Siegfried-Karl
Alma von Stockhausen erklärt das Grundproblem von Martin Luther, wie seine Lehre in die Kirche kam und wie sie zu überwinden ist.

Der Beitrag ist sehr interessant und sollte auch Im Jahre 2012, da die Mitgliueder der Protestantischen Gemeinschaften ein Jubiläum feier uns Katholiken helfen das eigene Bild zu klären, welches wir von M. Luther besitzen.


Eine Irrlehre des Protestantismus ist die Lehre „sola scriptura“, d.h. „allein die Schrift“, die somit der biblischen Lehre „Schrift und Tradition“, die die Katholische Kirche vertritt, widerspricht. Zusammen mit „sola fide“, „sola gratia“, „solus Christus“ bildet die Irrlehre „solas criptura“ wesentliche Grundsätze der protestantischen Theologie.

„Sola scriptura“ bedeutet, das allein die Heilige Schrift die Authorität für Glauben und Praktiken der Christen sei. Ich hatte mir vor etwa einem Jahr die Mühe gemacht, das NT nach dieser Lehre abzusuchen, doch ich habe keine einzige biblische Textstelle dazu gefunden, die „allein die Schrift“ lehren würde.

Um diese unbiblische Lehre biblisch zu rechtfertigen, bezieht man sich auf „Alle Schrift ist von Gott eingegeben und nützlich zur Lehre, zur Überführung, zur Zurechtweisung, zur Unterweisung in der Gerechtigkeit...“(2. Tim. 3:16).

Ja, alle Schrift ist von Gott gehaucht, inspiriert, und sie ist gut zur Lehre ... (2 Tim3,16-17), das behauptet auch die Katholische Kirche! Hier wird der Ursprung der Bibel und werden die Vorzüge der Bibel beschrieben, aber es wird aber nicht gesagt, sie alleine wäre die Grundlage der Lehre.

Weil also das protestantische Dogma „sola scriptura“ nicht biblisch ist, so ist es selbst protestantische Tradition! Ein Widerspruch in sich selbst! Nur: Gottes Geist widerspricht sich nicht! Denn wie ist eine nachbiblische Überlieferung oder Tradition mit „die Schrift allein“ vereinbar, wo doch in der Bibel selbst davon keine die Rede ist? Die Bibel selbst aber lehrt genau das, was die Kirche lehrt: Die Schrift plus Tradition/Überlieferung! Die Bibel lehrt, dass sie Gottes Wort ist, doch sie lehrt nicht, dass allein das Wort Gottes ist!

Eine weitere Grundlage der Lehre gemäß der Bibel ist nicht nur die Bibel selbst, sondern auch die apostolische Tradition/Kirche. Dies wird z.B. im Hirtenbrief des Judas sehr deutlich. Zu der Zeit, als Judas, der Bruder des Jakobus, diesen Brief Ende der 60er Jahre des 1. Jahrhunderts schrieb, bestand die Heilige Schrift gemäß dem NT nur aus der jüdischen Bibel und den sog. „synoptischen Evangelien“. Aus diesem Grund wird in den Apostelbriefen fast nur aus den Schriften der jüdischen Bibel zitiert, die man zu der Zeit als Heilige Schrift bezeichnete und betrachtete. Nur ein einziges Mal wird im NT als Heilige Schrift das Evangelium nach Lukas und Matthäus bezeichnet, da Paulus in seinem ersten Brief an Timotheus aus diesen Evangelien zitiert bzw. sich darauf bezieht und sie zusammen mit dem 5. Buch Mose als „Schrift“ bezeichnet. Er schreibt:

„Denn es sagt die Schrift: ‚Du sollst einem dreschenden Ochsen das Maul nicht verbinden‘ und:‚Der Arbeiter ist seines Lohnes wert‘. Gegen einen Presbyter nimm eine Klage nur an bei ‚zwei oder drei Zeugen‘“ (1 Tim 5,18)

Die Aussage Jesu „Der Arbeiter ist seines Lohnes wert“ ist ein wörtliches Zitat, das nur im Lukas-Evangelium zu finden ist. Also zählte der Apostel Paulus das Lukas-Evangelium genauso wie das 5.Buch Mose zur Heiligen Schrift. Anschließend nimmt er Bezug auf das Matthäus-Evangelium, nachdem Jesus Christus in Anlehnung an 5 Mo 19,15 zwei oder drei Zeugen gegen einen Bruder fordert ,der sich gegen einen versündigt hat.

Auch wenn explizit kein Verweis auf das Markus-Evangelium in den Apostelbriefen gegeben ist, so dürfte auch das Markus-Evangelium in jener Zeit zur Heiligen Schrift gezählt worden sein, da es dem Matthäus- und Lukas-Evangelium inhaltlich und in seiner Form stark ähnelt und noch vor dem Matthäus- und Lukas-Evangelium verfasst wurde.

Wenn wir nun ehrlich sind und uns wirklich an das NT halten, an Gottes Wort der Schrift, dann stellen wir fest, dass in den 60er Jahren des 1. Jahrhunderts auf jeden Fall nur die synoptischen Evangelien und die jüdische Bibel die Heilige Schrift der Kirche bildeten (die synopt. Evangelien allerdings noch nicht formell). Hinweise auf andere Schriften als Teil der Hl. Schrift zur Zeit der Apostel aus der Zeit zwischen 50 und 70 gibt es in den Briefen der Apostel nicht!

Nirgends geht aus dem NT hervor, dass die Apostelbriefe zur Heiligen Schrift gezählt wurden. Im Nachhinein waren die Apostelbriefe zwar Gottes Wort der Schrift, aber sie waren in jener Zeit nicht Teil der Hl. Schrift, sondern Tradition, d.h. Gottes Wort in der Tradition!

Ob Gottes Wort in der Schrift oder Gottes Wort in der Tradition ist gemäß der Schrift das gleiche, denn Gottes Wort bleibt Gottes Wort, ganz gleich ob in der Bibel oder in der Tradition!

Wenn man nun von dem Dogma „sola scriptura“ ausgeht, das, wie wir festgestellt haben, kein biblisches Fundament hat, müssen wir das so auch annehmen! Und das hat gravierende Konsequenzen: Die Briefe der Apostel zählten gemäß dem NT nicht zu der Hl. Schrift, tatsächlich aber als Gottes Wort in der Überlieferung/Tradition, die später von der Kirche Christi in die Schrift aufgenommen wurden, und erst hier zum Wort Gottes in der Schrift wurden.

Doch kommen wir nun zurück zum Judasbrief. Judas verwendet in seinem Brief nicht nur Aussagen aus der damaligen Heiligen Schrift, sondern nimmt auch Bezug auf Inhalte der jüdischen und kirchlichen Tradition. So nimmt Judas in Vers 9 seines Briefes Bezug auf die jüdische Tradition (Buch „Himmelfahrt des Mose“), wenn er schreibt:

„Nichteinmal der Erzengel Michael wagte, als er mit dem Teufel kämpfte und um den Leib des Moses stritt, ein schmähendes Urteil zu äußern, sondern sprach: ‚Der Herr soll dich strafen.“

Und in Vers 14-15 zitiert er aus dem Äthiopischen Henochbuch:

„Siehe, es kommt der Herr mit seinen Zehntausenden, um Gericht zu halten über alle und alleGottlosen zur Rechenschaft zu ziehen wegen all ihrer gottwidrigen Werke, die sie verübt haben,und wegen all der Lästerungen, die sie ausgesprochen haben wider ihn als gottlose Sünder.“

Und schließlich greift er in 17-19 auf die kirchliche Tradition zurück, wenn er schreibt:

„Ihr aber, Geliebte, erinnert euch der Worte, die von den Aposteln unseres Herrn Jesus Christus imvoraus angekündigt wurden, da sie euch sagten, dass am Ende der Zeit Spötter auftreten werden,die nach ihren gottwidrigen Lüsten leben; sie sind es, die Zwietracht/Spaltung stiften/hervorrufen,Sinnesmenschen, die den Geist nicht haben.“

Unter anderem nimmt Judas hier Bezug auf Paulus in 2 Tim 3,1-9:

„Das sollst du wissen: In den letzten Tagen werden schwere Zeiten anbrechen. Die Menschenwerden selbstsüchtig sein, habgierig, prahlerisch, überheblich, bösartig, ungehorsam gegen dieEltern, undankbar, ohne Ehrfurcht, lieblos, unversöhnlich, verleumderisch, unbeherrscht,rücksichtslos, roh, heimtückisch, verwegen, hochmütig, mehr dem Vergnügen als Gott zugewandt.Den Schein der Frömmigkeit werden sie wahren, doch die Kraft der Frömmigkeit werden sieverleugnen. Wende dich von diesen Menschen ab. Zu ihnen gehören die Leute, die sich in dieHäuser einschleichen und dort gewisse Frauen auf ihre Seite ziehen, die von Sünden beherrschtund von Begierden aller Art umgetrieben werden, Frauen, die immer lernen und die doch nie zurErkenntnis der Wahrheit gelangen können. Wie sich Jannes und Jambres dem Mose widersetzthaben, so widersetzen sich auch diese Leute der Wahrheit; ihr Denken ist verdorben, ihr Glaubebewährt sich nicht. Doch sie werden wenig Erfolg haben, denn ihr Unverstand wird allenoffenkundig werden, wie es auch bei jenen geschehen ist.“

„Ihr aber Geliebte, erinnert euch der Worte, die von den Aposteln unseres Herrn Jesus Christus im voraus verkündet wurden …“ - diese Worte der Apostel waren in jener Zeit als Gottes Wort noch Überlieferung/Tradition, die gemäß dem NT nicht Teil der Schrift war. An einer anderen Stelle verweist Judas ausdrücklich auf die Überlieferung, wenn er schreibt:

„Geliebte! In der Absicht, euch aus ganzer Besorgtheit über unser gemeinsames Heil zu schreiben, hielt ich es für nötig, euch schriftlich zu ermahnen, dass ihr euch einsetzet für den Glauben, der ein für allemal den Heiligen überliefert wurde.“ (Jud. 3)

Hier spricht Judas also von der Überlieferung, Tradition, und nicht von der Schrift!

Die Bedeutung mündlicher Tradition etwa wird vom Hl. Paulus ausdrücklich betont (siehe etwa 1Thess. 2,13). Die Autorität und Tradition der Kirche wird zum Beispiel im ersten Konzil von Jerusalem deutlich (Apg 15,29,30).

Dann will ich noch auf die Worte Paulus' in 2 Tim. 1,13-14 und 2,1-13 verweisen:

„Als Vorbild gesunder Lehren halte dich an das, was du von mir gehört hast … Behüte das anvertraute kostbare Gut durch den Hl. Geist, der in uns wohnt!“ (2 Tim. 1,13-14)

Was Timotheus von Paulus gehört hat! - Und das ist nicht Wort Gottes in der Schrift, sondernWort Gottes in der mündlichen Tradition/Überlieferung!

Weiter:

„Du also, mein Kind, sei stark in der Gnade, die in Christus Jesus ist. Und was du von mir gehört hast vor vielen Zeugen, das vertraue zuverlässigen Menschen an ...“ (2,1-2)

Das, was Timotheus von Paulus vor vielen Zeugen gehört hat, das warmündliche Tradition/Überlieferung, und diese Paulusworte, sollte Timotheus „zuverlässigen Menschen“ anvertrauen. Und auch das ist wieder Gottes Wort in der kirchl. Tradition.

Paulus weiter: „... doch das Wort Gottes ist nicht gefesselt ...“ (2,9)

Das Wort Gottes ist nicht gefesselt, lehrt Gott durch Paulus! Die Protestanten wollen es aber fesseln, indem sie es nur auf die Schrift beschränken. Sie nehmen das Wort Gottes gefangen und sperren es in die Bibel ein, und lassen kein nachbiblisches Wort Gottes (in der Tradition) zu, lassen es nicht zu, dass Gott im Hl. Geist durch die Kirche sein Wort spricht. Gott aber lässt sich nicht gefangennehmen, er spricht weiter durch den Hl. Geist, der "weht, wo er will!", wie Christus sagt! Paulus weiter:

„Glaubhaft ist ja das Wort: 'Sind wir mit ihm gestorben, werden wir mit ihm auch leben. Wenn wir ausharren, werden wir mit ihm auch herrschen; wenn wir verleugnen, wird auch er uns verleugnen. Wenn wir treulos sind, so bleibt er doch treu, denn er kann sich nicht selber verleugnen'“. (2, 11-13)

Dieses Wort Gottes, das Paulus hier zitiert, entnimmt er einer überlieferten kirchlichen Quelle, die in jener Zeit noch bekannt war. Sie gehörte jedoch nicht zur Hl. Schrift, sondern war Gottes Wort in der kirchlichen Tradition, aus der Paulus Gottes Wort schöpfte.

Betrachtet man auch 1 Kor 10,4, dann stellt man fest, dass Paulus hier von einem Felsen spricht, der mit den Juden zog. Sieht man sich diese Stelle im Alten Testament an (Moses schlägt mit dem Stock gegen den Felsen, damit Wasser herauskommt), findet man hier aber nichts dergleichen, jedoch in der jüdischen Tradition, die von den Rabbinern weiter gegeben wurde.

Manch einer könnte nun fragen, warum dann Jesus und seine Jünger die Heilige Schrift zitiert hätten, wenn sie etwas klarstellen wollten?

Diese Frage jedoch ist falsch, denn Jesus bezog sich sowohl auf die damalige Hl. Schrift, bestehend aus den Büchern des AT's, und auf jüdische Überlieferung/Tradition und überlieferte selbst Neues über die damalige Hl. Schrift hinaus, wenn er z.B. über die Schrift und jüdische Tradition hinaus sagte: „Ihr habt gehört, Du sollst Deinen Feind hassen“ - „Ich aber sage euch, liebt eure Feinde ...“ Hier überliefert Jesus Christus Gottes Wort, das weder in der Schrift stand noch in der jüd. Tradition weitergegeben wurde. Er geht über das alles sogar noch hinaus und überliefert selbst (Tradition!).

Dann bestätigt Jesus Christus sogar die Autorität der Pharisäer und Schriftgelehrten (Tradition). In Mt. 23,2 erklärt Jesus, dass die Schriftgelehrten und Pharisäer „auf dem Stuhl des Mose sitzen“. Das war Tradition, denn, so Jesus unmittelbar weiter: „Tut und haltet alles, was sie euch sagen, nach ihren Werken aber richtet euch nicht“ (Mt. 23,3)

Jesus forderte die Juden also auf, nicht nur nach der damaligen Schrift zu leben, sondern auch nach der Überlieferung/Tradition der Schriftgelehrten und Pharisäer, die, so gottlos sie im Großen und Ganzen auch waren, dennoch Gottes Wort auch in der Tradition/Überlieferung weitergaben.

Außerdem ist die Bezeichnung „Stuhl des Moses“ kein Begriff aus der damaligen Bibel, sondern ebenfalls aus der jüdischen Tradition. Und dieser Begriff aus der jüd. Tradition war nach Jesus Christus wahrhaftig. Es gab den „Stuhl des Moses“ und Christus stützt ihn auch, obwohl er in der damaligen Bibel nicht vorkam. Der Begriff stammt genau genommen aus der zunächst mündlich überlieferten Mishna, in der von einer Art Nachfolge in der Lehre die Rede ist, die sich bis auf Moses zurück führen lässt. Und diese jüdische Überlieferung bestätigt Jesus Christus und zählt sie zum Wort Gottes.

Sola Scriptura ist somit eine Vorstellung, die von der Bibel nicht vertreten wird - und schon garnicht von Jesus Christus. Die einzigen, die im Judentum jemals die mündliche und schriftliche Tradition verworfen hatten, waren die Saduzäer, so wie es heute die Protestanten tun! Deshalb haben die Sadduzäer auch so einiges andere verworfen, etwa die Auferstehung von den Toten.

Somit kommen wir in der Tat zu dem Schluss: Das Dogma „sola scriptura“ ist in sich selbst widersprüchlich und unbiblisch, sie selbst ist nachbiblische Tradition seit der Reformation, die der Lehre der Bibel widerspricht. Die Lehre der Kirche dagegen ist biblisch: Gottes Wort in der Schrift und Gottes Wort in der Tradition.

Ünernommen von:
http://www.razyboard.com/system/morethread-sola-scriptura-forumtradi-2207688 -5977075-0.html
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waeltwait schrieb am 22. Januar 2012
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Lieber Paul,

daume

Ich finde, selbst wenn Luther gewisse negative Äußerungen gemacht hat, so ist zu bedenken, dass Luther kein evangelischer Jesus und somit kein Christus und Gottes Sohn ist. Sein Wort ist nicht Evangelium.
Weiterhin bin ich der Meinung, dass es auf die Gläubigen von heute ankommt. Würden nämlich alle Evangelischen rein nach der Lehrmeinung Luthers leben, entsteht die Frage; woher kommnen dann all die Zersplitterungen.
Die evangelischen Kirchen haben sich auch z.T. katholisiert und nicht nur umgekehrt.
Wenn man zusammenkommen will muss man langsam Unterschied für Unterschied aufarbeiten; von beiden Seiten aus gesehen.
Eine schnelle Lösung wäre mit Sicherheit eine faule Lösung.
Wer geglaubt hat, dass die evangelische Kirche der katholischen Kirche zufällt wie die DDR der BRD sieht sich jetzt getäuscht. Nicht die Kirchen haben getäuscht, sondern die, die so gehofft haben.
Was würden Katholiken sagen, wenn die katholische Kirche sagen würde: also liebe Gläubige, wir werden jetzt alle evangelisch. Was ihr bisher geglaubt habt war falsch, war ein Witz. Wir bitten weiterhin um euer Vertrauen. Wer Solchen gehofft hat, hat sich selbst etwas vorgemacht.
Die Rolle des Papstes ist klar. Hier müssen die evangelischen Christen einsehen, dass das dienende Amt des Papstes von Christus selbst eingesetzt worden ist.
Was die Kommunion/Abendmahl angeht, so sind wir mit zumindest den Lutheranern nicht all zu weit auseinander mit dem jeweiligen Verständnis.
Und wer nun Recht hat, wird Jeder durch Christus erfahren, wenn er tot ist. Ich finde, dass wir mit den Lutheranern zumindest gemeinsames Abendmahl/ Kommunion feiern könnten.

LG Manfred
waeltwait
MFF schrieb am 22. Januar 2012
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20.01.2012 12:43:00
Kardinal Lehmann und Präses Schneider betonen die Nähe von Protestanten und Katholiken
Ökumene im Lutherjahr
Eine gemeinsame Stellungnahme von katholischer und evangelischer Kirche zum 500. Jahrestag der Reformation? Der Mainzer Kardinal Karl Lehmann hält das für denkbar. Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland geht noch weiter.

In der Fernsehsendung "Sonntagsgespräch" des Hessischen Rundfunks (hr) sprach sich Nikolaus Schneider, dafür aus, Katholiken und Protestanten sollten das Jubiläumsjahr 2017 gemeinsam begehen. "Ich wünsche mir, dass wir gemeinsam ein Christusfest feiern können", sagte er bei der Aufzeichnung der Sendung in Mainz.

Nach Auffassung von Lehmann und Schneider stehen sich Protestanten und Katholiken nach Jahrhunderten der Feindschaft mittlerweile näher, als dies gewöhnlich in der Öffentlichkeit wahrgenommen werde. Er sei fasziniert, was nach über vier Jahrhunderten der Trennung bereits wieder an Gemeinsamkeiten gewachsen sei, sagte der Mainzer Kardinal.

"Wir verhandeln nicht wie politische Parteien"
Der EKD-Ratsvorsitzende Schneider erklärte, die verbleibenden Differenzen, etwa zum Abendmahlsverständnis und der Rolle des Papstes, könnten nicht bei Verhandlungen durch einen Kompromiss gelöst werden: "Wir verhandeln nicht wie politische Parteien, denn wir suchen beide nach der Wahrheit."

In den vergangenen Jahrzehnten habe die katholische Seite auch die Person Martin Luthers neu bewertet, sagte Lehmann. Für ihn persönlich sei Luther ein "Vater im Glauben", der keine Spaltung der Kirche gewollt habe. Auf die Frage, ob jemand wie Martin Luther heute noch Pfarrer in der evangelischen Kirche werden könnte, antwortete Schneider ausweichend: Über Luthers "positive Seiten wäre ich sehr beglückt", sagte er. "Mit den negativen Seiten hätte ich meine Probleme."

Das "Sonntagsgespräch" mit Lehmann und Schneider ist Bestandteil der hr-Festwoche anlässlich der 1.000. "Horizonte"-Sendung, die am 25. Januar ausgestrahlt wird. Moderator beider Sendungen ist Meinhard Schmidt-Degenhard.

Quelle: epd, dr

URL: http://www.domradio.de/aktuell/79330/oekumene-im-lutherjahr.html
MFF
Siegfried-Karl schrieb am 22. Januar 2012
-1 Bewertung
<quote=1185>Unterschied zwischen Katholiken und Reformierte
Liebe Rosenkranzkönigin, vielen Dank für diesen sehr wertvollen Beitrag zu diesem Thema.
Liebe Grüße
Siegfried
Siegfried-Karl
waeltwait schrieb am 22. Januar 2012
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Wenn ich dies hier Geschriebene lese und die Videos höre und darüber hinaus lese, dann schwirrt mir der Kopf.

Ich setze dem für mich das Christuswort vom Gebot der Liebe entgegen. ( Noch mal im Korinterbrief 13 1-13 deutlich definiert ) Glaube, Hoffnung, Liebe und demütiges Vertrauen sind für mich die Marksteine auf dem Weg zu Gott.
Der Glaube den wir glauben, glauben wir auf Grund der Offenbarung hin.
Diese großen Theologen (auch Augustinus ) kommen mir vor wie Menschen die im Museum herumlaufen, betrachten und beurteilen. Gott aber kann man nicht betrachten und schon gar nicht beurteilen. Christus sagt: Keiner kennt den Vater außer (ER) der Sohn. Keiner kennt (IHN) den Sohn außer der Vater.
Und so ist es auch heute noch. Keiner kennt den Vater und den Sohn. Wie aber will man dann betrachten ? wie aber will man dann beurteilen ?
Uns bleibt nur Glaube, Hoffnung und Liebe.
Wenn also an den beiden Geboten der Liebe das ganze Gesetz und alle Propheten hängt, dann ist dies der Gipfel der Erkenntnis. Einer weiteren Erkenntnis bedarf es nicht. Wir sind dazu aufgerufen dem Wort Christi, d.h. dem Wort des Vaters Glauben zu schenken und es zu tun. Gottes Liebe zu uns durch die Liebe in Realität umzusetzen. Nicht mehr und nicht weniger.
waeltwait
Rosenkranzkönigin schrieb am 22. Januar 2012
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Unterschied zwischen Katholiken und Reformierte

● Im katholischen Kirchenverständnis ist der Papst der "Nachfolger des hl. Petrus" und als solcher von Christus zum obersten Schlüsselträger und Hirten der Kirche bestimmt (vgl. Mt 16,18f; Joh 21,15-17). Diesen Anspruch lehnen die Evangelischen (und auch die Orthodoxen) ab.

● Nach katholischer (und orthodoxer) Überzeugung erhallten die Geistlichen im Weihe-Sakrament (lateinisch Ordo, deutsch meist it "Priesterweihe" übersetzt) von Gott für immer eine besondere Prägung. Die Weihe bevollmächtigt sie zu einem Dienst, der sich von den Aufgaben und Diensten der übrigen Getauften wesentlich unterscheidet. Nach katholischer (und orthodoxer) Überzeugung kann diese Weihe nur von Bischöfen, die auch ihrerseits wieder von Bischöfen geweiht worden sind, gültig weitergeben werden. Diese "Weihekette" lebendiger Zeugen reicht bis zu den von Jesus erwählten Aposteln zurück. Die Bischöfe vollziehen ihr Amt als Nachfolger der Apostel (apostolische Sukzession).
Die Evangelische Kirche lehnt diese "sakrale" Sicht des geistlichen Amtes ab. Sie sieht im Amt des Hirten keine Weihe, sondern "nur" eine (allerdings von Gott gewollte) Funktion, die die Gemeinde jemandem übertragen kann. Allen alten (vorreformatorischen) Kirchen ist das "zu wenig", ihnen fällt es daher schwer, das geistliche Amt der Protestanten voll anzuerkennen.

● Nach katholischer (und orthodoxer) Lehre kann bei der Eucharistiefeier nur ein geweihter Priester Brot und Wein konsekrieren.

Nach evangelischer Auffassung kann im Prinzip jeder Getaufte das Abendmahl konsekrieren. Es besteht kein wesentlicher Unterschied zwischen der Vollmacht eines Pfarrers (Pastors) und der eines (nur) Getauften. Um Unordnung zu vermeiden, sollen jedoch auch nach evangelischen Kirchenordnungen im Normalfall nur geistliche Amtsträgerinnen das Abendmahl leiten.

● Katholischer (und orthodoxer) Glaube hält fest, dass Christus auch nach der Messe im eucharistischen Brot und Wein gegenwärtig bleibt. Die konsekrierten Gaben können daher in der Kirche aufbewahrt, verehrt und Kranken in die Wohnung gebracht werden.
Für Evangelische wird das, was vom Abendmahl übrigbleibt, wieder zu gewöhnlichem Brot und Wein.

Die katholische (und orthodoxe) Kirche feiert sieben Sakramente, die evangelische Kirche erkennt nur die Taufe und das Abendmahl (Eucharistie) als Sakramente an (Trauung , Konfirmation, Übertragung des geistlichen Amtes etc. Sind für sie nur Segnungen, aber keine Sakramente!)

● Evangelische lehnen die Verehrung Marias und der Heiligen ab, weil sie befürchten, dass dadurch Gottes Ehre geschmälert wird. Katholische (und orthodoxe) Christen verehren in den Heiligen das vielfältige Wirken Gottes, der zu allen Zeiten Menschen in seinen Dienst gerufen hat. Die beiden katholischen Mariendogmen – besondere Erwählung ("Erbsündefreiheit") und Vollendung Marias ("Aufnahme mit Leib und Seele in den Himmel") – sind nach evangelischer Ansicht unbiblisch.
Katholische Christen sehen darin eine legitime und gottgewollte Entfaltung des biblischen Glaubens.

● Das rechte Verständnis der Hl. Schrift ist nach katholischer Lehre durch die ununterbrochene Glaubenstradition des Gottesvolkes und durch das kirchliche Lehramt gesichert. Evangelischer Glaube hält die Hl. Schrift allein für klar genug, um daran alle Lehren zu überprüfen (Hl. Schrift legt sich selbst aus).

● Die Gemeinschaft der Kirche spielt für Katholiken eine viel wichtigere Rolle als für Evangelische. Sie ist für katholische Christen Sakrament des Heiles, d. h. sichtbares Zeichen und Werkzeug.


Die Irrtümer von Doktor Luther

Papst Leo X. (†1521) sammelte 41 Irrlehren des ehemaligen Augustinerpaters und Reformatoren Martin Luther und verurteilte sie in der Bulle „Exsurge Domine“. Auszüge.

Man beachte, daß die nachfolgenden Aussagen von Martin Luther stammen und als solche vom Papst verurteilt wurden und daher allesamt falsch und irrgläubig sind.
Sie sind also genau das Gegenteil von dem, was die Kirche Christi glaubt!

Reformator Martin Luther
Geb. Eisleben 10. Nov. 1483
† Eisleben 18. Februar 1546


Die Entwicklung des Protestantismus verlief analog aller andern, von der Kirche Christi getrennten religiösen Gebilde: parallel zu einer anfänglich starken äusserlichen Ausbreitung läuft eine innere Zersetzung, die stets neue Splittergruppen hervorbringt. Von den zahlreichen Sekten und Freikirchen und andern selbständigen Gruppen, die in den bald 500 Jahren Protestantismus aus Luthers Formel «Ich und die hl. Schrift von Gottes Gnaden» entstanden sind, blieben nur wenige Hauptgruppen ungeteilt (1980 führte die «World Christian Encylopedia 20’780 christliche Gemeinschaften auf!). Wo es keinen Papst mehr gibt, vermehren sich die «Päpste» zwangsläufig.
Von der Kirche zu den «christlichen» Gemeinschaften, Freikirchen, Sekten


Martin Luther behauptete:

Zu leugnen, daß die Sünde in einem eben getauften Kind verbleibt, bedeutet, Paulus und Christus zugleich mit Füßen zu treten.

Daß es drei Teile der Buße gebe, nämlich Reue, Beichte und Genugtuung, ist weder in der heiligen Schrift noch bei den alten heiligen christlichen Lehrern begründet.

Die Reue, die durch Erforschung, Zusammenstellung und Verabscheuung der Sünden gewonnen wird, die Reue, in der man seine Jahre in der Bitterkeit der Seele überdenkt, indem man die Schwere, Vielzahl und Häßlichkeit seiner Sünden, den Verlust der ewigen Seligkeit und den Erwerb der ewigen Verdammnis erwägt - diese Reue macht den Menschen zum Heuchler, ja noch mehr, zum Sünder.

Ganz wahr und vortrefflicher als die bisher über die Reue gegebene Lehre aller ist das Sprichwort: „Es künftig nicht tun, ist die höchste Buße. Die beste Buße ist ein neues Leben.“

Unterstehe dich, läßliche Sünden zu beichten, ja nicht einmal alle Todsünden. Denn es ist unmöglich, daß du alle Todsünden erkennst. Daher wurden in der Urkirche nur die offenkundigen Todsünden gebeichtet.

Solange wir alles beichten wollen, tun wir nichts anderes, als daß wir der Barmherzigkeit Gottes nichts zum Verzeihen übriglassen wollen.

Keinem sind die Sünden vergeben, wenn er bei der Absolution des Priesters nicht glaubt, daß ihm vergeben wird. Es genügt nämlich nicht die Vergebung der Sünde und die Schenkung der Gnade, sondern man muß auch glauben, daß sie vergeben sei.

Wenn – den unmöglichen Fall angenommen – der Beichtende nicht reuig wäre oder der Priester nicht ernsthaft, sondern im Scherz losspräche, dann ist er, wenn er dennoch glaubt, daß er losgesprochen sei, ganz wahrhaft losgesprochen.

Im Sakrament der Buße und der Vergebung der Schuld tut ein Papst oder Bischof nicht mehr als der geringste Priester: Ja, wo es keinen Priester gibt, tut ein jeglicher Christ ebensoviel, auch wenn er eine Frau oder ein Kind wäre.

Groß ist der Irrtum derer, die zu den Sakramenten der Eucharistie hinzutreten und darauf vertrauen, daß sie gebeichtet haben, daß sie sich keiner Todsünde bewußt sind, daß sie ihre Gebete und Vorbereitungen vorausgeschickt haben: all jene essen und trinken sich das Gericht. Aber wenn sie glauben und vertrauen, sie würden dort Gnade erlangen, dann macht allein dieser Glaube sie rein und würdig.

Es scheint ratsam, daß die Kirche in einem gemeinsamen Konzil verordne, den Laien unter beiden Gestalten die Kommunion zu reichen.

Die Schätze der Kirche, aus denen der Papst die Ablässe reicht, sind nicht die Verdienste Christi und der Heiligen.

Betrogen werden jene, die glauben, daß die Ablässe heilsam und zum Vorteil des Geistes nützlich seien.

Exkommunikationen sind nur äußere Strafen und berauben den Menschen nicht der gemeinsamen geistlichen Gebete der Kirche.

Die Christen sind zu lehren, die Exkommunikation mehr zu lieben als zu fürchten.

Es ist sicher, daß es überhaupt nicht in der Hand der Kirche oder des Papstes liegt, Glaubensartikel aufzustellen, ja nicht einmal Gesetze für die Sitten oder die guten Werke.

Uns ist der Weg frei gemacht, die Autorität der Konzilien zu entkräften, ihren Ausführungen frei zu widersprechen, ihre Dekrete zu beurteilen und zuversichtlich alles zu bekennen, was wahr scheint, ob es nun von was für einem Konzil auch immer gebilligt oder verworfen wurde.

Der Gerechte sündigt in jedem guten Werke.

Das beste vollbrachte gute Werk ist eine läßliche Sünde.

Daß Häretiker verbrannt werden, ist gegen den Willen des Geistes.

Das Fegefeuer kann aus der heiligen Schrift nicht bewiesen werden.

Die Seelen im Fegefeuer sind ihres Heiles nicht sicher, wenigstens nicht alle. Auch ist weder durch Vernunftgründe noch durch die Schriften bewiesen, daß sie außerstande seien, sich Verdienste zu erwerben oder die Liebe zu vermehren.

Die Seelen im Fegefeuer sündigen ohne Unterlaß, solange sie Ruhe suchen und vor den Strafen schaudern.

Die Verwerfung dieser Thesen Luthers:

Die vorgenannten Artikel bzw. Irrtümer verurteilen, mißbilligen und verwerfen Wir samt und sonders ganz und gar als, wie vorausgeschickt wird, - je nachdem – häretisch oder anstößig oder falsch oder fromme Ohren verletzend oder einfache Gemüter verführend und der katholischen Wahrheit widerstrebend.
Papst Leo X.


Martin Luther: Die sieben Kennzeichen der Kirche (1539) in:
Freiheit und Bindung.


Vier Schriften Martin Luthers, übertragen und herausgegeben von Günther E. Th. Bezzenberger. Omega Verlag Kassel, 1983. Seite 119f.


Das erste Kennzeichen: das Wort Gottes

Das zweite Kennzeichen: die Taufe

Das dritte Kennzeichen: das Abendmahl

Das vierte Kennzeichen: die Beichte

Das fünfte Kennzeichen: die Ämter (Bischöfe, Pfarrer, Prediger, Priester; Apostel, Evangelisten, Propheten)

Das sechste Kennzeichen: das Gebet

Das siebente Kennzeichen: das Leiden


Das vierte Kennzeichen: die Beichte
Gottes Volk erkennt man an dem öffentlichen Gebrauch der Schlüssel, die ihm Christus übergeben hat (Mt 18,18). Wenn ein Christ sündigt, soll er zurechtgewiesen werden, und wenn er sich nicht bessert, soll er gebunden und ausgestoßen werden.

Damit hat Luther hundertprozentig auch Pfarrer gemeint, die notorische Ehebrecher sind oder sich homosexuell betätigen oder gar Kinder sexuell missbrauchen.)


Bessert er sich aber, soll er losgesprochen werden. Das versteht man unter dem Gebrauch der Schlüssel.


Es gibt einen doppelten Gebrauch der Schlüssel: den öffentlichen und den einzelnen. Denn manche sind so verängstigt und verzagt im Gewissen, daß sie sich nicht trösten können, bis sie einzeln vom Pfarrer die Absolution zugesprochen bekommen.

(Anm.: Evangelische Christen denken meist, das sei etwas Katholisches, es ist aber die unbedingt notwendige Lossprechung von den Sünden, wenn man in den Himmel will)


Zur Erinnerung:

"Empfanget den Heiligen Geist! Wem ihr die Sünden nachlasset, dem sind sie nachgelassen; wem ihr sie behaltet, dem sind sie behalten" (Joh 20, 22 f).

Amen, ich sage euch: Alles, was ihr auf Erden binden werdet, das wird auch im Himmel gebunden sein und alles, was ihr auf Erden lösen werdet, das wird auch im Himmel gelöst sein.
(Mt 18,18)





Bibeländerung bei den Reformierten


Und noch eine interessante Meldung brachte die rpo Ende Oktober 2006, wonach rechtzeitig zum Reformationstag, Die Bibel - "gerecht" übersetzt wurde, so der Autor JENS VOSS.

Aus dem Anfang des Artikels:
"Fünf Jahre lang hat eine Gruppe von Theologen an einer neuen Übersetzung der Bibel gearbeitet. Das Werk ist nun erschienen und heißt „Bibel in gerechter Sprache“. Sie will vor allem geschlechtergerecht sein. Das Ergebnis ist eine Kopfgeburt.

2000 Jahre lang war der Schöpfungsbericht nicht gerecht. Höchste Zeit, das zu ändern, sagte sich ein Team von 52 evangelischen Theologen (Männer und Frauen) und schrieb die Geschichte neu. Adam durfte als erster Mensch kein Mann sein und wurde im Paradies zum „Menschenwesen“. Als Eva dazukam, die aus einem Teil Adams geschaffen wurde, schrumpfte Adam zum „Rest des Menschenwesens“. Da er aber neben Eva auch Mann sein sollte, hieß er fortan „Mann-Mensch“ oder „Mann als Mensch“ oder „Mensch als Mann“."

Zweitens soll die Übersetzung verhindern, dass der „Text anti-jüdisch“ gelesen werden kann. Und drittens sollen soziale Themen erkennbar sein - so werden Sünder oder Gottlose zu Menschen, die Unrecht- und Gewalttaten begehen, damit der soziale Charakter der Gottferne hörbar wird.

Den gesamten Artikel können Sie unter:
http://www.rp-online.de/public/article/aktuelles/wissen/umwelt/371386
lesen, sofern Sie möchten.

Nun, nicht wenige Theologen - insbesondere Frauen - halten es an der Zeit die Bibel zu korrigieren, da sie nicht mehr zeitgemäß ist.

Müssten sich nicht aber genau die fragen lassen, ob nicht sie sich nicht selbst durch die Bibel korrigieren lassen müssten - und nicht umgekehrt?
Die Bibel ist Gottes heiliges Wort! sie braucht keine Korrektur. Der Mensch der gegen Gott aufbegehrt, braucht eine Korrektur und nicht die Bibel!

Es ist aber nicht erstaunlich, dass diese Gruppe von Theologen, Doktores und Professores und Frauen sich zum Leiter machen wollen.

Wen wollen Sie (ver-) führen diese Blinden?

In 2.Tim 4,3-4 heißt es:
"Denn es wird eine Zeit kommen, da sie die heilsame Lehre nicht ertragen werden; sondern nach ihren eigenen Gelüsten werden sie sich selbst Lehrer aufladen, nach denen ihnen die Ohren jucken, und werden die Ohren von der Wahrheit abwenden und sich den Fabeln zukehren."

Und diese Zeit ist jetzt! Wir leben in der Endzeit. Jeden Tag, jede Stunde kann der Herr Jesus wiederkommen! Und Er kommt sehr sehr bald, stell Dich drauf ein!

Da wird das Symbol der Urchristen verdreht, aus einem harmlosen Fisch-Symbol, wird ein Haifisch gemacht (wir berichteten), da erscheinen alle "Nas lang" neue und verdrehte Bibelübersetzungen wie diese jetzt oder zuvor die "Volx-Bibel" da werden Gottesbegriffe des Sohnes Jesu Christi, unseres Retters heimlich aus den Bibeln entfernt, siehe auch unsere Berichte zum Textus Receptus, zur original Luther-Bibel.
Überall stehen falsche Propheten auf und tun das Gegenteil dessen, was die Bibel sagt. Frauen nehmen Positionen ein, die antibiblisch sind, z.B. als Bischof, Pfarrer oder Älteste in den Gemeinden. Gemeinden beten mit Muslimen zusammen: http://www.cec-kek.org/german_site/pdf/PrayingtogetherG.pdf

Die Ökumene, wo wir angeblich doch alle zu einem Gott beten, drängt sich mehr und mehr in den Vordergrund...
Muß man sie erinnern, an das 1. Gebot?

Jesus sagt in Mt 24,11-14:
"Und es werden sich viele falsche Propheten erheben und werden viele verführen. Und weil die Ungerechtigkeit überhand nehmen wird, wird die Liebe in vielen erkalten.
Wer aber beharrt bis ans Ende, der wird selig werden.
Und es wird gepredigt werden dies Evangelium vom Reich in der ganzen Welt zum Zeugnis für alle Völker, und dann wird das Ende kommen."

Ja, keine Frage: Es ist End-Zeit! Der Herr Jesus kommt wieder, stell Dich drauf ein!

Schlussfolgerung Bibeländerung Text oben:

Diese meinen sie müssten die Bibel der heutigen Zeit anpassen und nennen dies Modernismus. Was meinen diese Leute. Gott müsse sich der Zeit anpassen? Welch ein Frevel! Diese Wahrheit galt in der Vergangenheit und gilt auch in der Zukunft.

Wer euch aber ein anderes Evangelium verkündigt, als wir euch verkündigt haben, der sei verflucht, auch wenn wir selbst es wären oder ein Engel vom Himmel.
Galater 1,8

Wenn jemand zu diesen Dingen hinzufügt, so wird Gott ihm die Plagen hinzufügen, die in diesem Buch geschrieben sind; und wenn jemand von den Worten des Buches dieser Weissagung wegnimmt, so wird Gott seinen Teil wegnehmen von dem Baum des Lebens und aus der heiligen Stadt, von denen in diesem Buch geschrieben ist.
Offenb. 22,18-19

Das heisst:
Wer die Bibel, das Wort Gottes verfälscht,
verfälscht die Wahrheit, verleugnet somit Gott



Wie unsere heutige Gesellschaft verführt wird. Verführung ist bis in unsere Zeit alles das, was dem Wort Gottes etwas hinzufügt oder wegnimmt (13,1; vgl. Off 22,18.19). Der erste Weg zur Verführung kommt durch falsche Propheten (13,2-6); der zweite Weg durch Familienmitglieder und Freunde (13,7-12) oder bösartige Menschen aus dem eigenen Lager (13,13-19). Überlegen Sie einmal ganz konkret, durch was Sie in Ihrem Leben verführt werden, d.h. vom Wort Gottes weggezogen werden. Verführung geschieht bis heute immer durch konkrete Menschen. Wo sind schlechte Einflüsse in meinem Leben, von denen ich mich trennen muss?


Reformatoren - Hl. Augustinus

Seitdem die Reformatoren die vom heiligen Augustinus
(Link hl. Augustinus) in der vorliegenden Schrift bekämpfte sogenannte „Solafideslehre" aufs neue wieder als einzig richtige christliche Lehre erklärt haben, ist begreiflicherweise unser Traktat zu gesteigerter Bedeutung gelangt. Eigentümlich ist die protestantische Ansicht, daß Luthers Heilslehre gerade mit der des heiligen Augustinus übereinstimmen soll. Um zu zeigen, wie schroff sich die Lehre des heiligen Kirchenvaters in Wirklichkeit von der des Reformators unterscheidet, stelle ich hier nach dem Vorgang R. Storfs, der unsem Traktat in der 1. Auflage dieser Sammlung übersetzt hat, die Lehre der beiden Männer in knappen Sätzen einander gegenüber:

1. Luther verwirft jede Disposition zur Rechtfertigung außer dem Glauben, Augustinus aber verlangt von den Täuflingen außer dem Glauben auch die Bekehrung von den toten Werken und Abkehr von der sündigen Welt <c. 8>.

2. Luthers rechtfertigender Glaube ist das Vertrauen auf Christi Verdienst, der Glaube bei Augustinus ist in erster Linie historisch-dogmatisch und erst in zweiter Linie subjektiv <c. 9. und 10>.

3. Für Luther ist die Rechtfertigung nur die Nicht-zurechnung der Sünde um Christi willen, Augustin faßt sie als die völlige Tilgung der Sünde durch die Taufe <c. 11>. 2. Luthers rechtfertigender Glaube ist das Vertrauen auf Christi Verdienst, der Glaube bei Augustinus ist in erster Linie historisch-dogmatisch und erst in zweiter Linie subjektiv <c. 9. und 10>.

4. Die Gerechtigkeit ist nach Luther die zugerechnete Gerechtigkeit Christi, die unsere Sünden verdeckt, nach Augustin ist sie die durch den Heiligen Geist in unsere Herzen ausgegossene Liebe <c. 14, 23 und 25>. 2. Luthers rechtfertigender Glaube ist das Vertrauen auf Christi Verdienst, der Glaube bei Augustinus ist in erster Linie historisch-dogmatisch und erst in zweiter Linie subjektiv <c. 9. und 10>.

5. Nach Luther gehen aus dem Glauben die Werke hervor wie die Frucht aus dem Baume, sie sind aber nicht nach ihrer wirklichen Erscheinung, sondern nach der Gläubigkeit des Einzelnen zu bemessen; nach Augustinus kommen sie aus der eingegossenen Liebe <c. 14, 21 und 23>.

6. Nach Luther geht die imputierte Gerechtigkeit nur durch die einzige Hauptsünde, den Unglauben, verloren; nach Augustinus geht die wahre Gerechtigkeit durch alle Sünden verloren, die nach der Schrift vom Reiche Gottes ausschließen <c. 15 und 16>.

7. Luther verlangt unbedingte Gewißheit der eigenen Seligkeit selbst beim Bewußtsein der Sünde; Augustinus verwirft diese Sicherheit als höchst gefährlich und ruchlos <c. 14 und 22>.

8. Luther erklärt die guten Werke für nutzlos zur Seligkeit; Augustinus erklärt sie für unbedingt notwendig zur Erlangung des Heiles <c. 15, 16 und 21>.

9. Luther verwirft die Einteilung der Sünden in schwere und geringe, Augustinus kennt <c. 19 und 20> läßliche und Todsünden und teilt die Sünden <c. 27> in drei Klassen.

10. Luther verachtet den Brief des heiligen Jakobus als Strohepistel; nach Augustinus hätte sich Jakobus nicht wahrer, kürzer und schroffer ausdrücken können als dadurch, daß er den Glauben ohne Werke den Glauben der Teufel nannte <c. 14>.
Rosenkranzkönigin
Siegfried-Karl schrieb am 21. Januar 2012
-1 Bewertung
Zitat:
Original von: peanutbecker
Dazu auch:
Albrecht Brandenstein-Zeppelin - Das Gottesbild Martin Luthers - Teil 1


http://www.kathtube.com/player.php?id=24103


Vielen Dank für Deine Information,hier ist der Filmbeitrag:





Teile Bitte auch den zweiten Beitrag mit vielen Dank.
Siegfried-Karl
MFF schrieb am 21. Januar 2012
-1 Bewertung
Da scheint es aber von Seiten der kath. Kirche eine andere Meinung zu geben:

"Papst Benedikt XVI. will nach Informationen der Londoner Zeitung The Times den Reformator Martin Luther (1483-1546) rehabilitieren. Der Papst werde im September erklären, dass Luther, der von Papst Leo X. (1475-1521) im Jahr 1520 exkommuniziert wurde, kein Irrlehrer gewesen sei.

Er habe die Kirche nicht spalten, sondern lediglich von korrupten Praktiken reinigen wollen. Der Bericht in der Online-Ausgabe der Times vom 6. März beruft sich auf Quellen im Vatikan. Danach werde der Papst seine Sicht Luthers im Sommer bei einem jährlichen theologischen Seminar mit rund 40 Theologen, dem sogenannten Ratzinger-Schülerkreis, in der Residenz Castel Gandolfo diskutieren. Times-Korrespondent Richard Owen führt auch den Präsidenten des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen, Kardinal Walter Kasper, an. Nach dessen Ansicht würde eine Erklärung des Papstes zur Neubewertung Luthers den ökumenischen Dialog zwischen Protestanten und Katholiken befördern. Ferner könnte sie, so die Times, ein Gegengewicht zu Vatikan-Dokumenten bilden, die den evangelischen Kirchen einen gleichberechtigten Status verwehren und sie nur als „kirchliche Gemeinschaften“ betrachten. Dies hat zu schweren Irritationen im Protestantismus geführt. Der Times zufolge tritt Kasper dafür ein, ein positiveres Bild von Luther zu gewinnen: „Wir können viel von Luther lernen, beginnend mit der Bedeutung, die er dem Wort Gottes zumaß.“ Luthers Reformen hätten zwar vor rund 500 Jahren den päpstlichen Zorn erregt, könnten heute aber als vorausschauende Aspekte von Reformen betrachtet werden, die die Kirche im Laufe der Zeit angenommen habe. Luther hatte das Papsttum herausgefordert, indem er in seinen 95 Thesen von 1517 die Ablasspraxis scharf kritisierte und die Bibel als einzige Quelle christlicher Autorität in den Mittelpunkt stellte. Er machte sie durch seine Übersetzung ins Deutsche der breiten Bevölkerung zugänglich.

Lutherischer Catholica-Beauftragter: Interessantes Signal
Der Catholica-Beauftragte der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), der braunschweigische Landesbischof Friedrich Weber (Wolfenbüttel), äußerte sich auf Anfrage der Evangelischen Nachrichtenagentur idea zu dem Times-Bericht. Es wäre seiner Ansicht nach ein Fortschritt, wenn es seitens der römisch-katholischen Kirche zu einer Neubewertung der Theologie Luthers käme. „Vorbehaltlos“ begrüßt Weber es auch, dass sich der Ratzinger-Schülerkreis so intensiv mit dem Reformator befassen wolle. Eine „Rehabilitation“ Luthers sei aber kirchenrechtlich problematisch, weil eine Exkommunikation immer an eine Person gebunden und Luther tot sei. Insgesamt bewertet Weber die Nachricht jedoch als ein „interessantes Signal“. Gerüchte über eine Neubewertung Luthers habe es freilich unter anderem bereits 1996 im Zusammenhang mit dem letzten Deutschlandbesuch von Papst Johannes Paul II. (1920-2005) gegeben."
Quelle: idea.de
MFF
peanutbecker schrieb am 21. Januar 2012
1 Bewertung
Dazu auch:
Albrecht Brandenstein-Zeppelin - Das Gottesbild Martin Luthers - Teil 1


http://www.kathtube.com/player.php?id=24103
peanutbecker