Siegfried-Karl
Veröffentlicht am 15. Juni 2010, von Siegfried-Karl in Jugendpastoral, Orden und Gemeinschaften
Die große Stille - ein sehr interessanter Film

Die große Stille ist ein mehrfach preisgekrönter Dokumentarfilm des deutschen Regisseurs Philip Gröning aus dem Jahre 2005, der das Leben in dem Kartäuserkloster La Grande Chartreuse zeigt. Gemäß der Spiritualität des Ordens wird im gesamten Film kaum gesprochen, bisweilen werden aber deutende Zwischentexte eingeblendet. Auch auf Filmmusik wird ganz verzichtet. Es gibt nur den Gesang der betenden Mönche, der gleichzeitig auch das erste menschliche Wort ist, das man etwa 20 Minuten nach Filmbeginn hört.

Bei der Betrachtung des Filmbeitrages, bitte darauf achten, der Film beginnt sehr langsam und sehr still. Es ist ein sehenswerter Film.



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Mehr zum Thema: Karthäuserklosterr, Berufung
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Bernice schrieb am 16. Juni 2010
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danke Ich habe den Film zum ersten Mal im Kino gesehen. Ich war ganz beeindruckt wie spannend und interessant diese Stille und Ruhe war!
Bernice
Talita schrieb am 15. Juni 2010
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Der Film ist sehr schön!
Wir hatten das Glück, ihn damals mit anschließender Diskussion mit dem Regisseur gesehen zu haben.
Aus dem Gespräch ist mir folgendes in Erinnerung geblieben:

Der Regisseur Philipp Gröning hatte schon lange den Wunsch, in der Grand Chartreuse zu drehen. Als er seine erste Anfrage machte, bekam er als Antwort, der Zeitpunkt sei etwas ungünstig. Es seien gerade Novizen gekommen, die müssten sich auch erst noch eingewöhnen. Es müsse sorgfältig überlegt werden, ob man diesen Einblick gewähren wolle. Er solle sich doch später noch einmal melden - so in - sagen wir, 10-12 Jahren?!

Wenn ich mich recht erinnere, bekam er nach 16 (?) Jahren morgens um 7.00 h in seinem Münchner (?) Apartement einen Anruf von einem Bruder aus dem Kloster. Dieser sagte: "Sie wollten doch bei uns einen Film drehen. Ich soll Ihnen ausrichten, dass Sie jetzt kommen können." Philipp Gröning wunderte sich: "Das ist aber ein Zufall, dass Sie mich hier jetzt erreichen. Sie müssen wissen, dass ich nicht häufig hier bin, und auch nicht immer übernachte." Der Bruder antwortete: "Ah, dazu kann ich nichts sagen. Ich hatte nur den Auftrag, Sie unter dieser Nummer anzurufen und das so lange zu tun, bis ich Sie erreiche. Das mache ich jeden Morgen - seit etwa 6 Wochen."

So viel zum Thema "Zeit"...!

Philipp Gröning gab den Zuschauern auch noch mit auf den Weg, dass er zwar darüber nachgedacht hatte, vielleicht auch einen Film über den Buddhismus oder sonstige asiatische Religionen zu machen. Doch sagte er: "Wir haben alles hier. Wir gehören nun einmal ins Abendland. Wenn man in den Osten fährt, um etwas Bestimmtes zu suchen, muss man immer auch in eine Kultur eintauchen, die einem eigentlich gar nicht liegt. Alles das, was Menschen dort suchen, haben wir schon lange in unseren Klöstern; Stille, Meditation, Selbstfindung, Gebet - es ist alles vorhanden. Man muss es nur wieder entdecken."

Das hat mich sehr beeindruckt.
Vielen Dank für den Beitrag, Siegfried!

LG, Talita
Talita
love_shalom schrieb am 15. Juni 2010
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Der ganze Film ist fast ohne Ton - eben, "die große Stille" 002
love_shalom
MFF schrieb am 15. Juni 2010
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Die Kartäuser sind ein bemerkennswerter Orden.
danke
Liebe Grüße:
Paul
MFF