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Veröffentlicht am 30. Januar 2012, von JosefBordat in Theologie, Bibel, Kirche, Hinweise, Betrachtungen
Ich wünschte aber, ihr wäret ohne Sorgen. Der Unverheiratete sorgt sich um die Sache des Herrn; er will dem Herrn gefallen. Der Verheiratete sorgt sich um die Dinge der Welt; er will seiner Frau gefallen. So ist er geteilt. Die unverheiratete Frau aber und die Jungfrau sorgen sich um die Sache des Herrn, um heilig zu sein an Leib und Geist. Die Verheiratete sorgt sich um die Dinge der Welt; sie will ihrem Mann gefallen. Das sage ich zu eurem Nutzen: nicht um euch eine Fessel anzulegen, vielmehr, damit ihr in rechter Weise und ungestört immer dem Herrn dienen könnt. (Erster Brief des Apostels Paulus an die Korinther 7, 32-35)

Die Römisch-Katholische Kirche ist weltfremd. Im besten Sinne, nämlich derart, dass sie in der Welt wirkt – wo auch sonst! –, aber nicht von der Welt ist, nicht nach ihren Regel spielt, ihr fremd ist und bleibt. Ein ganz wichtiger Aspekt ist dabei der Umgang mit Sexualität und Partnerschaft. Die Priester und Ordensleute der Römisch-Katholischen Kirche leben ehelos, um sich ganz Gott und den Menschen hinwenden zu können, kompromisslos. Ohne Sprechzeiten. Ohne Wenn und Aber. So sollte es zumindest sein. Und der Zölibat soll dabei helfen.

Oder etwa nicht?


Josef Bordat
Gästebuch
love_shalom schrieb am 1. Februar 2012
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"Wer es fassen kann, der fasse es", sagt Jesus im Matthäusevangelium und meint damit den sinnvollen Einsatz, ein Leben ohne Partner und sexuell enthaltsam zu führen.

Aber ein so radikales Leben, das weiß auch der Nazarener, ist nicht für alle Menschen geeignet. Er selbst hat die enthaltsame und arme Lebensweise, die er vorlebte, niemals zur ewig gültigen Richtschnur erhoben: Es ist nur ein Vorschlag für eine bestimmte Lebensweise. Jesus hat im Evangelium zu diesem Leben "geraten". Es ist somit eine dynamische Lebensform, in der man ein Leben lang reifen kann.
"Wenn man Gelübde ablegt, ist das nichts Starres, sondern man lässt sich genau auf diese Dynamik ein", sagt Pater Kiechle.

Ganz lesen: "Wer es fassen kann, der fasse es"
love_shalom
MFF schrieb am 31. Januar 2012
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Über das Zölibat kann man viel diskutieren ohne auf einen Schluß zu kommen, deshalb erspare ich mir das.
Was mich stört ist der Umgang der kath. Kirche mit jenen Priestern, die den Zölibat im laufe der Jahre nicht leben können, und dazu öffentlich einstehen.DieVorgangsweise der Amtskirche mit ihnen finde ich nicht Christlich.
Liebe Grüße:
MFF
MFF
Stefan schrieb am 30. Januar 2012
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Das Zölibat wurde irgendwann einmal durch einen Papst eingeführt und es wird wohl auch so wieder aus dem katholischen Priestertum verschwinden. Schauen wir auf die orthodoxen Christen. Sie sind dem kath. am engsten Verbunden. Deren Priester dürfen verheiratet sein. In der Hirarchie dürfen aber nur unverheiratete höher aufsteigen !
Wieviele junge Menschen gehen ins Priesterseminar und legen sich für das Zölibat fest. Nach vielen Jahren fehlt ihnen ein menschlicher Partner. Er kommt in eine Zwickmühle und es gibt nicht wenig Kinder bei uns die ihren Vater nicht kennenlernen dürfen weil er in der Kirche dient. Die kath. Kirche zahlt in Deutschland jährlich enorme Summen an Alimente für Priesterkinder. Auch gibt es keinen " Berufsstand " bei uns indem es Prozentual so viele Homosexuelle Männer gibt wie bei den Ordensmännern und Priestern.
Es sind Menschen wie wir und es menschelt auch in ihnen wie bei uns.
Für das Zölibat wird es immer ein pro und contra geben, gerade so wie es der Betrachter sieht oder sehen will
Stefan
waeltwait schrieb am 30. Januar 2012
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Ich weiß zwar auch, dass Paulus das gesagt hat, aber wie es nunmal immer so ist im echten Leben, hat jede Münze zwei Seiten. Ich weiß auch was Paulus damit sagen wollte. Und Recht hat er. Nur darf man diese Ansicht nicht als einzige Möglichkeit ansehen, denn das Leben ist bunter als so Mancher denkt.
Wenn man das wörtlich nimmt, so bedeutet dies im Umkehrschluss, dass keiner der verheiratet ist, Frau und Kinder hat, Wert darauf legt Gott zu gefallen. Das kann es ja wohl nicht sein. Auch Noah nicht, der Gerechte vor dem Herrn.
Auch all die Priester und Bischöfe nicht, sie in der Jugend des Christentums z.Teil verheiratet waren.
All diese hatten kein Interesse an Gott, sondern nur an ihren Frauen. Komisch.
Und wer garantiert dafür, dass unverheiratete Priester immer nur Gott gefallen wollen und nicht etwa in erster Linie sich selbst ?
waeltwait
Rosenkranzkönigin schrieb am 30. Januar 2012
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danke
Rosenkranzkönigin