rosenberg
Veröffentlicht am 9. März 2010, von rosenberg
Dekret über die Ausbildung der Priester, "Optatam totius"

Was das 2.Vatikanische Konzil über die rechte Ausbildung der Priester sagt !

Die Alumnen, die gemäß den heiligen und festen Gesetzen ihres eigenen Ritus die verehrungswürdige Tradition des priesterlichen Zölibats auf sich nehmen, sollen mit großer Sorgfalt auf diesen Stand hin erzogen werden: sie verzichten darin um des Himmelreiches willen (vgl. Mt 19,12) auf die eheliche Gemeinschaft, hangen dem Herrn mit ungeteilter Liebe an, wie sie dem Neuen Bund in besonderer Weise entspricht; sie geben Zeugnis für die Auferstehung in der künftigen Welt (vgl. Lk 20,36) und gewinnen besonders wirksame Hilfe zur ständigen Übung jener vollkommenen Liebe, die sie in ihrer priesterlichen Arbeit allen alles werden läßt. Sie sollen tief davon durchdrungen sein, wie dankbar sie diesen Stand entgegennehmen sollen, nicht etwa bloß als eine Vorschrift kirchlicher Gesetzgebung, sondern als ein kostbares Geschenk Gottes, das sie in Demut erbitten und dem sie mit der erweckenden und helfenden Gnade des Heiligen Geistes frei und großherzig zu entsprechen suchen sollen. Um die Pflichten und die Würde der christlichen Ehe, die ein Bild der Liebe zwischen Christus und seiner Kirche ist (vgl. Eph 5,32f.), sollen die Alumnen gebührend wissen; sie sollen aber klar den Vorrang der Christus geweihten Jungfräulichkeit erkennen, so daß sie nach reiflich überlegter Wahl und mit Hochherzigkeit sich in ganzer Hingabe von Leib und Seele dem Herrn weihen. Auf die Gefahren, die ihrer Keuschheit besonders in der gegenwärtigen Gesellschaft drohen, sollen sie hingewiesen werden. Sie müssen lernen, sich durch geeignete göttliche und menschliche Hilfsmittel zu schützen und den Verzicht auf die Ehe so in ihr Dasein zu integrieren, daß sie in ihrem Leben und in ihrer Wirksamkeit vom Zölibat her nicht nur keinen Schaden nehmen, vielmehr eine vollkommenere Herrschaft über Leib und Seele und eine höhere menschliche Reife gewinnen und die Seligkeit des Evangeliums tiefer erfahren.
: http://www.stjosef.at/konzil/OT.htm

Eine schöne Definition dieser außerordentliche Gnade, die das Geschenk einer Berufung zum Priester in Wahrheit ist, kommt in dem Dokument "Optatam totius" zum Ausdruck, in dem das Konzil die Ausbildung der Priester dekretierte. Äußert wertvoll erscheinen die Aussagen der Konzilsväter zum Zölibat, die gerade in unseren Tagen ihre volle Gültigkeit erfahren.
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waeltwait schrieb am 11. März 2010
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Liebe Talita, daß du den Grund für diese Probleme in der Verweltlichung siehst, kann ich gut nachvollziehen. Es sind wahrscheinlich zwei Phänomene die einander bedingen. Was Christenverfolgung nicht geschafft hat, droht jetzt das gute Leben, die Gemütlichkeit des Daseins ( verglichen mit der z.B. Nazizeit) zu schaffen. Aber, es scheint nur so. Wir sind eben in einer großen Umbruchszeit. So wie die Politik der alten Herren keinen Bestand hatte, so wird sich auch in der Kirche viel tun. Es muß sich eben alles erst neu ordnen. Ich bin davon überzeugt, daß die Kirche schon mehr als einmal solche Umbruchszeiten erlebt und überlebt hat.
Du schreibst:
Einen Lese-Tipp noch, auch für waeltweit:

Gabriele Kuby: 'Die Sehnsucht einer Konvertitin nach heiligen Priestern.'

Habe ich als Video. Klasse, tolle Frau.

Lieber Rosenberg du schreibst:

Wenn man junge Priester hört, dann kommt oft der Satz dass sie nicht durch ihre Ausbildung, sondern trotz ihrer Ausbildung(!) am Glauben festgehalten haben.
Das ist genau das was ich meine. Diese Befürchtung und Verdacht habe ich schon lange.
Ich frage mich schon seit Jahren, ob der Priester, der da vor mir steht und predigt überhaupt ein gläubiger Mensch ist.
waeltwait
rosenberg schrieb am 11. März 2010
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Liebe Talita, wenn der Satz stimmt, dass jede Generation die Priester bekommt die es verdient hat, dann dürfen wir uns nicht beklagen. Haben wir überhaupt einen neuen Pfr. von Ars verdient ? Bei uns wurde 2006 ein Priester selig gesprochen der 1862 gestorben ist, mit gerademal 40 Jahren ! Er war völlig erschöpft von der Übermenschlichen Arbeit in seiner Diasporapfarre, in der er etwa 2000 Gläubige verstreut über 25 Dörfer und eine Kleinstadt betreute. Versehgänge von 25km (zu Fuss!) waren sein Alltag bei Wind und Wetter, sein Name war Paul Josef Nardini. Wenn man in Sarkasmus fallen möchte, könnte man nun sagen, das heute ein junger Priester sich höchstens noch beim Tennis, oder sonst einer Freizeitaktivität, völlig verausgabt. Wir wollen aber keine Schandmäuler sein, sondern in die Zukunft blicken. Ein Kirchenvolk das diesen Namen verdient, wird auch heiligmäßige Priester haben. Liebe Grüße und Gottes Segen.
rosenberg
Talita schrieb am 11. März 2010
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Zitat rosenberg:
"Laßt die Priester wieder Hirten und Seelsorger sein und keine Manager von Pastoraleinheiten!"

Ach, rosenberg, das ist es ja, wonach wir uns alle sehnen! Ich gebe Dir völlig Recht.

Was hättest Du wohl gesagt, wenn Du das Interview mit unserem Pfarrer gelesen hättest, der erst vor Kurzem noch angab, er habe sich 'nie als Hirte verstanden'.

Einen Lese-Tipp noch, auch für waeltweit:

Gabriele Kuby: 'Die Sehnsucht einer Konvertitin nach heiligen Priestern.'
Talita
rosenberg schrieb am 11. März 2010
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Wenn man junge Priester hört, dann kommt oft der Satz dass sie nicht durch ihre Ausbildung, sondern trotz ihrer Ausbildung(!) am Glauben festgehalten haben. Nun wenn dass der Erfolg der Priesterseminare ist, dass man verkopfte und von Zweifeln angegriffene, Geistliche produziert, dann stimmt etwas mit dem System nicht. Meiner Meinung nach wird schon seit geraumer Zeit zuviel theoretisches Wissen vermittelt, und zu wenig praktische Arbeit erlernt. Kurz gesagt, was nutzt es einem Dorfpfarrer wenn er von Sokrates bis Karl Jaspers, und Ernst Bloch, ein erschöpfendes Philosophisches Wissen besitzt, aber keine Ahnung von den Sorgen und Nöten seiner Schäfchen hat. Laßt die Priester wieder Hirten und Seelsorger sein und keine Manager von Pastoraleinheiten !
rosenberg
Talita schrieb am 10. März 2010
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Lieber Waeltweit,

in vielen Dingen gebe ich Dir vollkommen Recht: Wir sind alle von diesen Priestern umgeben, die die Seelsorge nicht mehr als Kern ihres Berufes sehen. In unserer Pfarre haben wir Priester (gehabt), die behaupten, der beste Priester sei der, der sich überflüssig macht. Den Pfarrer der Nachbarpfarre habe ich in einem guten Gespräch (damals war gerade mein Vater sehr plötzlich gestorben) darauf aufmerksam gemacht, dass ich eigentlich einen Beichtvater suchte. Er meinte, ich könnte jederzeit wiederkommen - zum Gesspräch, aber Beichtvater? Nein danke, das doch lieber nicht.

Ich kenne aber auch viele Priester im Freundeskreis, die tatsächlich versuchen, ihre Berufung so zu leben (nur bin ich noch nicht so weit, einen gleichaltrigen Freund als Beichtvater zu akzeptieren...).

Aber um auf den Text zurückzukommen:
Ich denke, dass die Priesterausbildung sich gerade diese Grundlage, das Gottbezogene, die Ausrichtung, die wir uns doch von den Priestern wünschen, völlig vernachlässigt hat. Die Freude, die Du bei den Geistlichen vermisst, kann eben nur aus einer intensiven spirituellen Gottesbeziehung kommen, und eben dafür wird schon in der Ausbildung zu wenig getan!

Ich glaube sofort, was Du erzählst. Ich erlebe es selbst. Doch ich halte nicht den zu hohen Anspruch, sondern eine zu starke Verweltlichung des Priesterdienstes für die Ursache.

Auch meine Gesprächspartner in geistlichen Dingen sind - und das nicht nur auf KS - fast zu 100% Laien! Die Glaubenskrise, so scheint es, betrifft vor allem viele, viele Priester!

Darum, denke ich, brauchen sie viel, viel Gebet; und Gläubige, die sie dazu ermutigen, ihren Dienst wieder wahrzunehmen. Denn ich denke auch, dass viele sich im Laufe der letzten Jahrzehnte viel zu viel aus der Hand haben nehmen lassen.

Liebe Grüße, Talita
Talita
waeltwait schrieb am 10. März 2010
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Liebe Talita, du schreibt:
(siehe der Priester im "Adsum-Film"!).

Den Film habe ich gesehen und kopiert. Der ist gut. Dieser Priester hat´s verstanden. Aber er ist auch ein Suchender und Gott hat ihm die richtige Antwort gegeben. Er ist selbst davon so begeistert, daß davon ein Film gemacht wurde. Warum können das so viele nicht. Er macht ein Bekenntnis, welches "Hand und Fuß" hat, wie man so sagt. Das kann jeder, zumindest jeder Gläubige nachvollziehen. Echt klasse der Film.

Liebe Grüße waeltwait
waeltwait
waeltwait schrieb am 10. März 2010
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Liebe Talita, du schreibst:

Es ist doch hier von dem hohen Anspruch die Rede, den der Priesterberuf mit sich bringt, um den die Bewerber aber wissen sollten, damit sie eben in der Freude des Anfangs bleiben können (siehe der Priester im "Adsum-Film"!).
Du schreibst vom hohen Anspruch. Das ist es ja gerade, der hohe Anspruch der auf dem Priester lastet. Er soll besser sein als seine Anbefohlenen, Er soll leuchten wie die Fackel in der Finsternis. Er soll für alle da sein. Und wer ist für ihn da ?
Was das antrainierte anbelangt so meine ich das so. Wenn ein Abiturent z.B. Betriebswirtschaft studiert, kommt mit schönem Diplom in einen Betrieb und soll dort Aufgaben übernehmen, die eben die Andere, die Nichtbetriebwirte nicht können. In der Paxis sieht es so aus, daß jeder der einige Zeit im Betrieb gearbeitet hat dem Herrn Betriebswirt sagen nuß was Sache ist. Der diplomierte Betriebswirt kann nämlich garnichts was man im Betrieb gebrauchen könnte. Man muß den Mann wie ein dreijährigen Kind an die Hand nehmen und ihn führen. Wie mag sich ein solcher Mann vorkommen. D.h. die Schule bildet schlecht bis miserabel aus und läßt den studierten Menschen richtig ins offne Messer laufen. Genau so muß es bei den jungen Priestern sein. Sie fangen erst im Berufsleben an zu lernen. Eigentlich sollen sie andere führen und ent. belehren.
Bei uns in der Pfarre ist es so, daß sich keiner für die Messdiener interessiert. Sie brauchen nur ihren Dienst am Altar verrichten. Wie es mit der religiösen Beschaffenheit der jungen Leute aussieht interessiert keinen; am allerwenigsten die Geistlichkeit.
Priester lernen Messe /Andachten und dergleichen halten. Ein Handwerk, sonst nichts.
Es ist eine Tatsache, daß ich mich hundermal lieber mit religionskritischen Menschen unterhalte als mit Priestern. Auch ich habe mal eine schwere Glaubenskrise durchlebt. Ich mit zu mehreren Priestern und Mönchen gegangen. Das war das reinste Fiasko. Ich hatte immer das Gefühl, daß ich etwas ganz Böses getan hatte, den Herr Geistlichen zu belästigen. Da war Null Interesse. Ich habe auch heute noch das Gefühl, daß die Priester am lallerwenigsten Freude an ihrem Beruf haben. Und der Beruf ist es doch, die frohe Botschaft zu verkünden, Gläubige im Glauben zu stärken, Mut zu machen, den Gefallenen aufzuheben ect. All das können die nicht, oder haben keine Lust dazu.
Ich will gerne glauben, daß es Priester gibt, die anders als die von mir Beschriebenen. Leider müßte ich dem ersten noch begegnen.

Liebe Grüße waelwait
waeltwait
Talita schrieb am 10. März 2010
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Lieber waeltweit,
die Sprache ist zwar wieder nicht die unsrige - aber ich kann nicht erkennen, worin Du antrainierte Verhaltensweisen siehst, die den Priester unter ein Kreuz drücken... Es ist doch hier von dem hohen Anspruch die Rede, den der Priesterberuf mit sich bringt, um den die Bewerber aber wissen sollten, damit sie eben in der Freude des Anfangs bleiben können (siehe der Priester im "Adsum-Film"!).
Kannst Du mal ein konkretes Beispiel nennen?
Liebe Grüße, Talita
Talita
waeltwait schrieb am 10. März 2010
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Lieber Rosenberg, genau so ist es . Liebevoller Priester. Das hast du super ausgedrückt. Es ist nicht ein Beruf wie jeder andere. Völlig richtig
waeltwait
rosenberg schrieb am 10. März 2010
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In der Tat halte ich die Priester hierzulande für zu Intellektuell. Ein bißchen weniger Theorie und Technokratie, dafür mehr Herz und Caritas täte der hiesigen Kirche sehr gut. Salopp gesagt, bräuchte es etwas mehr Don Camillo und ein bißchen weniger Kant und Heidegger, in den Gemeinden. Das Zeugnis von Waeltwait macht sehr deutlich, dass man Priester nicht werden kann, ohne die Gnade der Berufung durch Jesus selbst. Es ist eben nicht einfach ein Beruf wie jeder andere, sondern Berufung zu einer ganz außergewöhnlichen Mission. Und niemand kann diese Mission erfüllen, gleich ob er die beste Außbildung der Welt erhalten hat, hätte er die Liebe nicht. Beten wir also um Liebevolle Priester, die gedrängt durch die Liebe Christi, ihre Gemeinden führen.
Danke allen die sich diesem Gebet anschließen. 001
rosenberg
waeltwait schrieb am 9. März 2010
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Ich habe das Dekret über die Ausbildung der Priester gelesen. Ich habe mir über die Priesterausbildung nie Gedanken gemacht, aber wenn ich das Dekret lese, werde ich ganz traurig. Da brauch ich mich nicht zu wundern, daß heute gar mancher Priester wie es scheint nicht mehr mit dem Geforderten klar kommt und zum Psychdoktor muß und geht. Auch unser Pastor, heute 70 Jahre war in Behandlung, damit er nicht ganz verrückt wird. Das hat doch nichts mehr mit Glauben zu tun. Christus schickte unbebildete Fischer in die Welt. Und die haben wie Petrus noch am Ende ihres Lebens soviel Glauben und Begeisterung für den Glauben aufgebracht daß sie in der Lage waren für Christus ihr Leben hinzugeben. Glauben und Vertrauen und Liebe sollten die Werkzeuge eines Priesters sein; nicht die Angst um die Einhaltung aller andressierten Verhaltensweisen. Ich kann mich des Gefühls nicht erwehren, daß bei der Priesterausbildung Verhaltensweisen einstudiert werden. Wenn die Verhaltensweise eines Priester nicht aus seiner Seele kommt, wenn er immerzu aufpassen muß, daß er nur ja die von der Kirche geforderten Verhaltensweisen einhält und zwar 100 % dann ist die Arbeit eines Priester nichts wert. Wie kann ein Mensch Menschen für den Glauben, für die frohe Botschaft, ja für die beste Botschaft gewinnen, wenn er selbst alles nur angelernt hat.
Hier wird nach meiner Meinung der Priester als Mensch hoffnungslos überfordert. Hier werden dem Priester Kreuze auferlegt die er nicht tragen kann und die er nicht tragen muß.
Ein wirklich gläubiger Priester, der selbst das Frohe der frohen Botschaft erfahren kann und nicht ein Leben lang gebeugt von seinem Kreuz leben muß. wäre viel anziehender für die Menschen, die ja gewonnen werden sollen.
Ich wollte ganz früher auch mal Priester werden. Wie gut, daß ich etwas anderes gelernt habe.
Jeder gläubige Christ, der wirklich glaubt, kann über seinen Glauben jedem zu jeder Tageszeit und überall Auskunft geben. Ich habe es an mir selbst erlebt. Denn dann braucht dieser Christ kein Studium sondern die Hilfe des " Heiligen Geistes" der dann aus diesem Christen spricht. Ich habe diese wunderbare Erfahrung selbst gemacht.

Ich kann es nicht fassen
waeltwait
love_shalom schrieb am 9. März 2010
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So ist es!
Unsere Priester brauchen als erstes unser Gebet, sie brauchen unsere Anerkennung und unsere Unterstützung.

Danke rosenberg!
love_shalom
Talita schrieb am 9. März 2010
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"Auf die Gefahren, die ihrer Keuschheit besonders in der gegenwärtigen Gesellschaft drohen, sollen sie hingewiesen werden."

Schon seit vielen Jahren habe ich den Eindruck, dass die Gesellschaft = Umgebung vieler Priester durch das Verhalten Einzelner oder auch von Gruppen, welches die zölibatäre Haltung des Priesters bei jeder Gelegenheit provoziert, die größte Schuld daran trägt, wenn Priester nicht die erhabene Haltung gewinnen können, damit...

"...sie in ihrem Leben und in ihrer Wirksamkeit vom Zölibat her nicht nur keinen Schaden nehmen, vielmehr eine vollkommenere Herrschaft über Leib und Seele und eine höhere menschliche Reife gewinnen und die Seligkeit des Evangeliums tiefer erfahren."

Unterstellungen, Andeutungen, Witzeleien, Nachbohren über die Frage, "ob es denn nicht sehr schwer sei, nicht zu heiraten..." etc. halte ich grundsätzlich für infam und unangebracht.

Im Weiteren ist dies sicherlich einer jener Artikel, die so mancher Laie oder Theologe gerne überliest, wenn mit Nachdruck an den Geist des 2. Vaticanum erinnert wird.

Alles, was Priester brauchen, ist unsere Anerkennung, unsere Unterstützung, unser Gebet.

Danke, rosenberg!
Talita