Siegfried-Karl
Veröffentlicht am 31. Oktober 2011, von Siegfried-Karl in Liturgie, Glaubensmoral, Theologie, Informationnen, Andachten
Hymnus des Christkönigsfestes




1. Den hehren Fürst der Ewigkeit,
der Völker Herrscher Jesus Christ,
ihn ganz allein erkennen wir
als aller Herzen König an.

2. Es ruft der Gegner wilde Schar:
„Wir wollen nicht, dass Christus herrscht!"
Doch wir erklären freudig, gern,
als allerhöchsten Herren ihn.


3. O, Christus, hehrer Friedensfürst,
beug der Rebellen trotzig Haupt,
und führe die Verirrten all
zur einen Herde wieder heim!

4. Dafür hängst Du am Kreuzesstamm,
die Arme weithin ausgespannt,
und zeigst Dein liebeglühend Herz,
das von dem Speer durchstoßen ist.

5. Dafür wohnst Du auf dem Altar,
verborgen unter Wein und Brot,
und strömst aus der durchbohrten Brust
in Deiner Kinder Seelen Heil.

6. Dir schuldet jede Staatsgewalt
Verehrung, öffentlichen Ruhm;
Dich ehre Recht und Wissenschaft,
Gesetze, Künste achten Dein!

7. Es neige jede Königskron
und jedes Zepter sich vor Dir!
Mach jedes Haus und jedes Land
mit milder Hand Dir untertan!


8 .Dir, Jesus, sei das Lob geweiht,
der Du das Weltenzepter führst,
mit Gott, dem Vater, und dem Geist
von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen.

Anmerkung:
Dieser Hymnus „Te saeculorum principem“ wurde in der nachkonziliaren Liturgie gekürzt.

Die Strophen 2, 6 und 7 (farblich hervorgehoben) sind ersatzlos gestrichen.

Dies finde ich traurig.

Weihe des Menschengeschlechtes

(von Papst Leo XIII.)

Liebster Jesus, Erlöser des Menschengeschlechtes, blicke herab auf uns! In Demut knien wir hier vor Deinem Altar. Dein sind wir, Dein wollen wir sein. Um jedoch immer inniger mit Dir verbunden zu werden, darum weiht sich heute ein jeder von uns freudig Deinem heiligsten Herzen.

Viele haben Dich niemals erkannt, viele lehnen Deine Gebote ab, weisen Dich zurück. Erbarme Dich ihrer aller, gütigster Jesus, und ziehe alle an Dein heiligstes Herz.

Sei Du, Herr, König nicht nur über die Gläubigen, die nie von Dir gewichen sind, sei es auch über die verlorenen Söhne, die Dich verlassen haben. Gib, daß sie bald ins Vaterhaus zurückkehren und nicht vor Elend und Hunger zugrunde gehen. Sei Du König auch über die, die durch falsche Lehren sich täuschen lassen oder durch Spal­tungen von Dir getrennt sind. Rufe sie zur sicheren Stätte der Wahrheit und zur Einheit des Glaubens zurück, damit bald nur eine Herde und ein Hirt werde.

Sei Du König über alle, die immer noch vom alten Wahn des Heidentums oder des Islams um­fangen sind; entreiße sie der Finsternis und führe sie zum Licht und Reiche Gottes. Blicke endlich voll Erbarmen auf die Kinder des Volkes, das ehedem das auserwählte war. Möge das Blut, das einst auf sie herabgerufen wurde, als Bad der Erlösung und des Lebens auch über sie fließen.

Verleihe, Herr, Deiner Kirche Wohlfahrt, Sicher­heit und Freiheit; verleihe allen Völkern Ruhe und Ordnung. Gib, daß von einem Ende der Erde bis zum ändern der eine Ruf erschalle: Lob sei dem göttlichen Herzen, durch das uns Heil geworden; ihm sei Ruhm und Ehre in Ewigkeit. Amen.

Dieses von Papst Leo selbst formulierte Weihegebet der Menschen an Jesus Christus wurde um den rot gekennzeichneten Abschnitt durch Papst Johannes XXIII. ersatzlos gekürzt.
Das ist für mich ein nicht zu verstehender Kürzungsvorgang. Das Weihegebet in der ursprünglichen Fassung finde ich besonders ansprechend.
Gästebuch
waeltwait schrieb am 1. November 2011
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Ich finde auch, dass diese beiden Strophen zu Unrecht gestrichen worden sind.
waeltwait
Wenzel schrieb am 31. Oktober 2011
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Leo XIII. würde heute durch dieses Gebet eine Islamophobie oder Hass gegen das Heidentum vorgeworfen. Da war der Johannes doch sicher ein Prophet der Political Correctness!ach
Wenzel
Rosenkranzkönigin schrieb am 31. Oktober 2011
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Ich auch.bete-1
Rosenkranzkönigin