Werner
Veröffentlicht am 2. Februar 2012, von Werner
Gedanken von Mutter Angela,
Gründerin des Fernsehsenders EWTN USA (kath.net/EWTN)

Ich habe die Nase voll von eurer liberalen Kirche, eurem ichbezogenen Gebet, eurer erdhaften Spiritualität. Ich habe die Nase voll von euren „Aufbrüchen", denn das erste, was von einem solchen Auf-Bruch zurückbleibt, ist ein Loch, in das wir alle hineinfallen.

Ich habe die Nase voll von euren Theologen, die nichts anderes tun, als spalten und zerstören. Sie wissen, wie schrecklich schweigsam wir loyalen Katholiken in all diesen Jahren gewesen sind. Wir haben eure Ansichten über Gott nun dreissig Jahre lang runtergeschluckt.

Ihr habt keinen Gott, kein Dogma, keine Glaubenslehre und keine Autorität. Ich empöre mich über eure Versuche, den Katholizismus der Kleinen, Armen und Älteren zu zerstören. Eure Katechismen sind so verwässert, dass sie nichts anderes mehr besagen, als „liebe deinen Nächsten". Nein, zuerst muss man Gott lieben!
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MFF schrieb am 2. Februar 2012
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Danke Werner für deine Antwort.
Ja da hast du natürlich Recht.
L.G.:
Paul
MFF
Werner schrieb am 2. Februar 2012
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Lieber waeltwait

Danke für Deinen ausführlichen (und guten)Kommentar. Da hast Du schon recht mit Deinen Ausführungen, mir hat es vor Allem der Anfang der Gedanken angetan und dies ist aus meinem Herzen gesprochen. Bitte siehe auch meine Antwort an MFF.

Mit lieben Grüssen
Werner


Lieber MFF

Auch Du hast recht, Du bist nicht falsch informiert. Es gibt bis heute - gottseidank - nur eine traditionalistische Gemeinschaft die sich von der Kirche abgespalten hat.

Ich kenne weder Mutter Angela noch den Fernsehsender EWTN. Ich habe die Gedanken betreffend Spaltung auch nicht so verstanden.

Mir geht es in der Realität aber leider so, dass ich wirklich eine Art Abspaltung empfinde.

Alles was bei uns von den Bischöfen - und gar erst vom Heiligen Vater - kommt, wird abgelehnt und als „weltfremd“ abgetan. Vom Katechismus will man sowieso nichts mehr wissen, was dort drin steht, wird sowieso als „weltfremd“ angesehen.

Ich empfinde diese Entwicklung als eine Art Abspaltung von der römisch-katholischen Kirche und deshalb haben mich die Gedanken von Mutter Angela angesprochen.

Mit lieben Grüssen
Werner
Werner
MFF schrieb am 2. Februar 2012
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"Ich habe die Nase voll von euren Theologen, die nichts anderes tun, als spalten und zerstören."
Bisher kenne ich nur eine traditionalistische Gemeinschaft die sich von der Kirche abgespalten hat.Bin ich da falsch informiert?
L.G.:
Paul
MFF
waeltwait schrieb am 2. Februar 2012
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Lieber Werner,
ich kann einerseits diese Frau gut verstehen, aber andererseits hat sie in einem Punkt völlig Unrecht.
Man kann Gott nicht lieben ohne den Menschen zu lieben. Christus nennt solche Menschen Heuchler. Er sagt: Du Heuchler. Du sagst du liebst Gott, den du nicht siehst, aber deinen Bruder, den du siehst liebst du nicht ?

In bezug auf die Nächstenliebe, welches ja auch ein Aufruf zur Selbstliebe ist und dieses in der Kirche der vorkonziliaren Zeit völlig unzerdrückt wurde, ist gesagt: Ein zweites (in bezug auf die Gottesliebe) ist diesem gleich Liebe deinen Nächsten wie dich selbst.

Das Gesetz der Liebe ist ein Gesetz einer Dreierbeziehung. Für uns meist schwer zu händeln.
Erst wenn die Liebe des einzelnen Menschen Gott, sich selbst und den Nächsten einschließt, schießt sich der Kreislauf der Liebe. Ohne diese Dreierbeziehung funktioniert nichts.
Nur das will Gott. Er spricht schon im AT durch die Propheten folgende Worte: Euere Opfer öden mich an. Liebe ist das was ich will.
Ist doch eindeutig. Oder? Und durch Paulus lässt er uns sagen: Und wenn du all deine Habe den Armen gibst und deinen Leib den Flammen preisgibst, hast aber die Liebe nicht, so bist du nur ein tönerndes Erz. Eindeutig, oder?
Die Liebe deckt viele Sünden zu.

An der Liebe kommt keiner vorbei.

Die Liebe ist die einzige Sprache, die Gott versteht.
Es steht auch geschrieben: Wenn du zum Altar kommst und erinnerst dich, dass dein Bruder etwas gegen dich hat, so lass deine Gaben am Altare liegen, gehe hin und versöhne dich zuerst mit deinem Bruder.
Wir Menschen versuchen immer und immer wieder an der Liebe vorbei zu Gott zu kommen. Es wird keinem Menschen gelingen. Wer dies nicht einsieht, betrügt sich selbst.
Zur Liebe kann man nicht verpflichten. Liebe ist ein Bedürfnis.

LG Manfred
waeltwait