Interviews und Vorträge mit den Sehern
#1 14. August, 18:51
Interviews und Vorträge mit den Sehern
Eine Frau, mit der Sonne bekleidet

Interview mit Marija Pavlovic-Lunetti aus Medjugorje von Alfons Sarrach

Viele Gespräche durfte ich seit 1987 mit der Seherin Marija Pavlovic in Medjugorje und anderswo führen. Aber auf dieses, wurde ich in besondere Weise vorbereitet. Drei Tage vorher bat sie mich am Abend in den Lebensraum neben ihrem Haus in Medjugorje. Der Raum war bis auf den letzten Platz besetzt. Kurz vor den erwarteten Erscheinungen gab sie mir zu verstehen, mich neben sie zu knien. Ich sollte die Gegenwart der Gottesmutter aus allernächster Nähe miterleben.

Drei Tage danach besuchte sie mich überraschend im Haus von Slavica Vasilij. Im kleinsten Kreis gab sie mir Gelegenheit, ihr Fragen zu stellen. Sie betrafen Kapitel 12 im Buch der Offenbarung, vor allem das Bild von dem großen Zeichen am Himmel: „Eine Frau, mit der Sonne bekleidet“ (Offb. 12,1) und „ein Drache, der ihr Kind verschlingen wollte. (Offb. 12,4) Ob sie in unserer Zeit Zeichen erkenne, die an diese gewaltige Vision erinnern. Ohne Zögern sagte sie „Ja“.

Es herrsche, so führte Marija Lunetti-Pavlovic aus, eine große Verwirrung der Geister; auch in der Kirche, ja sogar bei den Ordensleuten. „Der Teufel will Verwirrung“, fuhr sie fort, „bis in die charismatischen Kreise hinein.“ In diesen wird oft zu sehr auf äußere Zeichen geachtet, auf Wunder zum Beispiel. Worauf es aber ankomme, seien nicht seelische Erfahrungen, Visionen, besondere Zeichen, sondern: das Evangelium ganz konkret zu leben. Die Hölle wolle Entzweiung in der Religiosität. Viele mystisch Interessierte würden vergessen, was der Völkerapostel Paulus einmal sehr hart gesagt habe: „Wer nicht arbeiten will, soll auch nicht essen.“ (2 Thess 3, 10b)

Medjugorje sei ein großes Zeichen für die Kirche. Die Kirche müsse sich ganz Gott zuwenden. Die Soziologie, die immer mehr vorgedrungen sei und das Denken beherrsche, müsse zurückgedrängt werden. Was sie oft sehr bedrücke, sei folgende Beobachtung: Viele Menschen kämen nach Medjugorje voll guten Willens, voll tiefer Frömmigkeit. Oft sind sie eifrige Beter. Und doch habe sie manchmal den Eindruck, dass sie Medjugorje verlassen, ohne verstanden zu haben, was die Gospa hier eigentlich anstrebe. Um das auf eine kurze Formel zu bringen, bat ich sie um Erklärung.

„Die Gottesmutter will eine neue Zeit“, lautete die Antwort. Sie lade Menschen ein, sich von ihr erziehen zu lassen. Sie brauche Menschen, die bereit seien, Gott alles zu geben und sich radikal auf Ihn einzulassen.
(kath.net)

Das vollständige Interview auf www.medjugorje.de
Deo Gratias!
#2 24. August, 0:15
Johannes Paul II. über Medjugorje:
Ausschnitt aus einem Zeugnis der Seherin Mirjana, vom 24.6.2009, aus der Medjugorje Zeitschrift, III. Quartal 2009, der Gebetsaktion Medjugorje, Wien:
Mirjana: Während all dieser Jahre der Begegnungen mit der Gospa (Muttergottes auf Kroatisch) gab es für mich noch eine andere sehr wichtige Begegnung, und zwar meine persönliche Begegnung mit dem Papst Johannes Paul II. Ich kam mit einer Pilgergruppe in den Vatikan; bei uns war ein italienischer Priester. Nach der hl. Messe segnete uns der Papst - so auch mich. Dann ging er weiter, an mir vorbei. In dem Moment sagte unser Priester zum hl. Vater: "Das ist Mirjana, die Seherin von Medjugorje." Der Papst kam wieder zurück, segnete mich noch einmal und ging weg. Es dauerte nicht lange, da kam ein Brief, in dem geschrieben stand, dass wir nach Castel Gandolfo kommen sollen, wo der Papst mich alleine empfangen und mit mir reden werde. Wir trafen uns zum vereinbarten Zeitpunkt und er sagte mir Folgendes: "Wenn ich nicht Papst wäre, wäre ich schon längst nach Medjugorje gekommen. Ich weiss um alles, was dort geschieht und folge dem Weg, zu dem uns die Gospa einlädt." Zum Schluss sagte er zu mir: "Beschützt Medjugorje! Medjugorje ist die Hoffnung für die ganze Welt." Während wirredeten, schaute ich ihm die ganze Zeit über in die Augen. Diese seine Augen hinterliessen in mir bis heute einen besonderen Eindruck, einen unauslöschbaren Stempel, denn in seinen Augen sah ich das Gleiche wie in den Augen der Gospa: diese Liebe, diese Zärtlichkeit, diese Ehrlichkeit, dieses gewisse Göttliche.
Deo Gratias!
#3 20. Februar, 14:05
In Medjugorje ist die Kirche lebendig!

Interview mit der Seherin Marija Pavlovic-Lunetti am 30.12.2009

Marija, Du hattest vorhin eine Erscheinung und es waren viele Menschen dabei. Kannst Du uns sagen, wie Du die Erscheinung erlebt hast?

Für mich als Seherin ist es eine grosse Gnade, dass die Gospa noch immer erscheint, und das seit 28 Jahren täglich. Das ist nicht nur für mich eine grosse Gnade, sondern auch für die beiden anderen Seher Ivan und Vicka, die auch tägliche Erscheinungen haben. Ich kann der Gospa für diese Gnade, die sie mir gib, nur danken. Ich spüre, dass dieses Geschenk nicht nur für mich, sondern für die ganze Welt ist. Die Gegenwart der Gospa, die Gegenwart der Königin des Himmels und der Erde ist für uns und für diese Zeit, in der wir leben, etwas Unbeschreibliches. Alle Worte, mit denen wir diese Gnade beschreiben und mit denen wir der Gospa danken möchten, dass sie uns jeden Tag dem Himmel näherbringt, sind unzureichend. Wir dürfen auch nicht vergessen, dass über allem Gott steht, der uns die Gospa geschickt hat, damit sie uns hilft und auf dem Weg ihres Sohnes Jesus Christus führt. Immer, wenn ich Gelegenheit habe, sage ich den Leuten, dass es eine grosse Freude ist, tägliche Erscheinungen zu haben. Es ist aber auch eine Trauer, denn nach jeder Erscheinung, die sich im Himmel abspielt, kommt von Neuem das Zurückkehren auf die Erde, wo wir den Alltag weiterleben. Jedes Mal, wenn die Gospa kommt, habe ich eine grosse Erwartung und Freude. Aber wenn sie uns nach fünf oder zehn Minuten wieder verlässt, kommt eine grosse Leere. Für mich als Seherin ist das ein Zeichen, dass wir Menschen auf dieser Erde nicht ohne Gott und ohne die Gospa leben können.
Kannst Du uns sagen, wie die Gospa in diesen Tagen war?
In all diesen Weihnachtstagen war die Gospa besonders froh und freudig. In ihrem Blick und Gesichtsausdruck konnte man ein Licht sehen, das wie die Sonne leuchtet. Dieses Licht strahlte eine Wärme aus, die bis zu mir drang. Die Gospa ist wie der blaue Himmel, wie die Sonne und die Sterne. Sie ist so anmutig und sanft, wie eine Mutter, die ihre Kinder liebkost und küsst.
Alles, was man über eine Mutter sagen kann, die ihr Kind mit viel Liebe und Freude im Arm trägt, kann man auch über die Gospa sagen. Sie liebt uns alle und wünscht, dass wir sie bitten und uns in unseren Anliegen an sie wenden. Sie legt für uns Fürsprache bei unserem himmlischen Vater ein.

Marija, in den vergangenen 28 Jahren sind sehr viele Menschen bei Dir im Haus gewesen. In diesen Tagen war der Wiener Kardinal Dr. Christoph Schönborn Gast in Deinem Haus. Du warst auch schon bei ihm in Wien im Stephansdom. Wie hast Du den Kardinal erlebt?

Für mich ist das Kommen von Kardinal Schönborn nach Medjugorje ein Geschenk der Liebe Gottes, ein Geschenk der Gospa und der Kirche. Wir alle wissen, dass Medjugorje in den letzten 28 Jahren viel gelitten hat und angegriffen worden ist, und auch wir Seher. Ich frage mich: Warum? In der letzten Zeit verlagerten sich diese Angriffe auf eine andere Ebene. Unser Bischof von Mostar greift nicht uns Seher an, sondern die Priester, die Gemeinschaften, die Gott im allerheiligsten Altarsakrament anbeten. Dabei beten diese zu Gott, sie wollen niemandem etwas Böses tun, weder der Welt noch der Kirche, in der und für die sie leben. Wir schätzen und ehren unseren Bischof und beten für ihn und haben wirklich nie etwas Negatives über ihn gesagt. Aber wenn ich höre, dass der Bischof uns oder andere, die dem Weg der Gospa, dem Weg von Medjugorje folgen, angreift, dann ist das für mich, wie wenn ein Schwert immer tiefer ins Herz dringt und eine immer grössere Wunde verursacht, die blutet und sich nicht schliesst. Es ist schmerzhaft, wenn er uns nicht hören will, wenn er gegen uns spricht, gegen uns, die wir beten und uns selber und die anderen bekehren. Auch wir Seher sind Sünder, so wie alle anderen Menschen, die auf dieser Erde leben, denn es gibt keinen Menschen, der sündenlos ist. Ich habe auch Sünden, aber ich bemühe mich täglich, auf dem Weg der Heiligkeit zu gehen, dem Weg, auf dem mich die Gospa schon 28 Jahre lang führt. Natürlich muss ich sagen, dass ich während dieser 28 Jahre gesündigt habe, aber ich bemühe mich, in dieser Welt die ausgestreckte Hand der Gospa zu sein. Sie hat mich und noch weitere fünf Seher erwählt, und als wir sie gefragt haben, warum sie gerade uns erwählt hat, sagte sie, dass sie uns so erwählt hat, wie wir waren. Bei dieser Wahl hat sie also selber entschieden, wir haben uns nicht aufgedrängt. Ich kann nur sagen, dass sich mein Leben, seit sie mich erwählt hat, von Tag zu Tag in jeder Hinsicht verändert. Diese Veränderung ist nicht leicht, sie ist eine grosse Verantwortung und Verpflichtung. Deshalb ist es schwer, einerseits in der Kirche zu sein, von der Gospa auf eine besondere Weise auserwählt zu sein, und andererseits gleichzeitig vom Stellvertreter der Obrigkeit in der Kirche verurteilt zu werden. Ich bin meinem Bischof nicht böse, er ist mein Hirte und ich bin ihm als Gläubige gehorsam, aber ich kann der Königin des Friedens, die mich jeden Tag ruft und die mir erscheint, nicht ungehorsam werden. Ich kann sie nicht verleugnen, weil ich weiss, dass sie von Gott gesandt ist. Im Übrigen kann ich mit Recht sagen, dass ich nicht krank bin, denn ich habe die Papiere und Dokumente von mehreren medizinischen Fachleuten, die mehrere Male in diesen 28 Jahren hundertprozentig bestätigt haben, dass ich körperlich und geistig gesund bin. Ich verurteile meinen Bischof nicht, sondern ich bete für ihn als meinen Oberhirten und werde nie und nirgendwo sagen, dass ich etwas gegen ihn habe oder dass ich ihn nicht mag. Für mich ist es sehr schwer, dass ich mit so vielen Leuten, mit Pilgern, Journalisten, Priestern und kirchlichen Würdenträgern auf der ganzen Welt reden konnte, aber nicht die Ehre hatte, mit meinem Bischof auch nur ein einziges Mal unter vier Augen zu sprechen. Das schmerzt mich besonders, denn es ist mir bewusst, dass er mich verurteilt, schlecht über mich und über die anderen Seher redet, obwohl er mit uns nie auch nur ein einziges Wort gesprochen hat. Das schmerzt mich umso mehr, weil ich eine gläubige Katholikin bin und in die Kirche gehe. Ich habe mich trotzdem entschieden, weiterhin auf dem Weg zu gehen, auf den uns die Gospa einlädt, und das ist der Weg der Bekehrung, der Vergebung, der Liebe und des vollkommenen Vertrauens in Gott und in Seine Vorsehung.
Deshalb ist das Kommen von Kardinal Schönborn nach Medjugorje wirklich eine Berührung der Kirche mit Medjugorje eine grosse Gnadenzeit sind, die uns Gott durch die Gospa anbietet. Die heutige Begegnung mit dem Wieder Kardinal ist für mich der Beweis, dass es in der Kirche Menschen gibt, welche Medjugorje, die Seher, die Priester und die Pilger mit völlig anderen Augen sehen. Sie nehmen uns an, so wie wir sind, so wie uns die Gospa vom ersten Tag der Erscheinungen bis heute angenommen hat. Deshalb kann ich das heute und jetzt in meinem Haus in Medjugorje bekräftigen und es der ganzen Welt sagen, dass die Begegnung mit dem Kardinal für mich eines der grössten Ereignisse meines ganzen Lebens war. Er ist für mich wie ein Vater, der mich bei ihm in Wien in sein Heim aufgenommen hat. Ich erlebe Kardinal Schönborn wie den Heiligen Vater Johannes Paul II., der nie etwas gegen uns oder gegen Medjugorje gesagt hat, der vier von uns sechs Sehern empfangen und persönlich mit uns gesprochen hat. Mirjana kann selber bezeugen, wie er sie empfangen und was er ihr gesagt hat: Dass er als erster nach Medjugorje kommen würde, wenn er nicht Papst wäre. Das ist vielen bekannt.
Das Kommen von Kardinal Schönborn nach Medjugorje deute ich als eine väterliche Umarmung seiner Kinder. Dieses Kommen war nicht meine Wunsch oder der Wunsch des Kardinals – nach Medjugorje kommen alle auf Einladung der Gospa. Die Gospa hat uns in diesen Weihnachtsfeiertagen und zum Jahreswechsel dieses grosse Geschenk gemacht. Die Einheit und die Gemeinschaft der Kirche, die wir mit dem Kardinal erlebt haben, ist wirklich etwas Grosses für uns. Ich bin mir sicher, dass diese Begegnung mit dem Kardinal eine wohlwollende Annäherung der Amtskirche mit Medjugorje und mit allen Menschen, welche die Botschaften der Gospa angenommen und den Weg ihrer Bekehrung begonnen haben, ist.
Wir sagen ein grosses „Dank sei Gott und der Gospa“, weil uns der Kardinal besucht hat. Ich werde für ihn beten und auch für das Anliegen, dass noch mehr Bischöfe und Kardinäle Medjugorje ist die Kirche lebendig – das kann niemand bestreiten.

Als wir den Kardinal hier in Medjugorje begleitet haben, fühlte ich die Worte Jesu: ‚Fürchtet euch nicht, Ich bin mit euch, nichts kann euch zustossen.‘ Hast auch Du es so erlebt?

Ich habe es genau so erlebt. Kardinal Schönborn ist ein Mensch guten Willens und die Begegnung mit ihm spornte mich an, noch besser zu werden. Er ist weder stolz noch hochmütig. Man sieht in ihm eine tiefe Bescheidenheit und Demut, so wie Jesus zu Seinen Jüngern gesagt hat: Seid nicht Leiter, sondern Diener. Er ist wie der barmherzige Vater, der seinen Sohn liebt, obwohl dieser weit weggegangen ist. Der Kardinal hat uns nach der Katechese über die Barmherzigkeit Gottes, die wir heute in der Kirche von Medjugorje gehört haben, gesagt, dass er, wenn er wieder nach Medjugorje kommt, über die Barmherzigkeit der Gospa sprechen wird. Am Ende bekam er von allen Anwesenden in der Kirche einen grossen Applaus. Die Kirche war so voll, dass man nicht einmal mehr einen Stehplatz bekam. Ich hoffe, dass sich Medjugorje durch seine Anwesenheit hier noch mehr in die Kirche ein gliedert, denn wir sind keine Sekte, sondern als gläubige Katholiken Teil der ganzen Kirche. Wir waren seit dem Beginn der Erscheinungen in der Kirche und haben die Sakramente empfangen, wie es uns unser Glaube lehrt.
Marija, Du hast also die Katechese von Kardinal Schönborn gehört. Kannst Du uns sagen, wie Du seine Auslegung erlebt hast?
Die Katechese war wunderschön. Ich glaube, dass es in diesen Weihnachtstagen in Medjugorje viele Menschen gibt, die nach Gott hungern und dürsten. Ich bin überzeugt davon, dass der Kardinal durch seine Auslegung die Menschen noch mehr zum Nachdenken angespornt hat, damit sie ihre Herzen noch leichter aufmachen und Gott und Seinen Sohn annehmen, der auf Erden die Menschen von verschiedenen Krankheiten geheilt, zur Umkehr bewegt, Wunder gewirkt und Frieden und Versöhnung gebracht hat. Das ist genau das, was auch die Gospa hier in Medjugorje tut. Sie ruft uns zur Umkehr auf. Auf ihre Fürsprache ihn werden viele an Leib und Seele geheilt. Es geschehen die Wunder, die zur Zeit Jesu geschahen: Lahme gehen, Blinde sehen, Kranke werden gesund, Traurige finden Trost usw. Als ich heute in der Kirche bei der Katechese war, sass neben mir ein junger Mann, der einen Verkehrsunfall hatte. Nach diesem Verkehrsunfall war er lange Zeit im Koma. Die Ärzte konnten ihm nicht mehr helfen und sagten seinen Eltern, dass ihr Sohn im Lauf von zwei bis drei Tagen sterben wird. Die Eltern wussten in ihrer Panik nicht, was sie tun sollten. Das Einzige, was ihnen einfiel, war, nach Medjugorje zu kommen und zur Gospa um Hilfe zu flehen. Was für eine Zufall, dass ich heute während der Katechese in der Kirche auf dem Chor war. Dieser junge Mann, der damals im Koma war, sass neben mir und hörte dem Kardinal zu, als er über die Barmherzigkeit Gottes sprach. Der junge Mann erzählte mir, dass sein Bruder Priester wird, dass er in einen Orden eingetreten und zurzeit im Noviziat ist.
Das ist nur ein Beispiel, aber solche Beispiele, wo verschiedene körperliche und geistige Heilungen erfolgten, gab es in Medjugorje in den vergangenen 28 Jahren Tausende. All diese Geschehnisse bezeugen uns, dass Gott auch heute lebendig am Werk ist. Ich bein überzeugt davon und glaube, dass Jesus auch hier in Medjugorje ist, dass Er Wunder wirkt und sagt: „Ich bin mit euch. Habt keine Angst!“

Du hast den Kardinal auf den Erscheinungsberg begleitet und ihm erklärt, wie das in den ersten Tagen war.

Ja, gestern gingen wir gemeinsam mit dem Kardinal auf den Erscheinungsberg. Ich versuchte, ihm alle Ereignisse der ersten Tage zu erklären, damit er sich vorstellen kann, wie das damals war, als uns die Gospa zum ersten Mal erschienen ist. Ich würde gerne auch anderen Kardinälen und Bischöfen unserer katholischen Kirche, ja sogar dem Papst, alles aus jenen ersten Tagen am Ort des Geschehens zeigen und erklären. Wir geben Zeugnis und stehen hinter den Worten, die wir von 1081 bis heute gesagt haben. Der Kardinal war auch bei mir im Haus bei der Erscheinung dabei und konnte sich selbst davon überzeugen, dass ich bis heute Erscheinungen habe. Vor dem Beginn der Erscheinungen war ich niemand und nichts, und auch jetzt bin ich niemand und nichts. Aber ich habe begriffen, dass ich ein Instrument in den Händen Gottes bin und ich bitte Gott darum, dass ich mich der Aufgabe, die Er von mir verlangt, würdig erweise. Heute – als erwachsene Frau – kann ich fest behaupten, dass ich Gott an die erste Stelle in meinem Leben gesetzt habe, über allem anderen. Und das bezeug ich nicht nur durch mein Leben und mein Gebet, sondern auch den Menschen, die ich im Leben treffe.
Heute bei der Erscheinung war auch ein Mädchen dabei, das hier in Medjugorje geheilt worden ist. Kannst Du uns über diese Heilung etwas sagen?
Es würde mir leidtun, wenn ihr dieses Ereignis nicht vermerkt, denn es ist das, was Gott hier in Medjugorje auf die Fürbitte der Gospa tut. Es wäre traurig, wenn ich das nicht erwähnen würde, denn es ist mir ein Anliegen, dass viele sehen, wie Gott wirkt. Es handelt sich um Silvia aus Italien. Silvia ist heute 21 Jahre alt. Als sie krank wurde, war sie 16 Jahre alt. Ihre Krankheit fesselte sie an den Rollstuhl. Dieses Mädchen war in Medjugorje bei einer Erscheinung dabei, die der Seher Ivan auf dem Podbrdo hatte. Sie wurde geheilt. Als ich gestern mit dem Kardinal auf den Erscheinungsberg ging, traf ich plötzlich Silvia genau an diesem Platz, an dem damals Ihre Heilung erfolgte. Sie selber bezeugte es vor dem Kardinal und erzählte, was sie hier am 23.6.2005 erlebt hat. Ich sagte: ‚dieses Mädchen war im Rollstuhl, und jetzt sehen Sie, wie sie hier steht, geht und Gott für ihre Heilung dankt. Sie gibt freudig Zeugnis.‘
Zum Schluss möchte ich daher sagen, dass wir nie denken dürfen, dass uns Gott verlassen hat. Er ist immer bei uns und wird uns sicher helfen, wenn wir Ihn ehrlich darum bitten.
(Quelle: Zeitschrift „Medjugorje“, der Gebetsaktion „Maria – Königin des Friedens“, Wien, 1. Quartal 2010, Nr. 96
Bilder: http://www.gebetsaktion.at/ und http://medjugorje.hr )
Deo Gratias!
#4 15. Oktober, 23:32
Gespräche mit den Sehern - Teil I

Zurzeit lese ich das Büchlein "Gespräche mit den Sehern" von Kresimir Sego, erschienen im Tiberias Verlag, Medjugorje in 2010 und bin fast am Ende. Es ist eine einfach zu lesende Lektüre mit vielen Antworten auf allgemeine Fragen bezüglich der Ereignissen in Medjugojre. Es sind Antworten die aus "erster Hand" stammen, nämlich von den sechs Sehern aus Medjugorje.

Ich lade Interessierte herzlich ein, bei dieser Lektüre "mitzulesen" und werde in mehreren Blogs Abschnitte aus dem Buch veröffentlichen.
Kopien davon werde ich dann auch in die Medjugorje-Gruppe einfügen.

Viel Freude beim Lesen!


Einleitung

Alles hat in den Abendstunden an jenem 24. Juni 1981 begonnen

Vier Mädchen und zwei Buben sahen eine überaus herrliche Erscheinung mit einem Kind in den Armen.
Das waren zunächst Ivanka Ivankovic und Mirjana Dragicevic, danach auch Vicka Ivankovic, Milka Pavlovic, Ivan Dragicevic und Ivan Ivankovic.
Am folgenden Tag, dem 25. Juni 1981, kamen zur selben Stunde - gegen 18 Uhr - an denselben Ort auf dem Podbrdo (Erscheinungsberg) oberhalb von Bijakovici, Ivanka, Mirjana, Ivan Dragicevic und Vicka.
Plötzlich blitzte ein Licht auf. Die Kinder erblickten eine überaus herrliche Erscheinung - die Gospa (kroatisch für Gottesmutter) - diesmal aber ohne das Kind in den Armen. Vicka lief ins Dorf hinab und brachte Marija - Milkas Schwester - und den Kleinen Jakov Colo mit. Milka und Ivan Ivankovic, die von gestern, waren nicht dabei.
Glückliche Seher, "Engel der Gospa", sollten von diesem Tag, dem zweiten Tag an, Ivanka, Mirjana, Ivan, Vicka, Marija und Jakov werden.
Ihnen wird von nun an die Gospa erscheinen, über sie wird Sie zur Pfarre Medjugorje und zur ganzen Welt sprechen, durch sie wird Sie zum Frieden, zur Bekehrung, zur Stärkung des Glaubens durch Gebet und Fasten aufrufen.
Die Nachricht hatte sich in Windeseile in der ganzen Gegend verbreitet. So war am fünften Tag auf dem Erscheinungsberg eine Menge von etwa 15'000 frommer und auch neugieriger Menschen versammelt.
Trotz des Widerstandes der kommunistischen Machthaber, trotz des Verbotes, den Ort der Erscheinungen zu besuchen, trotz Drohungen und Verängstigungen ja trotz der Einkerkerung des Ortspfarrers, der selbst zu Beginn nicht glaubte, dass die Gospa erscheint, wuchs die Zahl der Pilger von Tag zu Tag an: aus der näheren und weiteren Umgebung, aus Bosnien-Herzegowina, aus Kroatien, Slowenien; es strömten auch Italiener herbei, Deutsche und andere Europäer; danach auch Nord- und Südamerikaner, Afrikaner, Asiaten und Australier.
Menschen verschiedener Rassen und verschiedenen Standes, Männer und Frauen, Arme und Reiche, Priester und Bischöfe, Erzbischöfe und Kardinäle.
Medjugorje wurde zum neuen geistlichen Zentrum der Welt, wie es Papst Johannes Paul II. charakterisiert hat. Ein geistlicher Versammlungsort, dem die grösste Aufmerksamkeit gewidmet wurde, wie es die Bischofskonferenz des damaligen Jugoslawiens und die eindeutige Stellungnahme des Vorsitzenden der Kongregation für Glaubenslehre, Kardinal Joseph Ratzinger, des heutigen Papstes Benedikt des XVI. bestätigt hat.
Der zuständige Ortsbischof von Mostar hat anfänglich die Wahrheitsliebe der Seher verteidigt, später jedoch hat sowohl er als auch sein Nachfolger die Echtheit der Erscheinungen nicht anerkannt. Sie verbieten die Versammlung von Gläubigen nicht und es dürfen die Sakramente gespendet werden.
Die Kirche hält sich mit ihrem endgültigen Urteilsspruch noch zurück. Die Erscheinungen dauern noch an und solange das so ist, beobachtet die Kirche als Mutter und Lehrmeisterin alle Geschehnisse sehr aufmerksam.
Es eilt nicht.
Die Gläubigen aber kommen und sie kommen nun schon 28 Jahre lang.
Ich selbst kann mir Medjugorje ohne diese Wirklichkeit nicht vorstellen. Dort sind meine Gedanken, Tag und Nacht. Ich lese und sammle alles über die Geschehnisse und übersetze diese aussergewöhnlichen Zeugnisse in andere Sprachen: In Medjugorje ist Gott über die Gospa am Werk. Ich halte mich da an die Kriterien Jesu: "Den Baum erkennt man an seinen Früchten." Und die Früchte sind: Erfahrungen und Begegnungen mit Gott, mit dem eucharistischen Jesus, mit der Gospa.
Wer einmal in Medjugorje war, hat den Wunsch, wieder nach Medjugorje zu kommen und zwar mit dem Vorhaben: Wenn wir die Botschaften der Gottesmutter leben, bauen wir eine bessere Welt auf der Grundlage des Evangeliums.
Msgr Eduard Pericic

Msrg. Eduard Pericic (Mitglied der internationalen Marianischen Akademie, Beichtvater Seiner Heiligkeit) Priester der Erzdiözese Zadar und Professor kommt nun schon mehrere Jahre hindurch jeden 2. des Monats nach Medjugorje. Die Früchte seiner Pilgerfahrten und Untersuchungen des geistlichen Phänomens von Medjugorje sind einige bis dato veröffentlichte Bücher. Lyrische Überlegungen sind Teil seines neuen Buches, das er gerade vorbereitet.

Aus: "Gespräche mit den Sehern" von Kresimir Sego, erschienen im Tiberias Verlag, Medjugorje 2010
Deo Gratias!
#5 15. Oktober, 23:32
Gespräche mit den Sehern - Teil II - Seherin Ivanka
Hier fahre ich fort mit Auszügen aus "Gespräche mit den Sehern" (von Kresimir Sego). Alle sechs Seher wurden interviewt. Hier beginne ich mit Ivanka Ivankovic. Die Fragen wurden vom Autor des Buches gestellt, das Interview ist teilweise wiedergegeben.

Ivanka Ivankovic-Elez
Ivanka Ivankovic-Elez sah als erste am 24. Juni 1981 eine Frau mit einem Kinde auf dem Arm auf dem Erscheinungsberg. Von diesem Tage an hatte sie tägliche Erscheinungen der Gospa bis zum 7. Mai 1985, als ihr das zehnte Geheimnis anvertraut wurde. Seit dieser Zeit erscheint ihr die Gospa einmal im Jahr, jeweils am 25. Juni, dem Jahrestag der Erscheinungen. Während der täglichen Erscheinungen hatte ihr die Gospa Ihre Lebensgeschichte erzählt, was Sie nun auch bei den jährlichen Erscheinungen fortsetzt. Diese Beschreibung des Lebens der Gottesmutter wird Ivanka veröffentlichen, sobald sie von Ihr dazu die Erlaubnis bekommt.

Gibt es einen Unterschied zwischen den jährlichen und den täglichen Erscheinungen?

Die jährlichen Erscheinungen gleichen den täglichen Erscheinungen, die ich bis zum 7.Mai 1985 hatte. Die Gospa kommt auf dieselbe Weise, gleich schön und fröhlich. Sie begrüsst mich mit "Gelobt sei Jesus Christus" und dann gibt Sie mir eine Botschaft. Bevor ich die Gospa sehe, erscheint dreimal ein kräftiges Licht. Dann beten wir gemeinsam und Sie erteilt Ihren mütterlichen Segen. Bei der Erscheinung am Jahrestag ist Sie immer so gekleidet, wie ich es bei meiner letzten täglichen Erscheinung geschildert habe: Ihr Kleid und besonders die Krone leuchten in Silber und Gold.

Die Gospa hat dir Ihr Leben geschildert; hat Sie das nun beendet und wann wird es veröffentlicht werden?
Auch bei der Erscheinung im Vorjahr hat mir die Königin des Friedens aus Ihrem Leben erzählt, das bedeutet, dass der Bericht über Ihr Leben noch nicht abgeschlossen ist. Wie lange es noch dauern wird, weiss ich nicht.

Wie bereitest du dich auf die Erscheinung am Jahrestag vor?
Nun die Vorbereitung darauf erstreckt sich über das ganze Jahr, d.h., schon vom 26. Juni an. Meine Vorbereitung besteht aus dem täglichen Gebet und meinem täglichen Leben. Etwa zwei Wochen vor der Erscheinung faste ich und bete oft lange. Je näher der Tag der Erscheinung heranrückt, desto grösser wird auch meine Sehnsucht, Sie wieder zu sehen. Dann kommt mir jede kurze Zeitspanne wie ein Jahr vor, die Tage vergehen nur sehr langsam.

Sprichst du manchmal mit der Gospa über dein persönliches Leben?
Niemals habe ich bei den Erscheinungen die Gospa um etwas, was mein persönliches Leben betrifft, gebeten, denn Sie gibt uns durch Ihre Erscheinung so viel, dass es unpassend wäre, noch etwas für sich selbst dazu zu erbitten.

Mirjana, Jakov und du, ihr habt schon eure zehn Geheimnisse erhalten. Beziehen sich diese Geheimnisse nur auf die Zukunft der Welt oder gibt es Geheimnisse, die sich nur auf dein Leben beziehen?
Alle Geheimnisse, die ich erhalten habe, beziehen sich auf die Zukunft der Welt. Das dritte Geheimnis schildert das Zeichen, das auf dem Erscheinungsberg erstehen wird. Es wird ein bleibendes Zeichen sein, sichtbar für alle und es wird unzerstörbar sein.

Hast du es gesehen?
Ich habe das Zeichen gesehen und ich weiss, wann es erscheinen wird. Aber wir sollten mit unserer Bekehrung nicht auf diesen Tag warten: jeden Tag müssen wir uns bekehren, jeden Tag sollen wir die Botschaften, die Sie uns schon 27 [29] Jahre lang ans Herz legt, leben.
Es genügt, dass wir unser Herz der Gospa öffnen, alles andere wird Sie schon machen. (...) Die Gottesmutter ist stets bei uns und Sie will uns darauf hinweisen, dass das Ziel unseres Lebens der Himmel ist, das ewige Leben. Schon am Anfang der Erscheinungen durfte ich dieses ewige Leben sehen, als mir die Königin des Friedens erlaubte, meiner Mutter zu begegnen, die einen Monat vor den Erscheinungen verstorben war.
Deo Gratias!
#6 29. Oktober, 13:17
Auszüge aus dem Buch "Gespräche mit den Sehern" von Kresimir Sego - Teil IV - aus dem Interview mit Mirjana Dragicevic-Soldo


Warum hat die Gottesmutter gerade das Dorf Bijakovici, den Podbrdo, Medjugorje und euch sechs für Ihre Erscheinungen erwählt?

Einmal haben wir die Gottesmutter gefragt, warum Sie unser Dorf und uns sechs erwählt habe. Das war in den ersten Tagen. Sie hat gesagt, dass Sie gerade hier den Glauben gefunden hat, das ist alles, was Sie über den Ort der Erscheinungen gesagt hat. Als wir Sie dann fragten, warum Sie uns sechs erwählt habe - denn wir waren wie alle anderen Kinder, wir waren nicht besser als andere Kinder im Dorf - da hat uns die Gottesmutter gesagt, Sie habe uns erwählt, weil Sie uns gerade so brauche wie wir sind. Das war alles, was Sie darüber gesagt hat, was uns betrifft. Ehrlich gesagt, darüber denke ich auch nicht nach, denn wenn du deiner Mutter, der Gottesmutter, dein Jawort gibst, dann hast du auch nicht Zeit zu überlegen, warum dies und warum das. Du gibst dich in Ihre Hände und bist dir bewusst, dass du hier in grösster Sicherheit bist, weil Sie nur Gutes für dich will; wenn du also tust, oder wenigstens versuchst, das zu tun, was Sie von dir verlangt - nämlich zu beten, zu fasten, dich zu bekehren - versuche dem zu entsprechen, was Sie von dir will. Das möchte ich allen empfehlen, denn viele kommen nach Medjugorje und verlieren eine Menge Zeit damit, dass sie fragen: warum, weshalb...? Frage nicht lange nach dem Warum, versuche vielmehr das zu befolgen, was dir Gott durch Seine Mutter sagt, denn das führt sicher zu Jesus und zur Rettung.

Die Gottesmutter hat uns erwählt; so wie wir eben sind. In Zusammenhang mit diesen Fragen gibt es eine sympathische Begebenheit mit dem verstorbenen Pater Slavko. ein ganzes Jahr lang versuchte er ein gemeinsames Treffen von allen sechs Sehern zustande zu bringen. Einmal kam er zu mir. Er war sehr erbost und ich fragte ihn: "Pater, was hat Sie so in Rage gebracht?" "Wie kannst du mir eine derartige Frage stellen?! Wenn ich die Gottesmutter wäre, hätte ich euch niemals, aber auch niemals auserwählt. Aber das ist auch für mich ein Zeichen, dass Sie wahrhaftig in Medjugorje ist, und euch sechs erwählt hat, denn nur Sie kann das vollbringen." So hat mir Pater Slavko teils erzürnt und halb scherzhaft geantwortet.

Als du im Juli 1981, damals als 16-Jährige wieder nach Sarajevo zurückgekehrt warst, hast du jemals vermutet, dass die Erscheinungen so lange dauern werden und dass die Erscheinungen so viele Veränderungen in unserer Pfarre aber auch in der ganzen Welt verursachen werden?

Damals, als die Erscheinungen begonnen haben, habe ich nur gedacht: Wann wird es morgen werden und wann werde ich die Muttergottes wieder sehen? Denn, Sie zu sehen bedeutete für mich wie im Paradiese zu sein. Wenn ich davon spreche, erzähle ich immer dieses Beispiel: Ich habe zwei Töchter. Es heisst, dass die Mutterliebe - die Liebe der Mutter zum Kind - neben der Liebe zu Gott, sehr, sehr machtvoll ist. Aber, wenn ich mit der Gospa beisammen bin, nehme ich weder mich noch meine Kinder wahr. Darum habe ich in diesen ersten Tagen - als ich noch nichts von Lourdes und Fatima wusste, und auch nicht, dass die Gottesmutter überhaupt erscheinen kann - noch nicht daran gedacht, was sich alles ereignen werde. In mir war einzig und allein der Wunsch: Verlass uns nicht, komm auch morgen wieder.
Deo Gratias!
#7 6. Januar, 8:34
Auszüge aus dem Buch "Gespräche mit den Sehern" von Kresimir Sego - Teil V - Fortsetzung aus dem Interview mit Mirjana Dragicevic-Soldo


Wie hat sich nun dein Leben in Sarajevo weiter entwickelt, wenn man bedenkt, dass die Seher aber auch ihre Eltern bedrängt wurden? Die Zeitungen haben darüber geschrieben. Radio und Fernsehen haben darüber berichtet, dass ihr euch das alles nur ausgedacht habt, und die Behörden haben euch verboten, weiterhin darüber zu sprechen.

Nun, hier in Medjugorje war es doch viel leichter, es ist ein einiges Volk und alle sind Katholiken. Bei mir war es anders, denn ich war allein. Vor den Erscheinungen ging ich ins Gymnasium, das als bestes in Sarajevo galt. Danach hat man mich gleich mit Schimpfworten aus dem Gymnasium hinausgeworfen. Meinem Vater aber gelang es, mich in einem anderen Gymnasium einzuschreiben, aber diese Klasse besuchten Schüler, die von allen anderen fünf Gymnasien der Stadt hinausgeworfen worden waren. sie können sich vorstellen, wie ich mich da gefühlt habe. Täglich haben die Zeitungen etwas Schlechtes über mich geschrieben.
Ich konnte in den Zeitungen lesen, dass ich die Enkelin eines Kriegsverbrechers sei (mein Grossvater war Angehöriger der Freiheitskämpfer für die Freiheit Kroatiens) und dass die Gospa eine Erfindung von Nationalisten sei, ich aber (für mich gesprochen) bin einen "gläubige", die alle Menschen ohne Rücksicht auf deren Glaubensüberzeugung liebt. Das lehrt uns auch die Gospa, dass wir alle Brüder und dass wir in allen Menschen Jesus Christus sehen müssen.
Täglich wurde ich vom SUP der Republik abgeholt, ich wurde ausgefragt und verhört. Man verlangte von mir, ich sollte unterschrieben, dass sich Pater Jozo Zovko das alles in Medjugorje ausgedacht habe. Ich war überzeugt, das ich die Wahrheit sagen musste, und ich habe ihnen erklärt, dass ich Pater Jozo nicht einmal gekannt habe. Er wurde 1980 Pfarrer in Medjugorje und ich kam im Juni 1981 in den Ferien nach Medjugorje. Da war Pater Jozo gerade in Zagreb. Bis dahin war ich Pater Jozo niemals begegnet. Das habe ich ihnen eindringlich gesagt; sie aber haben mich bedroht und wiederholt vorgeführt. Ich schämte mich, obwohl unschuldig, die Aussagen des SUP wurden in die Schule gebracht, so als wäre ich der grösste Verbrecher.

Mir taten die Leid, die mich verhört und mir gedroht haben. Aber bei all dem standen mir besonders meine Eltern wunderbar hilfreich zur Seite. Sie ermahnten mich immer eindringlich, die Wahrheit zu sagen; sie versprachen, stets an meiner Seite zu sein, und dass Gott uns helfen werde. Wahrhaftig, so war es dann auch, denn nicht nur ich hatte Probleme. Ehrlich gesagt, meine Probleme waren mir gar nicht so wichtig: Ich sah die Gottesmutter, und so musste das alles wohl so sein. Das tröstete mich, aber es war schwer für mich, ansehen zu müssen, wie meine Eltern und mein jüngerer Bruder weinten. Meine Eltern ertrugen die Anfeindungen, man drohte ihnen mit der Entlassung von der Arbeitstelle. Aber Gott hat uns in allem geholfen. Wahrlich, ich habe in allem die Hilfe Gottes erfahren. Mir wurden Türen geöffnet, auf die ich nie zu hoffen gewagt hätte; wann immer ich mich einsam fühlte, fand sich immer jemand, um mir zu helfen. Darin habe ich gesehen, wie die Gottesmutter durch verschiedene Personen handelt.

Bist du dann noch öfters nach Medjugorje gekommen?

Ja, aber die Polizei hat mich stets wieder zurückgeholt. Ich erinnere mich an eine sehr hässliche Begebenheit. Da gab es Flüche, Drohungen, Geschimpfe... als sie mich bei unserer Wohnung ablieferten, sagte ich zu meiner Mutter: "Mama, wenn du wüsstest, was die alles mit mir gemacht haben." Sie aber gab mir mit den Augen ein Zeichen, dass ich schweigen soll, denn es hätte alles noch viel schlimmer ausfallen können. Alles geht vorbei. Wenn etwas von Gott kommt, kann es niemand aufhalten.
(...)

Was hat dich am meisten gekränkt und was war am schmerzlichsten zu ertragen, wenn du an die vielen Beleidigungen und Drohungen denkst. Wie konntest du das ertragen?

Auf diese Weise bereitet uns die Gottesmutter durch die grosse Liebe Gottes, durch die Liebe unserer Vaters auf alles vor, was sich ereignen wird, denn Sie hat gesagt: Was ich in Fatima begonnen haben, werde ich in Medjugorje vollenden, mein Herz wird triumphieren. Auf diesen Ihren Sieg bereitet Sie uns vor. Wenn aber diese Ereignisse ihren Anfang nehmen, da werden die Menschen begreifen, warum Sie den 18. März gewählt hat, warum an jedem 2. des Monats Erscheinungen sind. Man wird die Wichtigkeit dieser Daten begreifen; warum Sie so lange erscheint und auch warum so viele Seher.

Teil IV: http://kathspace.com/community/Bernice/blog/gespraeche-mit-den-sehern-teil-iv/
Deo Gratias!
#8 6. Januar, 8:34
Auszüge aus dem Buch "Gespräche mit den Sehern" von Kresimir Sego - Teil VI. - Fortsetzung aus dem Interview mit Mirjana Dragicevic-Soldo


Die Gottesmutter hat gesagt, dass Sie in Medjugorje vollenden wird, was Sie in Fatima begonnen hat. Die Reaktionen der Obrigkeiten, sei es von weltlicher oder von kirchlicher Seite, sie gleichen einander bei der Meldung, dass jemandem die Gottesmutter erscheint aufs Haar genau, von Lourdes über Fatima bis Medjugorje. Immer wird mit denselben Argumenten vorgegangen - die Seher hätten alles erfunden und lügen, sie wurden von jemandem dazu angestiftet, sie sind krank... Warum diese Reaktionen?

Es ist gut, dass unsere Kirche vorsichtig ist, denn es gibt in der ganzen Welt so viele Erscheinungen, die kommen und gehen, und es zeigt sich, dass sie nicht echt sind. Ich hatte nie Angst davor, dass die Kirche abwartet und Untersuchungen anstellt, denn ich weiss, was ich sehe. Meine Kirche wird, wenn sie beweisen kann, was ich sehe, das auch anerkennen, was ich sehe. Wenn ich das erwäge, sage ich mir: Meine liebe Gospa, ich tue, was Du von mir verlangst, und die Kirche und die Priesterschaft - das liegt nun in Deiner Verantwortung, Du weisst wie Du es mit ihnen anstellen wirst, das überlasse ich ganz Dir, führe Du sie. Das habe ich alles unserer himmlischen Mutter übergeben, Sie soll das Problem lösen.
Am Anfang war es schwer für mich zu begreifen, dass die Leute uns nicht glauben und dass sie sagen, wir hätten uns das alles ausgedacht. Nun, mit der Zeit hat sich das gelegt und ich bedaure jene, die weiterhin so denken, die ständig überlegen, ob das alles wahr oder nicht wahr ist, wo uns doch die Gospa die Hand reicht, um uns zur Rettung zu geleiten. Warum lässt du die Zeit ungenützt verstreichen? Ebenso habe ich schon öfters gefragt: Warum sollte ich so eine Lüge erfinden? Würde ich lügen, wäre ich eine abnormale Person. Die Ärtze haben sogar unter dem Kommunismus bestätigt, dass wir normal sind. Ich hatte ein schönes Leben. Neuen Jahre lang war ich meiner Eltern einziges Kind. Sie hielten mich wie eine kleine Wasserpflanze in ihren Händen. Weshalb sollte ich das alles ändern, um 180 Grad umkehren, warum sollte ich da Unruhe, Sorgen, Leid und Schmerz hineintragen - warum? Immer wollte ich jene fragen, die behaupten, dass das eine Lüge ist - warum sollte ich lügen? Was kann man damit erreichen?

(....)Versteht ihr, warum die Erscheinungen so lange dauern?

Auf diese Weise bereitet uns die Gottesmuttter durch die grosse Liebe Gottes, durch die Liebe unseres Vaters auf alles vor, was sich ereignen wird, denn Sie hat gesagt: Was ich in Fatima begonnen habe, werde ich in Medjugorje vollenden, mein Herz wird triumphieren. Auf diesen Ihren Sieg bereitet Sie uns vor. Wenn aber diese Ereignisse ihren Anfang nehmen, da werden die Menschen begreifen, warum Sie den 18. März gewählt hat, warum an jedem 2. des Monats Erscheinungen sind. Man wird die Wichtigkeit dieser Daten begreifen; warum Sie so lange erscheint und auch warum so viele Seher.

Siehst du diese Erfüllung jetzt, ereignet sie sich jetzt, steht sie unmittelbar bevor oder wird sie sich in ferner Zukunft erfüllen?

Ich sehe kleine Zeichen von all dem, sie sind schon verwirklicht, die Dinge kommen langsam in Bewegung. Die Frauen werden mich da besser verstehen. Wenn wir das Haus gründlich reinigen wollen, machen wir zuerst eine grössere Unordnung, wir verrücken alles, Sitzgelegenheiten, Kasten, Tische, nichts bleibt an seinem Ort. Wer das von aussen betrachtet, kann nur sagen: Welch eine Unordnung! Wenn aber alles wieder an seinem Platz ist, erscheint alles in neuem Glanz. Wenn wir also Ordnung machen wollen, müssen wir zuerst grosse Unordnung machen. Ich sehe in allen Ereignissen schon Zeichen.

Anmerkung von mir: mit dem 18. März und den 2. jeden Monats sind die Erscheinungen gemeint, die Mirjana regelmässig bekommt. Sie selber hat keine tägliche Erscheinungen mehr.
Die monatliche Botschaft, die jeweils an die ganze Welt gerichtet ist, bekommt Marija und zwar jeweils am 25. jeden Monats. Marija Pavlovic hat zudem noch tägliche Erscheinungen.
Deo Gratias!
#9 6. Januar, 9:16
Hiermit schliesse ich ab mit Auszügen aus dem Buch "Gespräche mit den Sehern" von Kresimir Sego. Es ist ein sehr aktuelles Buch, welches 2010 herausgegeben wurde. Alle sechs Seher von Medjugorje werden darin interviewt. Man könnte daher sagen, dass hier die verlässlichsten Antworten auf typische Fragen bezügl. den Erscheinungen gegeben sind.

Die sechs Seher sind: Ivanka Ivankovic, Mirjana Dragicevic-Soldo, Jakov Colo, Marija Pavlovic-Lunetti, Ivan Dragicevic, Vicka Ivankovic-Mijatovic.

Weitere Auszüge (Teile I-VI) sind im Medjugorje-Gruppenforum oder bei meinen Blogs zu finden:

Teil I: http://kathspace.com/community/Bernice/blog/gespraeche-mit-den-sehern-teil-i/
Teil II: http://kathspace.com/community/Bernice/blog/gespraeche-mit-den-sehern-teil-ii-seherin-ivanka/
Teil III: http://kathspace.com/community/Bernice/blog/gespraeche-mit-den-sehern-teil-iii/
Teil IV: http://kathspace.com/community/Bernice/blog/gespraeche-mit-den-sehern-teil-iv/
Teil V: http://kathspace.com/community/blog/gespraeche-mit-den-sehern-vi/


Auszüge aus dem Interview mit Vicka

An anderen Orten haben die Erscheinungen zumeist nur kurze Zeit gedauert, manchmal insgesamt nur einige Tage; in Medjugorje aber schon viele Jahre lang...
Ja, einmal haben wir Sie gefragt, wie lange Sie noch bleiben wird, Sie hat uns geantwortet: "Seid ihr meiner schon müde?" Seither haben wir Sie nicht mehr gefragt, wie lange Sie noch bleiben wird. Die Gottesmutter hat uns ebenso gesagt, dass Sie das, was Sie in Fatima begonnen hat, in Medjugorje zu Ende bringen wird.

Hast du schon einmal mit Ihr über die Zukunft der Erscheinungen gesprochen?
Nein, nicht. Sie wird das von sich aus sagen. Wenn über wichtige Fragen gesprochen werden soll, wird das die Gottesmutter selbst sagen. Ich frage nicht danach.

In den ersten Tagen der Erscheinungen hast du und die anderen Seher von einem Zeichen gesprochen, das die Gottesmutter versprochen hat auf dem Erscheinungsberg zu hinterlassen. Hat sich irgendetwas, was dieses Zeichen betrifft, verändert? Wird es tatsächlich ein Zeichen geben?
Nichts hat sich daran geändert, das ist das dritte der Geheimnisse, die uns die Gottesmutter gegeben hat. Sie wird am Erscheinungsort ein Zeichen hinterlassen, das bleiben wird, sichtbar und unterstörbar.

Hast du das Zeichen gesehen?
Ja, ich habe es einmal gesehen.

Welches Gebet empfiehlt die Königin des Friedens am meisten?
Am meisten empfiehlt Sie das Rosenkranzgebet, das ist Ihr liebstes Gebet - die freudenreichen, die schmerzhaften und die glorreichen Geheimnisse des Rosenkranzes. Jedes Gebet aber, so sagt die Gottesmutter, das mit dem Herzen und mit Liebe gebetet wird, ist ebenso wertvoll. Ein Gegrüsset seist du Maria zu beten, das dir im Herzen bleibt, ist wertvoller als drei Rosenkränze, die du gedankenlos betest.

Welche Bedeutung hat Medjugorje für die Welt?
Medjugorje hat eine grosse Bedeutung. Nicht als Ort, Medjugorje als Botschaft hat sicher grosse Bedeutung. Das ist wirklich etwas, was der Mensch sich nicht vorstellen kann. Die Botschaft der Gottesmutter ist sehr weit in die Welt gedrungen, ja bis ans Ende der Welt. Den Nachrichten und Zuschriften zufolge, die ich aus aller Welt erhalte, sind die Menschen sehr begeistert. Medjugorje wurde zur Oase des Friedens. (...) Medjugorje hat wegen der Botschaften der Gottesmutter grosse Bedeutung und weil Sie hier noch anwesend ist, weil Ihre Anwesenheit auch heute noch täglich zu erwarten ist. Lourdes, Fatima und andere Orte sind auch Pilgerstätten und es ist herrlich dort, aber es ist ein anderes Gefühl, wenn die Gottesmutter gegenwärtig ist, und ein anderes, wenn Sie früher mal da gewesen ist. Medjugorje hat Bedeutung, weil die Menschen fühlen, dass hier der Himmel auf Erden ist, weil die Gottesmutter täglich anwesend ist. Menschen können so etwas nicht einrichten. Es gibt keine Worte,die das ausdrücken, welche Bedeutung Medjugorje hat. Für Pilger ist Medjugorje ein heiliges Land.
Deo Gratias!
#10 19. Februar, 11:23
Vicka in irischen Fernsehsender

Deo Gratias!