Anekdoten, die unser Leben bereichern
#1 15. März, 12:55
Anekdoten, die unser Leben bereichern
Immer wieder einmal begegnen einem Anekdoten aus dem Leben der Seligen und Heiligen, die beispielhaft sind und uns zum Nachdenken über unser eigenes Leben anregen.
Wenn ich Biografien von Heiligen lese, sind es immer diese kleinen Geschichten, die mich am meisten faszinieren - und die mir auch Jahre später immer wieder in den Sinn kommen.
Leider weiß man nicht immer die Quelle, oder wie gesichert die Begebenheit ist. Vielleicht ist das aber auch nicht so schlimm: Wichtig ist vor allem, ob wir für uns selbst etwas daraus ziehen können.

In diesem Sinne möchte ich dieses Thema starten und alle ermuntern, ihre kleinen Anekdoten ebenfalls in einfacher Form niederzuschreiben.

LG, Talita
Gelobt sei Jesus Christus
#2 15. März, 13:01
Einmal las ich, dass sich zwei Priester auf dem Petersplatz trafen. Sie kannten sich und fragten sich gegenseitig nach ihrem Anliegen. Der eine sagte: "Ich steige aus. Ich werde heute noch den Antrag stellen, mich aus dem Priesterdienst zu entlassen."
Der andere Priester war gerade auf dem Weg zu einem Gespräch mit Johannes Paul II. Noch ganz unter dem Eindruck dieser erschütternden Nachricht erzählte er dem Heiligen Vater als erstes von dem Gespräch. Sofort trug ihm der Papst auf, wieder hinunter zu gehen und zu sehen, ob er den Priester noch finden könne. Dann solle er ihn sogleich zu ihm bringen.
Der Priester fand seinen Kollegen und brachte ihn zum Heiligen Vater.
Nach dem Gespräch entschloss er sich tatsächlich, seinem Dienst doch treu zu bleiben.
Was war geschehen?

Johannes Paul II hatte ihm gesagt: "Ich möchte gerne bei Dir beichten."

Nachdem der Heilige Vater bei dem erstaunten Priester seine Beichte abgelegt hatte, sagte er: "Und jetzt beichtest Du bei mir."
Gelobt sei Jesus Christus
#3 15. März, 13:07
Eines Tages beklagten sich die Schwestern bei Mutter Theresa, sie könnten ihre Arbeit nicht schaffen. Es sei so viel zu tun!, - und dann auch noch täglich eine Stunde Anbetung halten - das ginge einfach nicht.

Mutter Theresa dachte kurz nach und gab den verwunderten Schwestern die Nachricht, ab jetzt würde die Anbetungszeit von einer Stunde auf zwei Stunden hochgesetzt...

... und siehe da: Die Schwestern schafften ihre Arbeit und hatten trotzdem noch genügend Zeit für die Anbetung!
Gelobt sei Jesus Christus
#4 15. März, 13:11
Schwester Euthymia war eine einfache Ordensschwester im Clemenshospital in Münster. Von ihr ist bekannt, dass sie alle Arbeiten mit einer Engelsgeduld und Hingabe angenommen hat, ohne sich je zu beklagen. Sie arbeitete im Waschhaus, und es kam vor, dass nach Beendigung der Arbeit wieder jemand kam, der etwas von ihr wollte. "Gib nur her, ich mache das schon", war stets ihre Antwort.

Es ist auch bekannt, dass sie manches Mal heimlich und leise in der Kapelle gesessen und still vor sich hingeweint hat...

Doch angesprochen auf die viele Arbeit, die andere ihr und sie sich selbst zumutete, pflegte sie zu sagen: "Das macht nichts. Ausruhen kann ich mich im Himmel noch genug."
Gelobt sei Jesus Christus
#5 1. April, 8:19
Der Hl. Pfarrer von Ars war für seine eindrucksvollen Predigten bekannt, bei denen er jedoch oft sein umfangreiches Konzept verließ und aus dem Herzen sprach. Er hatte aber auch Humor, wie man sagt, und soll selbst erzählt haben:

Einmal kam nach einer Messe ein Mann auf ihn zu und lobte ihn wegen seiner Predigt: "Das war eine wunderbare Predigt, Herr Pfarrer! Und diese vielen eindrücklichen Beispiele, die sie genannt haben! Stellen Sie sich vor, ich kenne sogar einige Leute, auf die das ganz genau zutrifft!!"

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Tja, - die Predigt ist offensichtlich immer für die bestimmt, die nicht anwesend sind...!
Gelobt sei Jesus Christus