Zu dieser Zeit sagten einige Schriftgelehrte und Pharisäer zu ihm: Meister, wir möchten von dir ein Zeichen sehen. (Mt 12, 38)
Gib uns ein Zeichen, mach uns ein Wunder! Wir kennen den Wunsch der Pharisäer nach empirischen Beweisen, der auch vor den Jüngern Jesu nicht Halt macht (Thomas hegt ihn mit seinem Vorbehalt der sinnlichen Wahrnehmung des Auferstandenen). Wir kennen ihn von uns selbst. Wir suchen nach dem ultimativen Zeichen, dem Wunder, das unseren Glauben für alle Zeiten festigt. Das kann dazu verführen, Zeichencharakter und Wunderhaftigkeit in alles Mögliche hineinzuprojezieren, was schlicht und ergreifend selten genug ist, dass man es nicht kennt und gleich einordnen kann.
Gerade die Kirche ist vorsichtig, wenn es um derartige Fälle geht.
Josef Bordat