bilden wir keine Priester im alten Ritus auf Vorrat aus. Aber jener Priester, der diesen heute zelebriert, möchte altershalber abgelöst werden. Und nachdem der Heilige Vater den ausserordentlichen dem ordentlichen Ritus quasi gleichgestellt hat, gehe ich davon aus, dass die Nachfrage steigen wird. Darauf wollen wir reagieren können.

Man hat von aussen den Eindruck, Sie wollten das Bistum in die Vergangenheit führen, ein Teil Ihrer Bistumspitze verweigere Ihnen aber die Gefolgschaft.

Wenn man jetzt die Frage nach der Ausbildung von Priestern in der ausserordentlichen Form anschaut, dann wirft man mir vor, ich wollte etwas Vergangenes installieren. Dabei trifft das Gegenteil zu: Ich möchte die Möglichkeiten ausweiten. Der ordentliche Ritus wird ja im Gegenzug nicht verboten. Ich wirke gerade in diesem Fall ja integrierend. Das Angebot wird ausgebaut.

Bischöfliches Ordinariat Chur
Giuseppe Gracia


Das ganze Interview mit Bischof Vitus Huonder: http://www.bistum-chur.ch/SO_2011-02-20.pdf
Gästebuch
MFF schrieb am 27. Februar 2011
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danke lieber Wolfgang !
wink
MFF
MFF schrieb am 27. Februar 2011
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Lieber Wolfgang,

ich gebe dir volkommen Recht, obwohl ich mich mit der Petrusbruderschaft befasst habe, war mir eigentlich nie klar was für eine Ideologie dahintersteckt, abgesehen, daß sie die alte Messe pflegen. Ich habe auch im Internet nichts gefunden.Wie stehen sie zum 2. Vaticanum ?
Vielleicht könntest du einmal etwas darüber schreiben, wäre interessant.
Einen gesegneten Sonntag wünscht dir :
Paul
MFF
MFF schrieb am 26. Februar 2011
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Lieber Wolfgang !
Du hast schon Recht, in erster Linie sind nicht die Petrusbrüder gefordert, sondern umgekehrt. Bischof Huonder hat das richtige gemacht , ich bin sogar der Meinung er war verpflichtet so zu handeln.
Ich sehe es ja bei uns auch, die Pfarrer stehen dem ao Ritus skeptisch gegenüber, müssen aber zur Kenntnis nehmen das die Kirchen der Pius,Petrus,Opus Dei-Brüder immer voll sind.
Es kann schon sein ,daß bei ao. Ritus meist an die Pius-Brüder gedacht wird, ich habe bemerkt ,daß die Petrusbrüder nicht so bekannt sind.Vielleicht ist damit die ablehnende Haltung begründet ?
Also es bedarf diesbezüglich auch noch Aufklärungsarbeit.
L.G.:
Paul
MFF
MFF schrieb am 26. Februar 2011
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Vielleicht kennst du das Problem mit Heiligenkreuz, die sich weigerten den ao Ritus zu lehren. Ich frage mich was ein Priester dann macht wenn er als Pfarrer tätig ist und die Pfarre sich Messen im ao. Ritus wünscht ?
Ich glaube du verstehst mich nun, ich bin der Meinung, daß ein kath. Priester in der Lage sein muß beide Riten zu zelebrieren. Ob er es dann braucht oder nicht ist ein andere Sache.
Auch ich habe in meinem Jusstudium Dinge studieren müssen die ich nie mehr gebraucht habe.
Ich meine also ein Studium sollte komplett sein.
Liebe Grüße:
Paul
MFF
MFF schrieb am 26. Februar 2011
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Lieber Wolfgang !
Nochmals kurz abschließend.
Ich bin der Meinung, die Priesterausbildung sollte einheitlich sein.Das heißt ua. alle sollten in den derzeit gültigen Riten ausgebildet sein.
Was sie dann in der Praxis machen, ist ein anderses Thema.
L.G.:
Paul
MFF
MFF schrieb am 25. Februar 2011
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Lieber Wolfgang, ich weiß über die Rechtsform der Petrusbruderschaft bescheid. Ich habe von Ausbildungsstätten für Priester geredet ( Thema). Es gibt staatliche und private Ausbildungsstätten.
Ich weiß nicht warum du mir immer etwas unterstellen willst ,was ich weder schreibe noch meine.Du schreibst:"Ansonsten gibt es weltweit fast nur Priesterseminare, die ausschließlich den o.Ritus lehren. Reicht Dir das noch nicht?"
Muß es immer perönlich werden ? komisch
Meine Vorschlag ist damit begründet, da dann die Priester der Petrusbruderschaft Pfarren übernehmen könnten, was ja, zumindest in Österreich gewünscht wird.
Liebe Grüße:
Paul
MFF
MFF schrieb am 25. Februar 2011
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Lieber Jan !
Es ist der Wunsch des Papstes, den ao. Ritus wieder mehr zugänglich zu machen. Wenn da die Priesterausbildungsstätten nicht vorangehen, bleibt der Wunsch Fiktion.
Umgekehrt sollten aber analog die privaten Ausbildungsstätten ( Petrusbruderschaft) ihre Studenten auch im o. Ritus ausbilden.
L.G
Paul
MFF