Zu Ostern berichteten Medien anlässlich des fünften Todestages von Johannes Paul II., dass eine ihm zugeschriebene Heilung einer französischen Nonne nicht von Dauer gewesen sei. Somit könnte der polnische Papst im Oktober noch nicht seliggesprochen werden. Die „Subito Santo“-Rufe seiner Verehrer können daher noch nicht erhört werden, da für Selig- und Heiligsprechungen in der katholischen Kirche bekanntlich Wunder als himmlische Bestätigungen vonnöten sind.
Etwas reibungsloser ging es offenbar bei Mutter Teresa, deren 100. Geburtstag in diesen Tagen weltweit gefeiert wird. Sechs Jahre nach ihrem Tod wurde sie 2003 seliggesprochen.
Zwar sind 3000 Nachrichten über Gebetserhörungen schon gesammelt worden, ein zweites für eine Heiligsprechung notwendige Wunder war bislang jedoch nicht darunter. Zu ihrem runden Geburtstag konnte sie daher nicht zur globalen „Ehre der Altäre“ zugelassen werden. Unabhängig davon wird Mutter Teresa jedoch weltweit jetzt schon als Heilige verehrt, nicht nur von Christen. So hat etwa der Dalai Lama seinen Mönchen und Nonnen geraten, sich Mutter Teresa zum Vorbild zu nehmen.
Offen gesagt: Mutter Teresa braucht gar keine Wunder, für unzählbare Arme, Kranke und Sterbende war sie selbst eines. Ein Licht von oben. Eine Bestätigung, dass Gott die Menschen nicht verlassen hat.