Einige Frauen von Pang-Pang ( Iloilo-Philippinen) wollten einen eigenen Laden eröffnen. Eine Art Tante-Emma-Laden.Im Großhandel einkaufen, im Kleinen verkaufen und vom Gewinn leben. Eine einfache Idee, die sich jedoch nur mit einem gewissen Anfangskapital umsetzen lässt. Wie aber sollten die Frauen an dieses Kapital herankommen? Einen Geldverleiher zu finden wäre nicht das Problem – diese zeichnen sich jedoch vor allem dadurch aus, dass sie Wucherzinsen verlangen und die Menschen dadurch von sich abhängig machen. Einen Ausweg bietet MAYFLOWERSFOUNDATION. Diese Stiftung die von einer Privatperson finanziert wird ,gibt Menschen eine Chance ihre Geschäftsidee zu verwirklichen ,die niemals Geld von einer Bank erhalten hätten. Die Frauen können keine Sicherheiten liefern und sind damit in den Augen der Banken nicht kreditwürdig.
Kleinstkredite für die Armen
Mit diesen so genannten Mikrokrediten durchbricht MFF den Teufelskreis von Armut und Abhängigkeit. Mikrokredite sind eines der besten Mittel, um Armut langfristig zu bekämpfen. Statt Milliardenbeträge an Entwicklungshilfe für die Regierungen der Entwicklungsländer, werden die Menschen direkt unterstützt. Die Höhe des Kredits richtet sich nach Bedarf und liegt zumeist zwischen 30 und 200 Euro.Die Mikrokredite werden so berechnet, dass sie nicht nur zurückbezahlt werden können, sondern noch ein Gewinn erwirtschaftet werden kann,“. Die Näherin, die eine Nähmaschine braucht. Der Bauer, der einen Maschine für sein Reisfeld benötigt. Ein junger Mann der ein Motorradtaxi oder Fahrradtaxi benötig oder die Fischer die ein Netz benötigen sie alle erhalten kleine Kredite.
Vorwiegend werden diese Mikrokredite an Frauen vergeben. In vielen Entwicklungsländern haben Frauen eine sehr schlechte gesellschaftliche Stellung und gelten demnach als nicht kreditwürdig. „Ihre Stellung in der Gesellschaft und der Wert ihrer Arbeit wird durch die Möglichkeit der Mikrokredite verbessert .Außerdem sind Frauen die zuverlässigeren Geschäftspartner. Sie vertrinken das Geld nicht, wie man es oft von den Männern hört.“
Apropos Geschäftspartner: Die Mikrofinanzierung hat auch eine psychologische Komponente. „Die Menschen fühlen sich ernst genommen und nicht als Empfänger von Almosen. Das macht die Frauen stolz und selbstbewusst. Statt Almosen ermöglichen wir den Menschen oftmals einen Start in ein besseres Leben.“
Sparen gehört nicht zur Kultur
Ein wichtiger Aspekt der Mikrofinanzierung ist der Sparzwang. Auf den Philippinen ist das Sparen unbekannt. Die Menschen sehen keine Notwendigkeit zu sparen. Anders als bei uns in Deutschland, wo schon Kinder die Vorzüge des Sparens kennenlernen. Wenn sie lange genug ihr Geld zur Bank gebracht haben, bekommen sie am Ende mehr heraus, als sie eingezahlt haben und können sich etwas Großes leisten. Sparen wird uns sozusagen in die Wiege gelegt. Warum aber fällt es vielen Menschen in Entwicklungsländern so schwer, aus eigenem Antrieb zu sparen? „Sie mussten es nie lernen .Wir in den gemäßigten Klimaregionen, in denen ein harter Winter überbrückt werden musste, haben von Beginn an gelernt, Vorräte anzuschaffen. Das war unsere Überlebensstrategie. Wenn aber die Klimaverhältnisse so sind, dass das ganze Jahr geerntet werden kann – warum sollte man sparen? Diese Mentalität ist tief in den Menschen verwurzelt und es ist sehr mühsam ihnen den Sinn des Sparens beizubringen.“ Im Fall der Mikrofinanzierung funktioniert das Sparen – wenn auch nicht ganz freiwillig. „Das Geld, was den Frauen für ihren Laden geliehen wurde wird gering verzinst. die Rückzahlung samt Zinsen und einer Rücklage für Versicherung oder Instandhaltung wird täglich fällig gestellt und von Mitarbeitern unserer Stiftung eingehoben, so können nie große Rückstände entstehen.
Der Mikrokredit hat demnach nicht nur die derzeitige Lebenssituation der Familien verbessert, sondern ermöglicht auch den Kindern des kleinen Ortes eine bessere Zukunft – nachhaltiger kann Entwicklungsarbeit kaum sein
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