love_shalom
Veröffentlicht am 11. Februar 2012, von love_shalom
Gedenktag unserer Lieben Frau in Lourdes. 11. Februar

Am 11. Februar 1858 begibt sich Bernadette mit ihrer Schwester und einer Freundin nach Massabielle am Ufer des Flusses Gave, um Brennholz zu sammeln. Als sie ihre Strümpfe auszieht, um einen Bach zu durchqueren, hört sie ein Geräusch, das dem Wehen des Windes gleicht, und hebt den Kopf in Richtung der Grotte: „Ich sah eine weiß gekleidete Dame: sie trug ein weißes Kleid und einen weißen Schleier, einen blauen Gürtel und auf jedem Fuß eine gelbe Rose.“ Sie macht das Kreuzzeichen und betet den Rosenkranz mit der Dame. Nachdem das Gebet beendet ist, entschwindet die Dame unvermittelt.

Am 14. Februar spürt Bernadette einen starken inneren Ruf, trotz des Verbotes ihrer Eltern wieder zur Grotte zu gehen. Sie bittet so nachdrücklich um die Erlaubnis, dass ihre Mutter einwilligt.
Nachdem sie mit dem Rosenkranzgebet begonnen hat, erscheint ihr die Dame. Bernadette besprengt sie mit Weihwasser. Die Dame lächelt und neigt den Kopf. Nach Beendigung des Rosenkranzgebetes entschwindet sie.

Am 18. Februar spricht die Dame zum ersten Mal. Bernadette hält ihr eine kleine Tafel hin und bittet sie, ihren Namen aufzuschreiben. Die Dame sagt zu ihr: „Das ist nicht nötig“, und fügt hinzu: „Ich verspreche Ihnen nicht, Sie in dieser Welt glücklich zu machen, wohl aber in der anderen. Würden Sie die Güte haben, 14 Tage lang hierher zu kommen?“

Am 19. Februar kommt Bernadette mit einer geweihten Kerze zur Grotte und zündet sie dort an.

Am 20. Februar bringt die Dame Bernadette ein Gebet bei. Am Ende der Erscheinung wird Bernadette von einer großen Traurigkeit erfüllt.

Am 21. Februar erscheint die Dame Bernadette früh am Morgen. Bernadette wird von etwa 100 Menschen begleitet. Danach wird sie vom Polizeikommissar Jacomet verhört. Er will von ihr wissen, was sie gesehen hat. Doch Bernadette spricht nur von „Aquero“ (= „jene“ oder „diese“, denn die Dame hat bei den Erscheinungen noch nicht ihren Namen genannt).

Am 23. Februar geht Bernadette in Begleitung von 150 Personen zur Grotte. Die Erscheinung offenbart ihr ein Geheimnis, das „allein ihr gilt“.

Am 24. Februar lautet die Botschaft der Dame: „Buße! Buße! Buße! Beten Sie zu Gott für die Sünder! Küssen Sie die Erde zur Buße für die Sünder!“

Am 25. Februar sind 300 Menschen da. Bernadette erzählt: “Sie sagte mir, ich solle zur Quelle gehen und daraus trinken. Ich fand nur ein wenig schlammiges Wasser. Erst beim vierten Versuch konnte ich davon trinken. Sie forderte mich auch auf, ein Kraut zu essen, das in der Nähe der Quelle wuchs. Dann entschwand die Erscheinung, und ich ging weg.“ Auf die Frage: „Weißt du, dass man dich für verrückt hält, wenn du so etwas machst?“ antwortete sie nur: „Das ist für die Sünder“.

Am 27. Februar sind es bereits 800 Menschen. Die Erscheinung schweigt. Bernadette trinkt Wasser aus der Quelle und vollzieht die Gesten der Buße.

Am 28. Februar sind es über 1.000 Menschen die bei der Erscheinung dabei sind. Bernadette betet, küsst den Boden und bewegt sich zum Zeichen der Buße auf ihren Knien vorwärts. Sie wird anschließend vor den Richter Ribes gebracht, der ihr droht, sie ins Gefängnis zu stecken.

Am 1. März sind 1.500 Menschen versammelt, zum ersten Mal ist auch ein Priester unter ihnen. In der Nacht geht Catherine Latapie zur Grotte und taucht ihren gelähmten Arm in das Wasser der Quelle: ihr Arm ist sofort wieder beweglich.

Am 2. März sind noch mehr Menschen anwesend. Die Dame bittet Bernadette: „Sagen Sie zu den Priestern, dass man in Prozessionen hierher kommen und eine Kapelle bauen soll.“ Bernadette spricht mit Pfarrer Peyramale, dem Pfarrer von Lourdes. Er will jedoch zuerst den Namen der Dame wissen. Zudem verlangt er einen Beweis: er will den wilden Rosenstrauch an der Grotte mitten im Winter blühen sehen.

Am 3. März geht Bernadette schon um 7 Uhr in der Frühe zur Grotte. 3.000 Menschen sind da. Aber die Dame erscheint nicht! Nach der Schule hört Bernadette den inneren Ruf der Dame. Sie geht zur Grotte, und als die Dame erscheint, fragt Bernadette sie von neuem nach ihrem Namen. Die Antwort besteht aus einem Lächeln. Pfarrer Peyramale wiederholt: „Wenn die Dame wirklich eine Kapelle haben will, so soll sie ihren Namen sagen und den Rosenstrauch der Grotte zum Blühen bringen.“

Am 4. März erwarten die ca. 8000 Menschen ein Wunder. Die Erscheinung schweigt. Pfarrer Peyramale besteht auf seinem Standpunkt. 20 Tage lang geht Bernadette nicht mehr zur Grotte, weil sie keinen unwiderstehlichen Drang mehr verspürte.

Am 25. März offenbart die Erscheinung endlich ihren Namen, aber der wilde Rosenstrauch, auf den sie bei ihren Erscheinungen die Füße setzt, blüht nicht. Bernadette erzählt: „Sie hob die Augen zum Himmel, faltete zum Zeichen des Gebetes ihre Hände, die sie ausgestreckt zur Erde gehalten hatte, und sagte zu mir im Dialekt dieser Gegend: „Que soy era Immaculada Councepciou!“ (Ich bin die Unbefleckte Empfängnis). Die junge Seherin eilt zum Pfarrer und wiederholt unterwegs unablässig die Worte Mariens. Der Pfarrer wird nachdenklich. Bernadette konnte diesen theologischen Ausdruck, der die Bewahrung Mariens vor jeglichem Schaden der Erbsünde bezeichnet, nicht verstehen. 1854, vier Jahre zuvor, hatte Papst Pius IX dies als eine katholische Glaubenswahrheit (Dogma) erklärt.

Am 7. April hält Bernadette während der Erscheinung ihre brennende Kerze in der Hand. Die Flamme brennt unter ihrer anderen Hand, ohne sie zu verbrennen. Diese Tatsache bestätigt der Arzt Dr. Douzous, der dieses beobachtet.

Am 16. Juli spürt Bernadette den geheimnisvollen Ruf, zur Grotte zu gehen, doch der Zugang zur Grotte ist verboten und mit einem Zaun abgesperrt. So begibt sie sich an das andere Ufer des Flusses Gave und schaut von dort auf die Grotte. „Mir schien, ich sei an der Grotte ohne größere Entfernung als früher. Ich sah nur Maria. Nie sah ich sie so schön!“

Bernadette Soubirous wurde am 7. Januar 1844 in der Mühle Boly geboren, am 9. Januar wurde sie getauft.
Vom 11. Februar bis 16. Juli 1858 hatte sie achtzehn Erscheinungen der Jungfrau Maria in der Grotte von Massabielle.
Am 4. Juli 1866 bricht Bernadette von Lourdes nach Never auf – dies war das größte Opfer ihres Lebens. Dort empfängt sie das Gewand der Schwestern der Barmherzigkeit von Never und erhält den Ordensnamen Marie-Bernard.
Am 30. Oktober 1867 legt sie das Gelübde ab in der Kongregation der Schwestern der Barmherzigkeit von Never.
Seit dem 11. Dezember 1878 ist sie ans Bett gefesselt. Sie stirbt am 16. April 1879 (Mittwoch nach Ostern) unter großen Schmerzen. Am 30. Mai 1879 wird der Sarg von Bernadette in die Gruft der Kapelle St. Joseph gelegt.
Am 22. September 1909 wird bei der 1. Exhumierung der Leichnam von Bernadette völlig intakt aufgefunden. Ebenso bei der 2. Exhumierung am 3. April 1919 2. Bei der 3. Exhumierung 1925 ist der Leichnam immer noch völlig intakt.
Am 14. Juni 1925 wird sie durch Papst Pius XI. im Petersdom selig gesprochen. Ihr Leichnam wird 4 Tage darauf in einen Glasschrein gelegt, Gesicht und die Hände wurden mit einer dünnen Wachsschicht überzogen.
Am 3. August wird der Glasschrein in die Kapelle des Klosters Saint-Gildard übertragen.
Am 8. Dezember1933, dem Fest der unbefleckten Empfängnis ist die Heiligsprechung von Bernadette durch Pius XI.

Gebet von Papst Pius XI. zur Heiligsprechung:

„Zu Ehren der allerheiligsten und unteilbaren Dreifaltigkeit, zur Verherrlichung des katholischen Glaubens und zur Stärkung der christlichen Religion, durch die Autorität unseres Herrn Jesus Christus, der seligen Apostel Petrus und Paulus und durch die unsrige, nach eingehender Beratung und häufiger Anrufung der göttlichen Hilfe, nach der Stellungnahme unserer ehrwürdigen Brüder, den Kardinälen der heiligen römischen Kirche, den Patriarchen, den Erzbischöfen und Bischöfen, erklären und definieren wir die selige Marie- Bernard Soubirous als heilig und tragen sie im Register der Heiligen ein, auf dass ihr Gedächtnis in der universellen Kirche fromm am 16. April, ihrem Geburtstag im Himmel, jedes Jahr gefeiert wird. Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes"

Im Lourdes befinden sich Reliquien der Heiligen, in einem Reliquienschrein in einer Seitenkapelle der Krypta, in der Kapelle St. Josef, wird eine Rippe von ihr aufbewahrt.
An jedem 18. Februar werden diese Reliquien in einer Prozession durch die Stadt getragen

Gebet zu Bernadette

Bernadette, du hast lange danach gesucht, wohin dich der Herr ruft.
Du hast gebetet. Du hast gehört. Du hattest Vertrauen.
Du warst dir sicher, dass der Herr dir deinen Weg zeigen würde.
Du hast dich gänzlich in die Hände Gottes gegeben.

Wie Maria, die dich als Vertraute erwählte,
erfülle mich, Bernadette,
mit deinem Vertrauen, deiner Großzügigkeit und deiner Geduld.

Herr, zeige mir meinen Weg
und gib mir die Kraft, "Ja" zu sagen,
wenn ich deine Wünsche an mich erkenne.

Bernadette, du hast dich so sehr nach der Eucharistie gesehnt.
Du hast alles dafür getan, den Leib Christi, das Brot des Lebens zu empfangen.
Du hast gerne das Allerheiligste Sakrament angebetet,
um dein Leben mit dem Opfer Jesu, dem Retter, zu vereinen.

Wie Maria, die eucharistische Frau,
erfülle mich, Bernadette,
mit deinem Hunger nach der Eucharistie,
die Nahrung, Gegenwart und Opfer der Liebe ist.

Herr, du hast uns deinen Sohn, das lebendige und ewige Brot gegeben.
Möge seine Eucharistie mein Leben verwandeln
in eine immerwährende Danksagung.

Bernadette, du warst immer gerne für andere da.
Am 11. Februar erschien dir die Jungfrau,
als du auf der Suche nach Holz warst.
Bei den Schwestern im Hospiz lerntest du,
für die Kranken und Mitschülerinnen da zu sein.
Später in Nevers warst du eine hervorragende Krankenschwester,
erfüllt von einer aufmerksamen und klugen Liebe.

Wie Maria, die die Bedürfnisse einer Familie in Kana sah,
erfülle mich, Bernadette,
mit deiner Großzügigkeit und deinem Glauben,
um Christus in seinen leidenden Gliedern zu dienen.

Herr, du hast uns Schwestern und Brüder gegeben, damit wir sie lieben.
Hilf uns, unsere Augen, unsere Hände und unsere Herzen
für alle zu öffnen, die du uns auf unserem Weg beigesellst.

Bernadette, dein Glaube ist in der Kirche gewachsen.
Die Kirche war deine Familie, deine Kirchengemeinde
und deine Ordensgemeinschaft.
Mutig hast du zu den Priestern gesagt,
dass sie eine Prozession organisieren und eine Kapelle bauen sollen.
Nachdem deine Aufgabe beendet war,
bist du demütig in die Stille gegangen.

Wie Maria, die am Pfingsttag dabei war
und danach in die Stille ging,
erfülle mich, Bernadette,
mit deiner Liebe zur Kirche,
damit ich ihr vertraue und ein Baustein dieser Kirche bin.

Herr, du gibst jedem einen Platz in deiner Kirche.
Hilf mir, meiner Berufung mit derselben Einfachheit und
derselben Großzügigkeit wie Maria und Bernadette zu folgen.
Amen!


Novene zu Unserer Lieben Frau von Lourdes

"O Maria, Unsere Liebe Frau von Lourdes,
mögen deine Schönheit und dein Lächeln unsere Herzen erwärmen!

Möge dein Aufruf zur Buße von uns bereitwillig und großherzig aufgenommen werden!

Mögen unsere Gemeinschaften sich auf den Glauben Petri stützen und sich in der Nachfolge Christi engagieren!

Möge deine Unbefleckte Empfängnis uns auf eine wieder zu erlangende Unschuld hoffen und uns nach Heiligkeit streben lassen!

Möge das Osterlicht in uns die Flamme der Liebe neu beleben!

Maria, Königin des Friedens:
schau auf die Völker, die Opfer von Kriegen sind!

Maria, Heil der Kranken:
gewähre den Kranken Kraft und Hoffnung!

Maria, du hast Armut gekannt:
komm durch unsere Hände den Armen zu Hilfe!

Maria, Mutter der Kirche:
möge wie du jeder "Ja" sagen zum Ruf Gottes!

Maria, Mutter Gottes:
lass uns einstimmen in das Magnificat
denn das Reich Gottes steht uns offen!"

Zehn Ave Maria beten mit dem Zusatz:

"Unsere Liebe Frau von Lourdes, bitte für uns! "
"Heilige Bernadette, bitte für uns!
"O Maria, ohne Sünde empfangen, bitte für un
Gästebuch
Lucien Faller schrieb am 11. Februar 2012
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Danke liebe Maria Magdalena, auch nach 150 Jahren ist die Faszination Lourdes
ungebrochen. Ob eine Reise aus tiefem Glauben oder aus blosser Neugierde angetreten wird - reisen auch heute immer noch über 6.000.000 Menschen, aus aller Welt, jährlich, nach Lourdes.
Mein verstorbener Nachbarn:
Urs Heinichen, ging zum ersten Mal mit 30 Jahren nach Lourdes, als er vor einigen Jahren starb, waren es über hundert Wallfahrten, die er allein nach Lourdes gepilgert war. Dabei wurde er der beste Mensch, den ich bisher auf dieser Erde begegnet bin....!
Die nächste offizielle Wallfahrt aus der Deutsch-Schweiz, findet vom
28.4.12 bis 4.5.12 statt. Anmeldung:

Tel.o55 285 81 15 oder
www.Lourdes.ch
Lucien Faller