MFF
Veröffentlicht am 2. Februar 2012, von MFF
In den USA wird Mädchen das Ministrieren wieder verboten
Durch den restriktiven Kurs der Kirche fühlen sich in den USA immer mehr Pfarrer ermutigt, Ministrantinnen wieder auszuschalten. Über einen Fall berichtete „The Washington Post“ in großer Aufmachung.
Michael Taylor, Pfarrer von „Corpus Christi“ in South Riding (Diözese Arlington) hat im Pfarrblatt das Ende der Aufnahme von Ministrantinnen bekanntgegeben. Dutzende Familien protestierten daraufhin und gaben die Absicht bekannt, ihre Pfarre zu verlassen.
Paul Loverde, Bischof von Arlington, hatte es 2006 den Pfarrern freigestellt, auch Mädchen am Altar dienen zu lassen. In 60 Prozent der Pfarren dieser Diözese ist dies aber weiterhin verboten.
Manche Diözesen vertreten weiterhin eine „boys-only-Politik“. Zuletzt haben die Diözesen Lincoln (Nebraska) und Phönix (Arizona) ein Ministrantinnenverbot erlassen. Die neue Jugendseelsorge soll „weg vom Zeitgeist“ und „hin zu Berufungen“ orientiert werden.
Viele Pfarrer teilen Taylors Meinung, dass das Ministrieren Buben vorbehalten werden müsse, da nur sie Priester werden könnten.
In der Pfarre „Corpus Christi“ dürfen die bisherigen Ministrantinnen zwar weiter dienen, sie müssen jedoch andere Kleider anziehen als Buben.
Die von Jesuiten herausgege-bene Wochenzeitung „America“ hat bereits im Oktober 2011 eine Kampagne zur Rettung der 1994 vom Vatikan offiziell erlaubten Ministrantinnen in den USA initiiert: „Save the altar girls“.
In Deutschland gibt es mehr als 400.000 Ministranten, in Österreich schätzungsweise 50.000. Etwa die Hälfte von ihnen sind Mädchen.
(Neue Kirchenzeitung)
Mehr zum Thema: Frauenfeindlichkeit
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ChristophPaulus schrieb am 3. Februar 2012
1 Bewertung
Ich bin sprachlos.....!!!!!! Das kann doch wohl nicht angehen.....!!!!!!!

schreck
ChristophPaulus
MFF schrieb am 2. Februar 2012
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Ja du hast Recht lieber Manfred insbesonders was die Frauenfeindlichkeit der Piusbrüder anlangt:

In einem ursprünglich auf den Internetseiten der Priesterbruderschaft in Kanada veröffentlichten und inzwischen dort wieder gelöschten Hirtenbrief vom September 2001 sprach sich Richard Williamson gegen höhere Bildung und Selbstbestimmung für Frauen aus:

„Fast kein Mädchen sollte zu irgendeiner Universität gehen. <…> Aber wo finden weiterführende Mädchenschulen dann ihrerseits weibliche Lehrkräfte, wenn kein Mädchen mehr ein Studium absolviert? Man braucht keine Universität, um das meiste von dem zu lernen, was Mädchen unterrichtet zu werden brauchen, zum Beispiel Hauswirtschaft, Einrichtung und Unterhalt eines Heims, Pflege und Erziehung der Kinder, die geistige und soziale Vorbereitung auf die Ehe.“In einer mit den Piusbrüdern verbundenen Schule in Kansas wurde einer Schiedsrichterin die Tätigkeit verboten, da Frauen keine Autorität gegenüber Männern ausüben sollten .
MFF
waeltwait schrieb am 2. Februar 2012
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Wenn das so weitergeht, dann haben wir demnächst noch viel mehr Austritte zu beklagen, den dieses Hin-und Hergehüpfe in puncto Anweisungen macht die Kirche vollens unglaubwürdig. Alles wird als die alleinige Wahrheit dargestellt um dann wieder umgestoßen zu werden.
Ganz früher meinte man ja, der Ministrant sein so etwas wie eine Vorstufe zum Priestertum. Ob´s früher wirklich so war, kann ich nicht beurteilen, aber heute ist das bestimmt nicht so.
Wo ist denn die große Anzahl der Priester die z.B. aus den 200.000 Ministranten hervorgegangen sind ?
Ich habe langsam das Gefühl, dass die Piusbruderschaft einen sehr sehr großen Einfluss auf die nachkonziliare Kirche hat.
Nun sind die damals wilden Jungen, die maßgebend am Konzil beteiligt waren alt geworden. Scheinbar stehen sie nicht mehr zu den damalgen Beschlüssen.
Sehr eigenartig.
Von mir aus können die machen was sie wollen, ich habe sowieso meine eigne Meinung über den Glauben.

Ob die hl. Messe nun in deutsch oder Latein, Hand- oder Mundkommunion, Kommunionbänke und knieend oder ohne Kommunionbank stehend, egal. Für mich ist das Jacke wie Hose, denn ich weiß worauf es ankommt. Auf die seelische Haltung und nicht auf die Formen.
Meine Beziehung zu Gott ist eine direkte und geht nicht den Umweg über die Kirche. Die Kirche ist für mich da, nicht ich für die Kirche.

Denn Christus sagte: Keiner kommt zum Vater, denn durch mich.
Er sagte nicht: Keiner kommt zum Vater sondern nur durch die von mir gegründete Kirche. Die Kirche ist meiner Meinung nach von Christus gegründet worden, damit die, die an IHN glauben sich nicht völlig allein auf dieser gottabgewandten Welt fühlen, sondern damit die, die an IHN glauben sich in Liebe zueinander helfen und stärken, wenn den Einen oder Anderen der Mut zum Glauben verlässt.
Dass Christus der Kirche gewisse Vollmachten gegeben hat übersehe ich nicht. Aber bei der Ausübung dieser Vollmachten ist doch wohl Voraussetzung dass die, die diese Vollmachten haben ´sich auch vom Geist Gottes führen lassen und nicht nach ihrem eigenen willkürlichen Denken diese Vollmachten ausüben.

Wenn das so weitergeht und die Kirche in alle nur denkbaren Richtungen auseinander strebt, dann ist der große Auseinanderfall nicht mehr weit. Aber vielleicht ist es ja auch Gottes Wille, dass seine Kirche der Zukunft aus Menschen besteht, die nichts anderes als die Botschaft der Liebe gelten lassen und auch ausschließlich Solches den Menschen verkünden.
waeltwait