Rosenkranzkönigin
Veröffentlicht am 1. Februar 2012, von Rosenkranzkönigin
2.  Liebe ist Demut

Für den heiligen Kirchenlehrer Franz von Sales (1567-1622) hat die Demut unter den vielen Tugenden des christlichen Lebens den ersten Platz neben der Liebe.
Für ihn sind diese beiden Tugenden – Liebe und Demut - eng miteinander verbunden, ja fast identisch: „Die Demut,“ so sagt er, „ist nicht nur liebevoll, sie ist auch zart und schmiegsam. Liebe ist Demut, die zur Höhe steigt, Demut ist Liebe, die sich niederneigt.“ In einer Adventpredigt hören wir seine Worte: „Nicht ohne Grund wird die Demut die Grundlage aller Tugenden genannt, denn ohne sie gibt es keine Tugend; und obgleich sie nicht die erste ist - die heilige Liebe und die Liebe zu Gott übertreffen sie an Würde und Wert -, so haben doch beide eine solche Anteilnahme und Verbindung miteinander, dass die eine nie ohne die andere vorhanden ist.“ Die Demut führt zum Vertrauen auf Gott und Vertrauen auf Gott führt zur Liebe.
Alle anderen Tugenden sind mit der Liebe und der Demut verbunden. Wenn jemand diese zwei Tugenden nicht besitzt, dann hat er überhaupt keine echte und gediegene Tugend. Wenn aber die Seele diese beiden hat, dann werden die anderen Tugenden fast automatisch folgen.
Gästebuch
waeltwait schrieb am 1. Februar 2012
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Liebe Hildegard,

Da bin ich genau der selben Ansicht. Ich würde sogar sagen, dass Liebe und Demut wie siamesische Zwillinge zusammen gehören. Trennt man sie, wird´grauslich .
Liebe und Demut führen auch zu Gefühlen wie Dankbarkeit, Toleranz im Sinne von ertragen können, Weisheit, Verstand im Sinne von verstehen können, Duldsamkeit.
Liebe und Demut zusammen sind das Gegenteil von Ergeiz.
Liebe ist Demut, die zur Höhe steigt, Demut ist Liebe, die sich niederneigt.

Wunderbar und völlig richtig dazu ausgedrückt.

daume

LG Manfred
waeltwait