Jan
Veröffentlicht am 24. September 2011, von Jan in Livestreams
Papst: Gebetsvigil mit Jugendlichen - die Rede im Wortlaut

Jugendvigil mit dem Papst von Jan

Liebe junge Freunde!
Ich habe mich den ganzen Tag auf diesen Abend gefreut, hier mit euch zusammenzusein und Gemeinschaft im Gebet mit euch zu haben. Einige von euch werden schon beim Weltjugendtag dabeigewesen sein, wo wir die besondere Atmosphäre der Ruhe, der tiefen Gemeinschaft und der inneren Freude erleben durften, die über einer abendlichen Gebetsvigil liegt. Diese Erfahrung wünsche ich uns auch für diesen Moment: daß der Herr uns anrühre und zu frohen Zeugen mache, die miteinander beten und füreinander einstehen, nicht nur heute abend, sondern unser ganzes Leben.
In allen Kirchen, in den Domen und Klöstern, überall wo sich die Gläubigen zur Feier der Osternacht versammeln, wird die heiligste aller Nächte mit dem Entzünden der Osterkerze eröffnet, deren Licht an alle Anwesenden weitergereicht wird. Eine winzige Flamme verbreitet sich im Kreis vieler Lichter und erhellt das dunkle Gotteshaus. In diesem wunderbaren liturgischen Ritus, den wir in dieser Gebetsvigil nachgeahmt haben, offenbart sich uns in Zeichen, die mehr sagen als Worte, das Geheimnis unseres christlichen Glaubens. Er, der von sich sagt: „Ich bin das Licht der Welt“ (Joh 8,12), bringt unser Leben zum Leuchten, damit wahr wird, was wir soeben im Evangelium gehört haben: „Ihr seid das Licht der Welt“ (Mt 5,14). Es sind nicht unsere menschlichen Anstrengungen oder der technische Fortschritt unserer Zeit, die Licht in diese Welt bringen. Immer wieder müssen wir es ja erleben, daß unser Mühen um eine bessere und gerechtere Ordnung an seine Grenzen stößt. Das Leiden der Unschuldigen und letztlich der Tod eines jeden Menschen sind ein undurchdringliches Dunkel, das vielleicht von neuen Erfahrungen her für einen Moment, wie durch einen Blitz in der Nacht, erhellt werden mag. Am Ende bleibt aber doch eine beängstigende Finsternis.
Es mag um uns herum dunkel und finster sein, und doch schauen wir ein Licht: eine kleine, winzige Flamme, die stärker ist als die so mächtig und unüberwindbar scheinende Dunkelheit. Christus, der von den Toten auferstanden ist, leuchtet in dieser Welt und gerade dort am hellsten, wo nach menschlichem Ermessen alles düster und hoffnungslos ist. Er hat den Tod besiegt – Er lebt – und der Glaube an ihn durchbricht wie ein kleines Licht all das, was finster und bedrohlich ist. Wer an Jesus glaubt, hat sicherlich nicht immer Sonnenschein im Leben, so als ob ihm Leiden und Schwierigkeiten erspart bleiben könnten, aber stets gibt es da einen hellen Schein, der ihm einen Weg zeigt, der zum Leben in Fülle führt (vgl. Joh 10,10). Wer an Christus glaubt, dessen Augen schauen auch in der dunkelsten Nacht ein Licht und sehen schon das Leuchten eines neuen Tages.
Das Licht bleibt nicht allein. Rings herum flammen weitere Lichter auf. In ihrem Schein erhält der Raum Konturen, so daß man sich orientieren kann. Wir leben nicht allein auf der Welt. Gerade in den wichtigen Dingen des Lebens sind wir auf Mitmenschen angewiesen. So stehen wir besonders im Glauben nicht allein, wir sind Glieder in der großen Kette der Gläubigen. Niemand kann glauben, wenn er nicht durch den Glauben der anderen gestützt wird, und durch meinen Glauben trage ich wiederum dazu bei, die anderen in ihrem Glauben zu stärken. Wir helfen uns, einander Vorbilder zu sein, lassen die anderen am Unsrigen teilhaben, unseren Gedanken, unseren Taten, unserer Zuneigung. Und wir helfen einander, uns zurechtzufinden, unseres Standpunkts in der Gesellschaft gewahr zu werden.
Liebe Freunde, „Ich bin das Licht der Welt – Ihr seid das Licht der Welt“, sagt der Herr. Es ist geheimnisvoll und großartig, daß Jesus von sich selbst und von jedem von uns das gleiche sagt, nämlich „Licht zu sein“. Wenn wir glauben, daß Er der Sohn Gottes ist, der Kranke geheilt und Tote erweckt hat, ja selbst aus dem Grabe erstanden ist und wirklich lebt, so verstehen wir, daß er das Licht, die Quelle aller Lichter dieser Welt ist. Wir dagegen erleben doch immer wieder das Scheitern unserer Bemühungen und das persönliche Versagen trotz bester Absichten. Die Welt, in der wir leben, wird trotz des technischen Fortschritts scheinbar letztlich nicht besser. Noch immer gibt es Krieg und Terror, Hunger und Krankheit, bittere Armut und erbarmungslose Unterdrückung. Und auch die, die sich in der Geschichte als „Lichtbringer“ verstanden haben, ohne aber von Christus, dem einzigen und wahren Licht, entzündet zu sein, haben gerade kein irdisches Paradies geschaffen, sondern Diktaturen und totalitäre Systeme errichtet, in denen selbst der kleinste Funke wahrer Menschlichkeit erstickt wurde.
An diesem Punkt dürfen wir nicht darüber schweigen, daß es das Böse gibt. Wir sehen es an so vielen Orten in dieser Welt; wir sehen es aber auch – und das erschreckt uns – in unserem eigenen Leben. Ja, in unserem eigenen Herzen gibt es die Neigung zum Bösen, den Egoismus, den Neid, die Aggression. Mit einer gewissen Selbstdisziplin läßt sich das vielleicht einigermaßen kontrollieren. Schwieriger wird es aber mit einem eher verborgenen Schlechtsein, das sich wie ein dumpfer Nebel auf uns legen kann, und das ist die Trägheit, die Schwerfälligkeit, das Gute zu wollen und zu tun. Immer wieder in der Geschichte haben aufmerksame Zeitgenossen darauf hingewiesen: Der Schaden der Kirche kommt nicht von ihren Gegnern, sondern von den lauen Christen. Aber wie kann Christus dann sagen, die Christen und damit wohl auch diese schwachen und oft so lauen Christen seien das Licht der Welt? Vielleicht verstünden wir, wenn er uns zuriefe: Bekehrt euch! Seid das Licht der Welt! Ändert euer Leben, macht es hell und strahlend! Müssen wir nicht staunen, daß der Herr keinen Appell an uns richtet, sondern sagt: Wir sind das Licht der Welt, wir leuchten, wir strahlen im Dunkel?
Liebe Freunde, der heilige Apostel Paulus scheut sich nicht, in vielen seiner Briefe seine Zeitgenossen, die Mitglieder der Ortsgemeinde, „Heilige“ zu nennen. Hier wird deutlich, daß jeder Getaufte – noch ehe er gute Werke oder besondere Leistungen tun kann – geheiligt ist von Gott. In der Taufe entzündet der Herr gleichsam ein Licht in unserem Leben, das der Katechismus die heiligmachende Gnade nennt. Wer dieses Licht bewahrt, wer in der Gnade lebt, der ist in der Tat heilig.
Liebe Freunde, immer wieder ist das Bild der Heiligen karikiert und verzerrt worden, so als ob heilig zu sein bedeute, weltfremd, naiv und freudlos zu sein. Nicht selten meint man, ein Heiliger sei nur der, der asketische und moralische Höchstleistungen vollbringe und den man daher wohl verehren, aber im eigenen Leben doch nie nachahmen könne. Wie falsch und entmutigend ist diese Meinung! Es gibt keinen Heiligen, mit Ausnahme der seligen Jungfrau Maria, der nicht auch die Sünde gekannt und niemals gefallen wäre. Liebe Freunde, Christus achtet nicht so sehr darauf, wie oft ihr im Leben strauchelt, sondern wie oft ihr wieder aufsteht. Er fordert keine Glanzleistungen, sondern möchte, daß Sein Licht in euch scheint. Er ruft euch nicht, weil ihr gut und vollkommen seid, sondern weil Er gut ist und euch zu seinen Freunden machen will. Ja, ihr seid das Licht der Welt, weil Jesus euer Licht ist. Ihr seid Christen – nicht weil ihr Besonderes und Herausragendes tut, sondern weil Er, Christus, euer Leben ist. Ihr seid heilig, weil seine Gnade in euch wirkt. Liebe Freunde, an diesem Abend, an dem wir uns im Gebet um den einen Herrn versammeln, ahnen wir die Wahrheit des Wortes Christi, daß die Stadt auf dem Berg nicht verborgen bleiben kann. Diese Versammlung leuchtet im mehrfachen Sinn des Wortes – im Schein unzähliger Lichter, im Glanz so vieler Jugendlicher, die an Christus glauben. Eine Kerze kann nur dann Licht spenden, wenn sie sich von der Flamme verzehren läßt. Sie bliebe nutzlos, würde ihr Wachs nicht das Feuer nähren. Laßt es zu, daß Christus in euch brennt, auch wenn das manchmal Opfer und Verzicht bedeuten kann. Fürchtet nicht, ihr könntet etwas verlieren und sozusagen am Ende leer ausgehen. Habt den Mut, eure Talente und Begabungen für Gottes Reich einzusetzen und euch hinzugeben – wie das Wachs einer Kerze – damit der Herr durch euch das Dunkel hell macht. Wagt es, glühende Heilige zu sein, in deren Augen und Herzen die Liebe Christi strahlt und die so der Welt Licht bringen. Ich vertraue darauf, daß ihr und viele andere junge Menschen hier in Deutschland Leuchten der Hoffnung sind, die nicht verborgen bleiben. „Ihr seid das Licht der Welt.“ Amen.
Radio Vatikan
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MFF schrieb am 27. September 2011
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Alles klar, liebe Bernice, danke für dein gedultsames Dikutieren. Da ich noch im alten Kirchenrecht promoviert habe , ist mir das nachkonziliare nicht so geläufg, aber es schadet mir nicht, alles wieder ein bischen aufzufrischen.
Liebe Grüße:
Paul
PS.
Ich werde in Zukunft neben der Quelle, auch die Autoren anführen.
Liebe Grüße:
Paul
MFF
Bernice schrieb am 26. September 2011
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Bernice
Bernice schrieb am 26. September 2011
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Danke für das Nachforschen! Ja, du hast Recht - meine Aussage unten war nicht korrekt, wenn es das Spenden des Sakramentes betrifft.

Habe hier noch eine Ergänzung dazu:

§ 3. Katholische Spender spenden erlaubt die Sakramente der Buße, der Eucharistie und der Krankensalbung Angehörigen orientalischer Kirchen, die nicht die volle Gemeinschaft mit der katholischen Kirche haben, wenn diese von sich aus darum bitten und in rechter Weise disponiert sind; dasselbe gilt für Angehörige anderer Kirchen, die nach dem Urteil des Apostolischen Stuhles hinsichtlich der Sakramente in der gleichen Lage sind wie die genannten orientalischen Kirchen.

§ 4. Wenn Todesgefahr besteht oder wenn nach dem Urteil des Diözesanbischofs bzw.

der Bischofskonferenz eine andere schwere Notlage dazu drängt, spenden katholische Spender diese Sakramente erlaubt auch den übrigen nicht in der vollen Gemeinschaft mit der katholischen Kirche stehenden Christen, die einen Spender der eigenen Gemeinschaft nicht aufsuchen können und von sich aus darum bitten, sofern sie bezüglich dieser Sakramente den katholischen Glauben bekunden und in rechter Weise disponiert sind.
(Codex des Kanonischen Rechtes, Can. 844 http://www.vatican.va/archive/DEU0036/__P2T.HTM )


Demnach lautet die genaue Aussage: allen Katholiken (bei Ausnahme auch anderen Christen) steht das Sakrament der Busse zur Verfügung.

Noch zum angegebenen Blog: Theologische Forschungsarbeiten sind ja nicht automatisch kirchliche Dokumente, deshalb wäre es richtig, den Autor anzugeben. Gilt übrigens auch, wenn du Kommentare von anderen Leuten kopierst!

Mit "Herumhacken an der Kirche" sind die ewig nörgelnden Kirchenkritiker generell gemeint.
Bernice
MFF schrieb am 26. September 2011
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Liebe Bernice, nochmals für die Zulassung zu den Sakramenten:
Can. 842 — § 1 Wer die Taufe nicht empfangen hat, kann zu den übrigen Sakramenten nicht gültig zugelassen werden.
Zu der Wissenschaftlichen Abhandlung betreffend Wiederverheiratete- Geschiedene:
http://www.uibk.ac.at/theol/leseraum/texte/496.html Ich gehe davon aus, daß du unter "Herumhacken an der Kirche" nicht die theologischen Forschungsarbeiten verstehst.
Liebe Grüße:
Paul
PS:
Katechismus der kath.Kirche:
1446 Christus hat das Bußsakrament für alle sündigen Glieder seiner Kirche eingesetzt, vor allem für jene, die nach der Taufe in schwere Sünde gefallen sind und so die Taufgnade verloren und die kirchliche Gemeinschaft verletzt haben. Ihnen bietet das Sakrament der Buße eine neue Möglichkeit, sich zu bekehren und die Gnade der Rechtfertigung wiederzuerlangen. Die Kirchenväter stellen dieses Sakrament dar als „die zweite <Rettungs>planke nach dem Schiffbruch des Verlusts der Gnade" (Tertullian, pæn. 4,2) <Vgl. K. v. Trient: DS 1542>.
und zur Verifizierung noch eine Abhandlung aus der Schweiz:

http://www.kirchenrecht.ch/Lektionen_DBW_2001/Lektionen_DBW_2000/Wiederverheiratete_ Geschiedene/Artikel-belliger.rtf
MFF
Wenzel schrieb am 26. September 2011
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waeltwait!
Da hast du ja mal für "mich" gesprochen! Besser hätte ich es auch nicht sagen können!

Wenzel
Wenzel
waeltwait schrieb am 26. September 2011
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Liebe Mary,

mir gefallen an deinen Beiträgen manche Bezeichnungen nicht.

Einem Christen kommt es darauf an, dass er von seiner Kirche Wahres hört, Richtiges. Er kann streiten über Richtig und Falsch, Gut und Böse aber nicht über zeitgemäß, modern, andere Zeiten, 21. Jahrhundert, progressiv, konservativ ect. Was sind denn das für Begriffe wenn es darum geht das Richtige zu glauben. Die Kirche kann zwar Formen ändern niemels aber die Wahrheit. Es gibt keine moderne Wahrheit sondern nur die Wahrheit. Genau so wenig wie es eine konservative Wahrheit gibt. Wenn man etwas für nicht mehr als Wahrheit gültig erklärt, was bis dahin als Wahrheit gültig war, dann sagt man auch das das bisher für Wahrheit geglaubte Unsinn gewesen ist.
Und warum sollte man die Verkündigung der Wahrheit ändern ? Nur damit es manchen Menschen besser in ihr Lebenskonzept passt?
Die Beichte ist nur dann gültig, wenn man sich ernsthaft vornimmt sein Verhalten zu ändern.
Will oder kann man sein Verhalten nicht ändern, so muss man es halt bleiben lassen. Abgrechnet wird durch Gott, nicht durch Menschen, die sich für modern und zeitgemäß halten.

LG Manfred
waeltwait
Bernice schrieb am 26. September 2011
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Lieber Paul,
danke für den Hinweis zu deinem Blog. Es wäre evtl. noch gut zu wissen, wer der Autor ist, da es sich nicht um ein kirchl. Dokument handelt.

Für mich ist einfach klar, dass wenn einer bereut und zur Umkehr bereit ist, ihm grundsätzlich auch die Absolution zur Verfügung steht. Wenn jemand jedoch kirchlich gesprochen, im Zustand der schweren Sünde verharrt, kann ihm keine Lossprechung zugesprochen werden. Im Prinzip gibt es ja im kirchlichen Sinn keine Scheidung, da die Ehe unauflöslich ist. So gesehen, lebt ein "Wiederverheirateter" nicht im Stande der Gnade, es sei denn seine vorherige Ehe wäre nichtig (ungültig) erklärt worden.

Dass ein Mindestmass an Glaube beim Beichtenden vorauszusetzen ist, ist klar.

Allgemein (also auch in anderen kirchlichen Bereichen) halte ich es persönlich für sinnlos auf der Kirche herumzuhacken, Veränderungen zu verlangen etc. weil man nicht bereit ist, selber umzukehren.
Bernice
MFF schrieb am 26. September 2011
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Liebe Bernice du fragst : Ich bin ziemlich sicher, dass jedem Menschen der Beichtstuhl offen steht. Zeigst du mir die genaue Stelle wo es explizit heisst, dass es nicht so ist....
Sebstverständlich steht der Beichtstuhl für alle offen, die Frage muß nur sein ob das Sakrament auch für Nichtgläubige zur Geltung kommt.In diesem Zusammenhang verweise ich auf die unten zitierte Norm.
Liebe Grüße:
Paul
PS. Die Frage ob Wiederverheiratete Geschiedene von der Beichte ausgeschlossen sind, wurde deinerseits noch nicht geklärt.Verweisen darf ich hiezu auf meinen Blog:
http://kathspace.com/community/MFF/blog/wiederverheiratete-geschiedene-losung svorschlag/ und die wertvollen Beiträge von @Talita.
MFF
Wenzel schrieb am 26. September 2011
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Ich kenne keine Stelle, wo die Beichte jemandem explizit verwehrt wird. Wäre schon interessant...

Liebe Mary, mir scheint, ohne dich angreifen zu wollen, dass im Verständnis des katholischen Glaubens Lücken existieren, die du anscheinend mit den Propagandaslogans der Anti-Kirchen-Welt aufgefüllt hast. Mir kommt immer so vor, wenn ich deine Posts lese, als müsste sich der Glauben der Kirche ändern, damit viele Menschen dahin gehen. Aber gehen viele Menschen zu den Lutheranern? Bei denen ist alles erlaubt, was von den Katholiken gefordert wird. Es sieht dort noch viel schlimmer aus. Sobald alles nur nach dem menschlichen Gusto geht, ist es kein Glauben mehr und wird schnellstmöglichst weggeworfen. Und genau das wollen die Papstgegner! Mit den Lutheranern hat es ja hervorragend geklappt (DDR 1950: 70% Lutherisch, heute weit unter 30%, jetzt ist die katholische Kirche im Gendermainstreamingkampf dran. Nur ist halt die Katholische Kirche eine Weltkirche und kann keinen deutschen "Sonderglauben" einführen.
Wenzel
Bernice schrieb am 26. September 2011
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Paul: Ich bin ziemlich sicher, dass jedem Menschen der Beichtstuhl offen steht. Zeigst du mir die genaue Stelle wo es explizit heisst, dass es nicht so ist...
Bernice
MFF schrieb am 26. September 2011
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Liebe Bernice,
Wiederverheiratete Geschiedene werden zwar nicht im Sinne einer Exkommunikation aus der Kirche ausgeschlossen, aber ihnen wird der Empfang von Sakramenten untersagt, auch vom Bußsakrament sind sie ausgeschlossen.
Nach katholischen Verständnis kann das 'Sakrament der Versöhnung auch' nur jemand empfangen, der getauft ist, also Christ ist.Dazu sagt der Canon 959 des CIC (Katholisches Kirchenrecht): "Im Sakrament der Buße erlangen die Gläubigen, die ihre Sünden bereuen und mit dem Vorsatz zur Besserung dem rechtmäßigen Spender bekennen, durch die von diesem erteilte Absolution von Gott die Verzeihung ihrer Sünden, die sie nach der Taufe begangen haben; zugleich werden sie mit der Kirche versöhnt, die sie durch ihr Sündigen verletzt haben."Dies ist aber auch einleuchtend, denn die Feier der Versöhnung ist eines der sieben Sakramente der katholischen Kirche. Und die katholische Kirche kann ja nur für ihre Mitglieder Regelungen aufstellen, die für den Empfang dieser Sakramente gelten.
Liebe Grüße:
Paul
MFF
Bernice schrieb am 26. September 2011
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Paul: Jeder der beichten will, darf beichten. Dazu muss man glaub ich nicht mal katholisch sein! Eine Absolution erhält man aber nur wenn Reue und der Vorsatz umzukehren vorhanden sind...

Übrigens kann auch jedermann und jedefrau egal welcher Konfession/Religion angehörig an einer katholischen Messe teilnehmen. Wer dazu auch die Kommunion unbedingt empfangen möchte, kann ja katholisch werden! winkjawohl Niemand hält ihn davon zurück. Er sollte einzig eine gute Vorbereitung haben!
Bernice
MFF schrieb am 26. September 2011
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Bernice schreibt:
".... Das Sakrament der Beichte ist z.B. für alle offen.
Liebe Bernice, nach meiner Kenntnis, ist das Sakrament der Beichte für Geschiedene-Wiederverheiratete nicht möglich, was ich ehrlich gesagt nicht verstehe, da ja eine Umkehr möglich ist, wenn man zukünftg wie Bruder und Schwester zusammenleben würde.
Liebe Grüße:
Paul
MFF
Bernice schrieb am 25. September 2011
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Liebe mary
Nicht im Stande der Würde zu sein, die hl. Kommunion zu empfangen, heisst nicht von der Kirche gänzlich ausgeschlossen zu sein. Das Sakrament der Beichte ist z.B. für alle offen. Und wer geschieden ist ohne erneut zu heiraten, resp. in keiner neuen Beziehung zusammenlebt, empfängt auch weiterhin die hl. Kommunion.

Zur Homosexualität: nur die praktizierte Homosexualität bezeichnet die Kirche als Sünde (also nicht die Neigung ansich). Ausserdem betont sie, dass jeder Mensch in seiner Würde respektiert und geachtet werden soll. (Der Mensch ist von seiner Sünde zu trennen.)

Es ist Aufgabe der Kirche, auf Fehlverhalten, sprich Sünden aufmerksam zu machen. Auch wenn die Zeiten sich ändern. Wer dann wieviel echte Nächstenliebe praktiziert hat, weiss in der Tat nur der Liebe Gott.
Bernice
Bernice schrieb am 25. September 2011
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Hallo mary
Das waren keine Jugendliche, die vorgetanzt haben, sondern erwachsene Profis.
Die Kirche schliesst übrigens niemand aus, höchstens schliessen sich Menschen selber aus. In der Kirche sind alle willkommen, die Kirche fordert aber auch etwas vom Menschen. Die Kirche nimmt den Menschen ernst, das macht sie glaubwürdig.
Wünsche dir noch sehr viel Offenheit für diesen wunderbaren Papst, der uns sehr viel zu sagen hat und uns ein gutes Beispiel vorlebt. wink
Bernice
peanutbecker schrieb am 25. September 2011
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Die Jugendvigil vom 24.9.2011 in Freiburg in voller Länge

http://www.kathtube.com/player.php?id=23236
peanutbecker
Josef schrieb am 25. September 2011
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Glück und Freude, Gemeinschaft und Gebet.
Und Dankbarkeit für einen, der Glauben-Hoffnung und Liebe vorlebt und es auch in Predigten allen verständlich machen kann.
Umso mehr, wenn "man" auch mit dem "Herzen hin hört."
Josef
Wenzel schrieb am 25. September 2011
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Ich habe mir das nicht angetan. Wo Zollitsch mit seinen unklaren Thesen unterwegs ist, kann nicht so viel Gutes gedeien, sogar wenn der Papst extra vorbeisieht.

Ich glaube auch, dass die Stimmung in Etzelsbach vollkommen anders bei den Eichsfeldern war, als in Freiburg. Schon allein wenn man den Leuten einfach beim Singen zusieht mit welcher Hingabe wo und wann gesungen wird, weiß man, womit man es zu tun hat...
Wenzel
waeltwait schrieb am 25. September 2011
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Liebe Bernice,

ich habe die Vigil nicht gesehen. Aus deiner Kritik am Rahmenprogramm entnehme ich, dass anschließend mal wieder so eine Art Jahrmarktstimmung herrschte.
Genau das ist der Grund warum ich keine großen religiösen Events mag.
Deshalb auch meine Begeisterung am Donnerstag wo im Olympiastadion nach der Heiligen Messe gesungen wurde, aber keine alles wieder zerstörende Jahrmarkstimmung herrschte.
Meine Frau erzählte mir, dass nach einem Treffen in Berlin/Ost nach dem Katholikentreffen überall in den Bahnen, Bussen und S-bahnen religiöse Lieder gesungen wurden, spontan angestimmt, aus der Seele kommend.
Aber hier im Westen kann man scheinbar gar nicht schnell genug wieder in den gottabgewandten Alltagssumpf zurückkehren.
Ich habe sowieso den Eindruck als wäre unser 84 jähriger Papst fast der einzige Gescheite überhaupt dort.

LG Manfred
waeltwait
Bernice schrieb am 24. September 2011
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...dann hast du's gut erwischt! daume Eigentlich motze ich ja nicht gerne rum, denn wenn man das Ganze betrachtet kann man ja wirklich sehr dankbar dafür sein, dass bisher alles gut gelaufen ist.
Bernice
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