JosefBordat ist online
Veröffentlicht am 18. Juli 2011, von JosefBordat in Bibel
Zu dieser Zeit sagten einige Schriftgelehrte und Pharisäer zu ihm: Meister, wir möchten von dir ein Zeichen sehen. (Mt 12, 38)

Gib uns ein Zeichen, mach uns ein Wunder! Wir kennen den Wunsch der Pharisäer nach empirischen Beweisen, der auch vor den Jüngern Jesu nicht Halt macht (Thomas hegt ihn mit seinem Vorbehalt der sinnlichen Wahrnehmung des Auferstandenen). Wir kennen ihn von uns selbst. Wir suchen nach dem ultimativen Zeichen, dem Wunder, das unseren Glauben für alle Zeiten festigt. Das kann dazu verführen, Zeichencharakter und Wunderhaftigkeit in alles Mögliche hineinzuprojezieren, was schlicht und ergreifend selten genug ist, dass man es nicht kennt und gleich einordnen kann.

Gerade die Kirche ist vorsichtig, wenn es um derartige Fälle geht.

Josef Bordat
Gästebuch
waeltwait schrieb am 19. Juli 2011
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Liebe Talita, du schreibst:

denke ich aber auch, dass es eine grundsätzliche Bereitschaft beim Menschen geben muss, die Zeichen und Wunder, die Gott ständig tut, auch zu erkennen. Und gerade DAMIT tun wir uns ja so schwer.

Da hast du völlig Recht. Wunder gibt es unentwegt, zu jeder Zeit, rund um die Uhr und rund um den Erdball. Nur sehen und richtig interpretieren muss man sie können und wollen.
Ich persönlich habe in meinen jungen Jahren viele solcher Wunder selbst erlebt. Wunder sind Ereignisse, die nach den Gesetzen der Natur nicht sein können.
Ich spreche nie über das was ich erlebt habe. Es war in diesen Fällen nur für mich bestimmt.
Von Glück gehabt kann ein denkender Mensch bei manchen Ereignissen nicht mehr sprechen.
Das ganze Leben ist ein Wunder. Atheisten sehen diese Wunder nicht. Es fehlt ihnen an der richtigen Grundeinstellung. Nur wer Augen hat zu sehen, kann sehen und etwas beschreiben. Die Seele der Atheisten ist blind. Und was sie nicht sehen, halten sie für nicht existent.
Das Leben halten die seelisch BLinden für einfach da. Es hat sich von selbst entwickelt. Aus ! Schluss!
Es gibte aber auch Menschen die wundersüchtig sind. Sie sehen Wunder wo es keine gibt.Sie könne ellenlange Beschreibungen von sich geben von Ereignissen, die nie stattgefunden haben. Diese Wunder bestehen nur in ihrer Phantasie. Solche Menschen schaden der Religion und der Verbreitung der frohen Botschaft vielleicht mehr als der normaler Sünder.
Für mich ist die Wiedervereinigung Deutschland ein Wunder.Ein Wunder welches ohne die Montagsgebete nie geschehen wäre. Allein die völlig unverständliche Verwirrung und Durcheinander der Informationen. Oder dass keiner mehr wußte wer für was zuständig war. Das Vorlesen der neuen Reisebestimmungen durch Günter Schabowski. Er las offen vor was er selbst nicht verstand und auch nicht glauben konnte. Man konnte es spüren, dass er in diesem Moment ein Medium war.
Sicherlich kann man das auch ganz anders sehen. Man kann überhaupt alles ganz anders sehen.
Aber das Handeln aller DDR Führungspersönlichleiten war völlig unlogisch, durcheinander und hilflos. Wer kann sich schon an einen so eigenartigen Niedergang eines Reiches in der Geschichte erinnern.

Oder das Werden und die Geburt eines Menschen oder Tieres von dem wir immer noch nicht wissen was da eigentlich im Kern vor sich geht. Wir können Materie sehen, aber das was man Leben nennt, kann man nicht sehen. Das Leben und die Weitergabe und damit die Ausbreitung des Lebens ist und bleibt ein Geheimnis.
Die Wunder die auf der Erde geschehen, mitten in unserem Leben werden in sehr vielen Fällen nicht erkannt.

LG Manfred
waeltwait
Stefan schrieb am 19. Juli 2011
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Was verstehen wir unter Wunder ??
Als Gläubiger muß ich doch sehen dass das ganze NT voller Wunder ist. Eine Jungfrauengeburt, Heilungen und Befreiungen, die Auferstehung Jesu.
Und in der heutigen Zeit - Heilungen durch das Gebet von " unheilbar Kranken ", Bekehrungen von Menschen die man nicht für möglich hielt. So kann man die Liste fortführen.
Ein Christ muß Wundergläubig sein, denn sonst könnte er das NT nicht für wahr finden !
Stefan
Talita schrieb am 18. Juli 2011
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Danke für die Ge-dank-en blink zum Thema 'Wunder'.

Beim Lesen des Evangeliums heute Morgen stolperte ich jedoch wieder über den Satz: "Ihnen wird kein anderes Zeichen gegeben als das des Jona."

Mal ganz abgesehen davon, dass die 'Fach-Theologie' Jona immer gerne als Lehrstück verkauft und ich erstaunlich finde, dass Jesus das anscheinend nicht wusste, sondern den 'Leuten von Ninive' die Chance gibt, die Skeptiker seiner Zeit am Ende der Zeiten anzuklagen floetach,
...
denke ich aber auch, dass es eine grundsätzliche Bereitschaft beim Menschen geben muss, die Zeichen und Wunder, die Gott ständig tut, auch zu erkennen. Und gerade DAMIT tun wir uns ja so schwer.

Etwas ist gutgegangen, knapp an der Katastrophe vorbeigeschliddert - aber gleich von 'Wunder' zu reden, ... na ja.

Die Frage ist: Traue ich Gott überhaupt das Wunder, die wunderbare Fügung zu?

Ja, und letztlich gipfelt es dann in dem Wunder, das Christus selbst ist. Da gebe ich Dir recht!

Liebe Grüße,

Talita
Talita