Rosenkranzkönigin
Veröffentlicht am 11. Februar 2012, von Rosenkranzkönigin
Die Frömmigkeit -

die Tugend, die den Glauben mit dem Leben verbindet

Inhalt...
1. Ein Ja zur Frömmigkeit
2. Was ist Frömmigkeit?
3. Die wahre Frömmigkeit
4. Die Frömmigkeit ist das Schönste
5. FRAGEN ZUM NACHDENKEN





Die Tugend der Frömmigkeit zählt zu den sieben Gaben des Heiligen Geistes. Nach alter christlicher Lehre ist jeder Christ mit dieser Tugend begabt. In den letzten Jahrzehnten schien es allerdings, dass mit den Worten „Frömmigkeit“ oder „fromm sein“ alles andere als eine Gabe oder Tugend zum Ausdruck gebracht wurde. Der „Fromme“, das war eher der „Weltfremde“, der den Boden zur Wirklichkeit verloren hat. Fromm sein war nicht mehr in, weil man glaubte, dadurch zu einer Kategorie von Christen gezählt zu werden, die etwas abfällig „Betschwestern“ oder „Betbrüder“ genannt wurden. All das macht aber nur deutlich, dass diese Tugend gründlich missverstanden wurde. Damit ist dem Christen mit dem Begriff auch etwas sehr Wertvolles für den Glauben verloren gegangen.

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1.  Ein Ja zur Frömmigkeit


In seinem jüngsten Buch „Im Angesicht des Absoluten. Hinführung zur Mitte christlicher Spiritualität“ setzt sich der bekannte deutsche Jesuit Josef Sudbrack, der 2005 seinen 80. Geburtstag feierte, dafür ein, das „Fromm sein“ oder die „Frömmigkeit“ wieder in die Mitte unseres christlichen Glaubens zu stellen. Sudbrack meint, er wisse einfach für das, was er in seinem Buch zum Ausdruck bringen möchte, keinen besseren Begriff. Er möchte Theologie, also das Wissen über den Glauben, mit der Spiritualität, also den Vollzug des Glaubens im Leben, miteinander verbunden wissen. Genau das wird seiner Meinung nach mit den Worten „Frömmigkeit“ und „Fromm sein“ am besten ausgedrückt. „Frömmigkeit“ ist genau jene Tugend, die den Brückenschlag, diese Verbindung zwischen Theologie und Spiritualität am besten schafft.
Damit spricht Sudbrack mit anderen Worten aus, was einer seiner berühmten Mitbrüder vor vielen Jahren auch schon gesagt hatte, nämlich Karl Rahner (1904-1984), einer der einflussreichsten Theologen des 20. Jahrhunderts: „Der Christ der Zukunft wird ein Mystiker sein, oder er wird nicht mehr sein.“ Der Christ der Zukunft wird also „fromm“ sein und die Tugend der Frömmigkeit üben, oder er wird nicht mehr sein. Die Tugend der Frömmigkeit wird sein Leben prägen.

http://www.franz-sales-verlag.de/fsvwiki/index.php/Lexikon/Fr%f6mmigkeit
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