Fasten-Vorschriften und -Traditionen
#1 27. Februar, 10:23
Fasten-Vorschriften und -Traditionen

Hallo


Hier ein Blogeintrag zum Thema "Wie sollen wir fasten?" aus kirchenrechtlicher Sicht:


http://kathspace.com/community/blog/view/id_202/title_Fasten-und-Abstinenz-in-der-Schweiz-aus-der/


Wer kennt auch andere Fastendefinitionen, Vorschriften oder Traditionen?

Caritas, fides, precatio et opera
#2 28. Februar, 10:03

Weltweit gilt für die Kirche, dass der Aschenmittwoch und der Karfreitag Fastentage sind. Zudem ist immer noch jeder Freitag (ausser wenn er auf einen Festtag fällt) ein Abstinenz- und Busstag. Abstinenz heisst: Verzicht auf Fleisch (ausser Fisch), ausser wenn die örtliche Bischofskonferenz anders bestimmt hat. Jeder (nicht an einen Festtag fallende) Freitag bleibt aber weltweit ein Busstag in Erinnerung an das Leiden Christi.


Im Codex des kanonischen Rechtes sind die weltweit geltenden Regelungen enthalten. Siehe Artikeln 1249 bis 1253. Bei Gelegenheit werde ich diese Regelungen hier veröffentlichen.


 

Caritas, fides, precatio et opera
#3 5. März, 8:37
Ostereier?

Ihr Lieben,


Zum Thema Ostereier habe ich im Jahr 2000 mal einen Artikel geschrieben, der eigentlich in die Rubrik Fasten oder Vorbereitung auf Ostern gehört. Typische spitze Feder von Fulmarus, Ich kopiere ihn mal hier rein:


Die Astronomen wissen es ganz genau. Der Frühling, so hieß es im Radio, begann am 20. März um 8.35 Uhr*.  Die Meteorologen sind weniger pingelig. Für sie hat das Frühjahr Anfang März begonnen. Volle Monate sind einfacher für die Wetterstatistik.  Da ich weder Wetterstatistik treibe noch den Schnittpunkt von Ekliptik und Himmelsäquator berechnen kann, sind mir diese Daten ziemlich Wurst. Für mich wurde Frühling, als ich einen Schwarm Singschwäne über die Förde fliegen sah. Die Tage beginnen mit einem Amselkonzert, Frau Nachbarin wuchtet Blumenkübel auf die Terrasse, die erste Harley-Davidson blubbert über die Kreuzung, ich begebe mich freiwillig (!) ans Fensterputzen... Für Normalbürger wie mich sind es diese Dinge, die die Jahreszeit ausmachen und nicht die Tatsache, dass am Nordpol die Sonne aufgeht.


 


Für viele Leute scheint es mit Ostern genau so zu sein. Jedenfalls bekam ich diesen Eindruck, als ich beim Marktbummel am Rosenmontag auf eine Pyramide bunt gefärbter Eier stieß. „Wer kauft denn jetzt schon Ostereier?“ fragte ich die Eierfrau. „Die gehen reißend weg,“ meinte sie, „schon die zweite Kiste!“ Gemeint sind nicht Schokoladeneier, die man bis Ostern sicher deponieren könnte, sondern Hühnereier von glücklichen frei laufenden Hennen, frisch gekocht und gefärbt, am besten frisch zu verzehren. Die Fastenzeit hatte noch nicht begonnen, und schon war Ostern. So geht es nun schon die ganze Zeit: im Teegeschäft wird einem freundlich ein Schokoladenei zum Naschen angeboten, Plastikeier zieren die Bäume, Hasen bevölkern die Schaufenster... es ostert irgendwie.


 


Warum regt mich das eigentlich so auf? Kann man es nicht so halten wie mit dem Frühjahr, das für jeden beginnt, wenn seine Stimmung danach ist? Es ist unser, der Christen Fest, zu dem wir jeden einladen, der daran Teil haben möchte. Es ist unser höchstes Fest. Wir dürfen unser Brauchtum nicht zu einem Kolorit der Saison verkommen lassen. Die Botschaft von der Auferstehung ist zu schade für ein kommerzielles Wischiwaschi. Dazu müssen wir darüber reden. Bestimmt will ich niemandem mit meiner Miesepetrigkeit die Laune verderben. Aber ich habe den Eindruck, dass hier ursprünglich christliches Brauchtum missbraucht, geradezu pervertiert wird. Ostereier haben nämlich den Ursprung in der Sitte, während der Fastenzeit nicht nur kein Fleisch, sondern auch keine Eier zu essen. In der Ostkirche ist das heute noch so. Die Aufhebung des Fastengebotes  erfolgte durch die feierliche Segnung der Eier im Ostergottesdienst. Und Eier hatte man zu Ostern viele, alldieweil die Hühner mit ihren kleinen Köpfen nicht verstehen wollten, dass die Menschen in der Fastenzeit keine Eier aßen. Die runden Dinger waren also alle hart gekocht und bis Ostern aufbewahrt worden, was man heute keinem Haltbarkeitsdatum zumuten möchte. Nun möchte ich nicht die strengen Fastenbräuche von anno dazumal wieder einführen. Aber ich wehre mich dagegen, dass aus dem Fest der Auferstehung Christi ein diffuser Frühjahrsfestbrei wird, in dem Zeiten und Bräuche regelrecht umgekehrt werden. Ostern beginnt nicht irgendwann im Frühling, sondern in der Osternachtsfeier. Ostern endet nicht mit dem Angebot „Schokoladeneier zu halben Preis“ im Supermarkt, sondern Pfingsten. Fünfzig Tage sind genug Zeit, die Auferstehung zu feiern.. Vorerst gilt: Es ist noch nicht Ostern, Leute!


 


*Bezieht sich auf das Jahr 2000

#4 5. März, 8:37
Ostereier?

Ihr Lieben,


Zum Thema Ostereier habe ich im Jahr 2000 mal einen Artikel geschrieben, der eigentlich in die Rubrik Fasten oder Vorbereitung auf Ostern gehört. Typische spitze Feder von Fulmarus, Ich kopiere ihn mal hier rein:


Die Astronomen wissen es ganz genau. Der Frühling, so hieß es im Radio, begann am 20. März um 8.35 Uhr*.  Die Meteorologen sind weniger pingelig. Für sie hat das Frühjahr Anfang März begonnen. Volle Monate sind einfacher für die Wetterstatistik.  Da ich weder Wetterstatistik treibe noch den Schnittpunkt von Ekliptik und Himmelsäquator berechnen kann, sind mir diese Daten ziemlich Wurst. Für mich wurde Frühling, als ich einen Schwarm Singschwäne über die Förde fliegen sah. Die Tage beginnen mit einem Amselkonzert, Frau Nachbarin wuchtet Blumenkübel auf die Terrasse, die erste Harley-Davidson blubbert über die Kreuzung, ich begebe mich freiwillig (!) ans Fensterputzen... Für Normalbürger wie mich sind es diese Dinge, die die Jahreszeit ausmachen und nicht die Tatsache, dass am Nordpol die Sonne aufgeht.


 


Für viele Leute scheint es mit Ostern genau so zu sein. Jedenfalls bekam ich diesen Eindruck, als ich beim Marktbummel am Rosenmontag auf eine Pyramide bunt gefärbter Eier stieß. „Wer kauft denn jetzt schon Ostereier?“ fragte ich die Eierfrau. „Die gehen reißend weg,“ meinte sie, „schon die zweite Kiste!“ Gemeint sind nicht Schokoladeneier, die man bis Ostern sicher deponieren könnte, sondern Hühnereier von glücklichen frei laufenden Hennen, frisch gekocht und gefärbt, am besten frisch zu verzehren. Die Fastenzeit hatte noch nicht begonnen, und schon war Ostern. So geht es nun schon die ganze Zeit: im Teegeschäft wird einem freundlich ein Schokoladenei zum Naschen angeboten, Plastikeier zieren die Bäume, Hasen bevölkern die Schaufenster... es ostert irgendwie.


 


Warum regt mich das eigentlich so auf? Kann man es nicht so halten wie mit dem Frühjahr, das für jeden beginnt, wenn seine Stimmung danach ist? Es ist unser, der Christen Fest, zu dem wir jeden einladen, der daran Teil haben möchte. Es ist unser höchstes Fest. Wir dürfen unser Brauchtum nicht zu einem Kolorit der Saison verkommen lassen. Die Botschaft von der Auferstehung ist zu schade für ein kommerzielles Wischiwaschi. Dazu müssen wir darüber reden. Bestimmt will ich niemandem mit meiner Miesepetrigkeit die Laune verderben. Aber ich habe den Eindruck, dass hier ursprünglich christliches Brauchtum missbraucht, geradezu pervertiert wird. Ostereier haben nämlich den Ursprung in der Sitte, während der Fastenzeit nicht nur kein Fleisch, sondern auch keine Eier zu essen. In der Ostkirche ist das heute noch so. Die Aufhebung des Fastengebotes  erfolgte durch die feierliche Segnung der Eier im Ostergottesdienst. Und Eier hatte man zu Ostern viele, alldieweil die Hühner mit ihren kleinen Köpfen nicht verstehen wollten, dass die Menschen in der Fastenzeit keine Eier aßen. Die runden Dinger waren also alle hart gekocht und bis Ostern aufbewahrt worden, was man heute keinem Haltbarkeitsdatum zumuten möchte. Nun möchte ich nicht die strengen Fastenbräuche von anno dazumal wieder einführen. Aber ich wehre mich dagegen, dass aus dem Fest der Auferstehung Christi ein diffuser Frühjahrsfestbrei wird, in dem Zeiten und Bräuche regelrecht umgekehrt werden. Ostern beginnt nicht irgendwann im Frühling, sondern in der Osternachtsfeier. Ostern endet nicht mit dem Angebot „Schokoladeneier zu halben Preis“ im Supermarkt, sondern Pfingsten. Fünfzig Tage sind genug Zeit, die Auferstehung zu feiern.. Vorerst gilt: Es ist noch nicht Ostern, Leute!


 


*Bezieht sich auf das Jahr 2000

#5 7. März, 7:58
Fasten-Vorschriften und -Traditionen

Hier sind die versprochenen Regelungen aus dem CIC (can. 1249 bis 1253) bezüglich der Busstage, die für die Weltkirche gelten:


http://kathspace.com/community/blog/view/id_223/title_Fasten-und-Abstinenz-weltweit-aus-der/

Caritas, fides, precatio et opera