SandraSabine
Veröffentlicht am 6. Oktober 2009, von SandraSabine

Von einem Ordensmann erhielt ich einmal eine Postkarte mit dem Bild eines Rosenkranzes, unter dem zu lesen war: "Die radikalste Weise, sich einzumischen". Manche skeptischen Beobachter der katholischen Frömmigkeit wären gewiß eher geneigt, dieses Gebet mit der fuga mundi, mit dem Rückzug aus der Unruhe dieser Welt in ein stilles, entrücktes Reich geistlicher Anmutungen und schöner Gedanken zu verbinden. Aber das gläubige Volk weiß es sehr wohl: Gerade das Rosenkranzgebet bedeutet eine wirkmächtige Teilnahme an den großen und kleineren, den sichtbaren und unsichtbaren Geschehnissen, die sich auf der Bühne des Lebens abspielen.

Wer zählt die Wunder, die sich schon im Zusammenhang mit diesem Gebet ereignet haben? Allein mit den eindrucksvollen äußeren Wundern, mit den Krankenheilungen, den abgewendeten Naturkatastrophen, den siegreichen Schlachten der Christenheit und anderem mehr könnte man dickleibige Bücher füllen. Aber noch zahlreicher und erstaunlicher sind die inneren Wunder, die von der geistigen Macht des Rosenkranzes zeugen. In wie vielen Herzen mag die Gottesmutter ihrem Sohn gerade durch dieses Gebet die Wege bereitet haben? Bekehrungen, überwundene Laster und Süchte, Berufungen zum geistlichen Stand, gute Ehen und Familien - vermutlich kennt jeder von uns bewegende Beispiele für die Fruchtbarkeit des Rosenkranzgebetes. Deren ganze Fülle aber können wir allensfalls erahnen; und wahrscheinlich bleiben unsere Ahnungen weit hinter der Wirklichkeit zurück.

Man wendet gegen den Rosenkranz ein, er rücke Maria ungebührlich in den Mittelpunkt. Doch in Wahrheit ist das exakte Gegenteil der Fall: Richtig gebetet, ist der Rosenkranz durch und durch "christozentrisch". Gleicht nicht jedes "Ave Maria" einer kunstvollen Monstranz, die uns in ihrem Zentrum Jesus zeigt, Ihn, für den allein das Meisterwerk der makellosen Jungfrau geschaffen und so reich begnadet wurde? So lenken auch alle Gesätze des Rosenkranzes unseren Blick auf Ihn. Sein Leben und Sterben, Seine Verherrlichung und die Frucht Seines Erlösungsopfers (aufstrahlend in der Aufnahme Mariens in den Himmel und ihrer Krönung) werden zum Gegenstand unserer glaubenden, hoffenden und liebenden Betrachtung. Reinster "Christozentrismus", also. Aber eben ein "Christozentrismus", den uns die jungfräuliche Mutter des Herrn vermittelt. Wir werden hier gleichsam an ihrer Hand durch die Geheimnisse Jesu geleitet und lernen, Ihn mit ihren Augen anzuschauen, mit ihrem Herzen zu lieben.

Das Rosenkranzgebet ist für den niedrigsten Menschen nicht zu hoch, für den höchsten nicht zu niedrig. Diese bewegliche und anschmiegsame Kette kann in einzigartiger Weise allen alles werden. Grund genug, dass wir alle besonders in diesem Oktobermonat den Rosenkranz mit neuer Treue, treuer Freude und freudigem Vertrauen pflegen. Sollte sich nicht auch an uns und an denen, die wir innig in unser Beten einschließen, seine wunderbare Kraft erweisen können? Mischen wir uns also auf derart radikale Weise ein!

P. B. Deneke FSSP aus Informa.bl. Prieserbruderschaft St. Petrus

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SandraSabine schrieb am 7. Oktober 2009
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Original von: "Spirit

Dieser Beitrag ist sehr stimmig,finde ich jedenfalls.Ich fühle mich sehr gut verstanden mit diesen Aussagen,und kann voll dahinter stehen.So sehe ich den Rosenkranz auch,vielen Dank,Sandra-Sabine.




Übrigens,meinen Ehering habe ich leider im Garten verloren,aber,ich trage immer einen Rosenkranzring an seiner Stelle,den ich auch öfter beten könnte,jedenfalls bedeutet mir der Rosenkranz viel,seit vielen Jahren habe ich ihn mir zu eigen gemacht,wie ihr warscheinlich auch,weil die liebe Mutter GOTTES es so haben möchte,deshalb ist er mir auch wichtig geworden,und,weil man sich daran so schön festhalten kann.Und,weil er alles beinhaltet,was unseren Glauben ausmacht!


Sehr schön, liebe Spirit das mit Deinem Ehering, wundervolle Idee ihn durch einen Rosenkranzring zu ersetzen! Man kann die Ehe auch sehen als eine Ehe mit Christus zusammen, also Du und Dein Mann und Christus, ihr seid eng miteinander verbunden! Das ist das Beste, was einer Ehe passieren kann! Super.

Viele heiraten kirchlich, wissen aber nicht, dass bei der kirchlichen Trauung sie eigentlich zu Dritt sind, Gott kommt auch in die Ehe mit rein. Viele lassen Gott dann in der Kirche traurig zurück. Sie nehmen ihn nicht mit in den Alltag, in den Beruf u.s.w. Das ist sehr schade.

SandraSabine
Spirit schrieb am 7. Oktober 2009
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Dieser Beitrag ist sehr stimmig,finde ich jedenfalls.Ich fühle mich sehr gut verstanden mit diesen Aussagen,und kann voll dahinter stehen.So sehe ich den Rosenkranz auch,vielen Dank,Sandra-Sabine.


Übrigens,meinen Ehering habe ich leider im Garten verloren,aber,ich trage immer einen Rosenkranzring an seiner Stelle,den ich auch öfter beten könnte,jedenfalls bedeutet mir der Rosenkranz viel,seit vielen Jahren habe ich ihn mir zu eigen gemacht,wie ihr warscheinlich auch,weil die liebe Mutter GOTTES es so haben möchte,deshalb ist er mir auch wichtig geworden,und,weil man sich daran so schön festhalten kann.Und,weil er alles beinhaltet,was unseren Glauben ausmacht!

Spirit